Geschäftsabschluss 2004

Basel, 6. April 2005. Gewinnsprung durch operative Leistung

Netto-Gewinn von 222 Mio. CHF (Vorjahr: 91 Mio. CHF), eine Steigerung um 143%.

  • Sparte Nichtleben: Netto-Gewinn von 184.1 Mio. CHF (Vorjahr: 48.5 Mio. CHF). Verbesserung der Combined Ratio (Schaden-Kostensatz) brutto um 4.6 Prozent-Punkte auf 93.0%.
  • Sparte Lebensversicherungen: Netto-Gewinn von 54.6 Mio. CHF (Vorjahr: 34.1 Mio. CHF). Erhöhung des Embedded Values um 8% auf 2'137 Mio. CHF und der Marge des Neugeschäfts auf 5.8% von 5.0%.
  • Bank-Sparte: Netto-Gewinn von 9.7 Mio. CHF nach dem Verkauf der belgischen Mercator Bank (Vorjahr: 14.3 Mio. CHF).
  • Prämieneinnahmen von 7.0 Mrd. CHF, ein Rückgang von 4.8%. Steigerung des Verkaufsvolumens bei den fondsgebundenen Lebensversicherungen um 70% auf 443 Mio. CHF, gemäss IFRS-Rechnungslegung nicht als Prämien ausgewiesen.
  • Gesamt-Performance der Kapitalanlagen von 4.1%.
  • Anstieg des Eigenkapitals um 5% auf 3.5 Mrd. CHF. Starke Solvabilitätsmarge von 258% gegenüber 241% (inklusive Banking Assets) im Vorjahr.
  • Antrag an die Generalversammlung auf Ausschüttung einer Dividende von 1.10 CHF (Vorjahr: 0.60 CHF) pro Aktie.
  • Weitere signifikante Gewinnsteigerung im Geschäftsjahr 2005 erwartet.


Bâloise-CEO Frank Schnewlin zum Ergebnis:
"Wir freuen uns an diesem massiven Fortschritt. Der höhere Gewinn stammt hauptsächlich aus dem operativen Geschäft, alle Sparten und Geschäftseinheiten haben dazu beigetragen. Ausgezeichnet entwickelte sich die Sparte Nichtleben, wo wir den Netto-Gewinn gegenüber 2003 fast vervierfacht haben. 2004 war eine Zwischen-Etappe: wir werden den Ertrag in den kommenden Jahren weiter erhöhen, denn wir wollen bis 2006 eine Eigenkapitalrendite von mindestens 10% in Schweizer Franken erreichen."


Geschäftsgang und Resultate
Basel, 6. April 2005. Die Bâloise-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2004 den Reingewinn mehr als verdoppelt und die Substanz weiter gestärkt. Alle Geschäftseinheiten steigerten die operative Ertragskraft. Hervorzuheben ist das Ergebnis der Sparte Nichtleben; ihr Netto-Gewinn lag knapp viermal höher als 2003, die Combined Ratio brutto verbesserte sich um 4.6 Prozent-Punkte auf 93.0%. Die Sparte Lebensversicherungen wies ebenfalls ein deutlich höheres Ergebnis aus, und die Marge des Neugeschäfts nahm zu.

Umfangreiche Massnahmen in allen Geschäftseinheiten haben dazu beigetragen, die Rentabilität des Versicherungs- und Vorsorgegeschäfts dauerhaft zu stärken. Prioritär war, das Underwriting und das Schadenmanagement auf die Risiken auszurichten sowie das Angebot an den Zielkunden zu orientieren. Dieses konzernweite Programm wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Das gesamte Geschäftsvolumen – einschliesslich der stark wachsenden fondsgebundenen Lebensversicherungen – erreichte 7.5 Mrd. CHF (Vorjahr: 7.6. Mrd. CHF), eine Abnahme um 2.2% in CHF. Die Prämieneinnahmen gemäss IFRS-Rechnungslegung beliefen sich auf 7.0 Mrd. CHF gegenüber 7.4 Mrd. CHF im Jahr 2003, ein Rückgang von 4.8% in CHF. Diese Entwicklung widerspiegelt die Politik der Bâloise, die Profitabilität höher zu gewichten als die reine Zunahme des Geschäftsvolumens. Die sehr tiefen Zinsen und die schwache, marktweite Nachfrage bei den Lebensversicherungen dämpften zusätzlich den Prämienverlauf.


Nichtleben. Die Sparte Nichtleben erzielte einen Netto-Gewinn von 184.1 Mio. CHF (Vorjahr: 48.5 Mio. CHF). Der Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) verbesserte sich weiter: der Brutto-Wert sank um 4.6 Prozent-Punkte auf 93.0% (Vorjahr: 97.6%), der Netto-Wert um 5.7 Prozent-Punkte auf die bisherige Bestmarke von 97.5%. Seit 2002 hat die Bâloise die wichtigste Kenngrösse in dieser Geschäftssparte netto um rund 13 Prozent-Punkte reduziert. Besonders signifikant sind die Fortschritte bei der Basler Securitas und dem Deutscher Ring. Ausschlaggebend waren die am Ertrag orientierte Zeichnungspolitik sowie Anpassungen der Portfolios und der Tarife. Zudem blieb die Bâloise-Gruppe von Elementar-Grossschäden verschont.

Die Prämien-Einnahmen Nichtleben erreichten mit 3.1 Mrd. CHF das Niveau des Vorjahres. Deutliches Wachstum verzeichnete die Bâloise in der Schweiz, in Österreich und in Luxemburg.


