Baloise Kunst-Preis an der Art 36 Basel
Basel, 14. Juni 2005. Die Baloise-Gruppe, eine in Kontinentaleuropa tätige Anbieterin von Lösungen für Versicherung und Vorsorge, verleiht an der Art 36 Basel zum siebten Mal den Baloise Kunst-Preis.Die zwei mit je CHF 25'000.- dotierten Preise werden im Sektor "Art Statements" von einer mit internationalen Fachleuten besetzten Jury vergeben. Zusätzlich erwirbt die Baloise Werkgruppen der Preisträger und schenkt diese Kunstwerke zwei bedeutenden europäischen Museen, der Hamburger Kunsthalle und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien.
Der Jury gehören dieses Jahr an: Cristina Bechtler, INK TREE EDITIONS, Küsnacht; Edelbert Köb, Direktor, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Christoph Heinrich, Leiter der Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle; James Lingwood, ARTANGEL, London und Martin Schwander, Externer Kunstberater der Baloise, Vorsitzender der Jury.
Die Jury hat sich für folgende Preisträger entschieden: Jim Drain und Ryan Gander. Die Jury charakterisiert die ausgestellten Arbeiten folgendermassen:
Mit Mitteln des Kunstgewerbes und der Dekoration arbeitet Jim Drain an Objekten, deren plastische Werte und räumliche Ausdehnung die Möglichkeiten abstrakter Skulpturen des vergangenen Jahrhunderts reflektiert und zugleich erfinderisch um neue Aspekte bereichert. Mit seinen gestrickten, wuchernden Volumina und den aufgefädelten Perlen, die gleichermassen Ornament wie schwebende Zeichnung im Raum sein können, knüpft Jim Drain an die Mittel feministischer, sich gegen die Macho-Attitüden der Bildhauerzunft auflehnenden Haltung an, setzt diese Formen jedoch in einer psychedelischen, mit persönlichen Mythen aufgeladenen Erzählung ein. So entstehen Skulpturen mit einem neuen, so noch nicht gesehenen Formenrepertoire, die voller Erfindungsreichtum und Humor sind.
Jim Drain, *1975, Ohio, lebt und arbeitet in Providence, Rhode Island, United States
Art Statements-Stand F9, Greene Naftali Gallery, New York
Ein geheimnisvolles Bild stellt den Ausgangspunkt von Ryan Ganders Videoarbeit “Is this Guilt in You Too (The Study of a Car in a Field)“ dar: Die Kamera schwenkt aus der Höhe langsam auf ein in einem verschneiten Feld stehendes Auto, doch bevor eine Handlung einsetzen kann, bricht der Film ab. Ein Leerbild in verschiedenen Graustufen folgt, bis der Kameraschwenk von neuem beginnt. Eine abgebrochene Szene, von der man nicht weiss, ob es der Anfang oder das Ende einer Geschichte ist. Aus dem Off kommentiert eine Mädchenstimme: Mal beschreibt sie die Einstellung, mal spekuliert sie über die Bedeutung dieser, mal nimmt sie die Haltung des Rezipienten vor Ort ein. Der Künstler tritt als abwesender Stichwortgeber auf, dessen Präsenz nur in den Antworten des Mädchens spürbar wird. So oszilliert Ryan Gander zwischen den Ansätzen einer in sich geschlossenen Erzählung und freien Assoziationen und untersucht dabei die Mittel und Möglichkeiten des Mediums Film.
Ryan Gander, *1976, Chester, United Kingdom, lebt und arbeitet in London
Art Statements-Stand F8, Annet Gelink Gallery, Amsterdam
Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 9'100 Mitarbeitende.