Lebensversicherungen. Die Sparte Lebensversicherungen erzielte einen Netto-Gewinn von 54.6 Mio. CHF (Vorjahr: 34.1 Mio. CHF), ein gutes Ergebnis angesichts der unsicheren Finanzmärkte und der anhaltend tiefen Zinsen. Weil die Bâloise auch hier nur rentables Neugeschäft akzeptiert, konnte sie den Gewinn des Segments steigern und die Belastung von rund 26 Mio. CHF aus der Einführung der "Legal Quote" im Schweizer Kollektivleben-Geschäft überkompensieren.

Der Embedded Value stieg um 8% auf 2'137 Mio. CHF. Der Wert des Neugeschäfts betrug 15.2 Mio. CHF; die Marge des Neugeschäfts stieg auf 5.8% gegenüber 5.0% im Jahr 2003.

Das Geschäftsvolumen – einschliesslich der fondsgebundenen Lebensversicherungen – erreichte 4.4 Mrd. CHF (Vorjahr: 4.6 Mrd. CHF), ein Rückgang von 3.6%. Das Prämienvolumen gemäss IFRS-Rechnungslegung sank um 8.0% in CHF und um 8.4% in Lokalwährungen auf 4.0 Mrd. CHF (Vorjahr: 4.3 Mrd. CHF). Die Entwicklung verdeutlicht die auf Ertrag fokussierte Geschäftspolitik der Bâloise. Die marktweit schwache Nachfrage und die historisch tiefen Zinsen belasteten vor allem das Geschäft bei den Einmalprämien.

Sehr erfreulich entwickelte sich der Verkauf der fondsgebundenen Lebensversicherungen; dank der weiter verbesserten Vertriebsleistung stieg das Geschäftsvolumen um 70% auf 443 Mio. CHF. Besonders stark war der Zuwachs beim Deutscher Ring mit 30% (in CHF) und bei der Bâloise in Luxemburg, die das Volumen fast verdreifachte.


Banken. Die Bank-Sparte erwirtschaftete einen Netto-Gewinn von 9.7 Mio. CHF (Vorjahr: 14.3 Mio. CHF). Hauptträger des positiven Ergebnisses war die Baloise Bank SoBa. Dank Kostendisziplin und Verbesserungen bei der Qualität des Kreditportfolios steigerte die Bank ihren Reingewinn um 25% auf 14.5 Mio. CHF. Auch der Verkauf von Bankprodukten über den Vertriebskanal der Versicherung ("Mobile Banking") entwickelte sich erfreulich. Die Bâloise hat die Mercator Bank im August 2004 verkauft. Die Bausparkasse des Deutscher Ring entwickelte sich plangemäss.


Substanz. Das Eigenkapital der Bâloise-Gruppe stieg um 5% auf 3.5 Mrd. CHF (Vorjahr: 3.3 Mrd. CHF). Die Konzernsolvabilität betrug zum Jahresende 258% (inkl. Banking Assets), eine deutliche Verbesserung gegenüber 2003 mit einem Wert von 241%.


Geschäftseinheiten. Alle Geschäftseinheiten steigerten ihre operative Ertragskraft.

Das Segment Schweiz erzielte einen Netto-Gewinn von 127.2 Mio. CHF (Vorjahr: 62.1 Mio. CHF).

Das Segment Deutschland erzielte einen Netto-Gewinn von 58.5 Mio. CHF (Vorjahr: -17.1 Mio. CHF). Beim Deutscher Ring standen betriebliche Effizienzsteigerungen und organisches Wachstum im Zentrum. Die neue Basler Securitas konzentrierte sich auf die Integration und auf die Sanierung von Portfolios. Das Unternehmen ist gefestigt; die Integration wird im Jahr 2005 abgeschlossen sein.

Das Segment Benelux, welches aus der flämischen Mercator und der Bâloise Luxemburg besteht, weist für das Geschäftsjahr 2004 einen Netto-Verlust von 116.1 Mio. CHF aus (Vorjahr: -121.9 Mio. CHF). Hauptursachen sind der Verlust von 70.2 Mio. CHF aus dem Verkauf der belgischen Mercator Bank im zweiten Halbjahr 2004 sowie ausserordentliche Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen der Mercator Versicherungen. Im Versicherungs- und Vorsorgegeschäft machte die Mercator einen Gewinn. Die Bâloise in Luxemburg konnte den Gewinn gegenüber dem Vorjahr markant steigern.

Die Basler in Österreich und die von ihr geführte kroatische Einheit erzielten mit ihrer gestärkten Verkaufskraft ein deutlich höheres Geschäftsvolumen und eine verbesserte Profitabilität.


Ausblick auf 2005

Die Bâloise will – ausserordentliche Ereignisse vorbehalten – auch im Geschäftsjahr 2005 den Gewinn markant steigern. Die Grundlage dafür bildet die kontinuierlich verbesserte operative Ertragskraft. In den ertragreichen Kundensegmenten will die Gruppe überdurchschnittlich wachsen.

In den Sparten Nichtleben und Leben geht die Bâloise von einer Prämienentwicklung im Rahmen des Marktes aus. Im Nichtleben-Geschäft strebt sie eine Combined Ratio von brutto höchstens 93% an. Bei den Lebensversicherungen rechnet die Gruppe mit einem höheren Gewinn.

Die Bâloise-Gruppe mit Sitz in Basel (Schweiz) ist eine in Kontinentaleuropa tätige Anbieterin von Lösungen für Versicherung und Vorsorge. Die Strategie der Bâloise zielt auf nachhaltiges und ertragsorientiertes Wachstum. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien, Österreich und Luxemburg. Die Bâloise-Gruppe beschäftigt rund 8‘000 Mitarbeitende. Die Namenaktien der Bâloise-Holding gehören zum Swiss Market Index (SMI) und werden an der virt-x unter dem Kürzel BALN gehandelt.

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