Semesterabschluss 2005 der Bâloise-Gruppe
Basel, 7. September 2005. Bâloise erzielt 58% mehr Gewinn.Die Bâloise-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2005 ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis. Der Nettogewinn stieg um 58% auf 218 Mio. CHF. Alle Geschäftseinheiten und Sparten trugen massgeblich zu diesem Resultat bei. Das Geschäftsvolumen wuchs um 2.8% auf 4'624 Mio. CHF. Mit dem Anstieg des Eigenkapitals um 23% auf 4 Mrd. CHF stärkte die Bâloise auch ihre Substanz deutlich.
Frank Schnewlin, Vorsitzender der Konzernleitung der Bâloise-Gruppe, kommentierte: "Wir sind sehr zufrieden mit diesem Resultat. Wir sind überzeugt, zum Jahresende 2005 den Gewinn gegenüber dem Vorjahr markant zu steigern, trotz der verheerenden Unwetter im August. Das Ergebnis bestätigt, dass die Bâloise weiter deutlich an Ertragskraft gewonnen hat, insbesondere auch im Ausland. Wir haben intensiv an der Qualität der Kundenportfolios gearbeitet und das Kostenmanagement stark verbessert. In Belgien haben wir den Turnaround geschafft; die dortige Geschäftseinheit macht wieder einen erfreulichen Gewinn. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, die Produkte, Kundenbeziehungen und Vertriebswege auf hohe Wertschöpfung auszurichten."
In der Sparte Nichtleben stieg der Gewinn vor Steuern um 8.8% auf 160.3 Mio. CHF (Vorjahr: 147.3 Mio. CHF). Der Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) verbesserte sich auf brutto 94.1% (Vorjahr: 94.6%). Der deutlich tiefere Kostensatz von 29.5% (Vorjahr: 31.3%) ist Ausdruck der weiter erhöhten betrieblichen Effizienz. Der Schadensatz stieg mit 64.2% leicht über das Vorjahr von 62.8%. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr 2004 schadenarm verlief. Das Prämienvolumen von 1'997.0 Mio. CHF liegt auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2004. Die verhaltene Prämienentwicklung erklärt sich durch die auf Ertrag ausgerichtete Geschäftspolitik und durch den in einigen Märkten deutlich härteren Preiswettbewerb.
Die Sparte Lebensversicherungen verbesserte den Gewinn vor Steuern markant auf 96.8 Mio. CHF (Vorjahr: 11.7 Mio. CHF). Einmaleffekte beeinflussten das Ergebnis positiv, während die "Legal Quote" im Schweizer Kollektivleben-Geschäft den Semestergewinn 2004 belastet hatte. Das Geschäftsvolumen (inkl. Prämien mit Anlagecharakter) stieg auf 2'635.9 Mio. CHF (Vorjahr: 2'507.9 Mio. CHF), ein Zuwachs von 5.1%. Die Prämien gemäss IFRS-Rechnungslegung erhöhten sich um 2.8% auf 2'425.3 Mio. CHF. Der Hauptteil des Wachstums stammt aus der Schweiz. In allen Märkten ist wegen den tiefen Zinsen eine zunehmend verhaltene Entwicklung festzustellen. In Deutschland dämpft die neue Steuersituation zusätzlich den Absatz von Lebensversicherungen.
Die Banksparte verbesserte den Gewinn vor Steuern um 21.8% auf 20.0 Mio. CHF (Vorjahr: 16.5 Mio. CHF). Das Ergebnis ist mit der Vorjahresperiode nur bedingt vergleichbar, weil die im August 2004 verkaufte Mercator Bank im Konsolidierungskreis des ersten Halbjahrs 2004 noch enthalten war. Der Erfolg im Zinsgeschäft war – bedingt durch den starken Wettbewerb - gegenüber dem Vorjahr rückläufig, während der Erfolg aus Dienstleistungen und Kommissionen deutlich anstieg. Die Baloise Bank SoBa steigerte ihren Gewinn erheblich um 17.3%. Auch die Baloise Asset Management und die Bausparkasse des Deutscher Ring verbesserten ihre Ergebnisse.
Die Basler Schweiz – die grösste Geschäftseinheit der Bâloise-Gruppe – konnte ihre operative Leistungskraft in allen Geschäftsbereichen erhöhen. Sie steigerte ihren Gewinn vor Steuern um 132% auf 114.8 Mio. CHF (Vorjahr: 49.5 Mio. CHF). Das Prämienvolumen wuchs um erfreuliche 3.7% auf 2'796.4 Mio. CHF. Das Geschäftsmodell des "fokussierten Finanzdienstleisters" ist weiterhin erfolgreich: im "Mobile Banking" – dem Vertrieb von Bankprodukten über die Verkaufsorganisation der Versicherung – wuchs das Geschäftsvolumen signifikant.
Alle ausländischen Geschäftseinheiten in Deutschland, Belgien, Luxemburg und Österreich trugen, gemessen an ihrem Geschäftsvolumen, überdurchschnittlich zum Gewinn der Gruppe bei. Mit der deutlichen Rückkehr in die Gewinnzone ist der Turnaround der belgischen Mercator-Gruppe erfolgreich abgeschlossen.
Dank den freundlichen Aktienmärkten erwirtschafteten die Kapitalanlagen eine Performance von 2.7% (Vorjahr 1.5%).
Die Substanz der Bâloise-Gruppe wuchs deutlich: Das konsolidierte Eigenkapital stieg um 23.3% auf 3'976.6 Mio. CHF. Die Solvabilitätsmarge (inkl. Bank-Assets) erhöhte sich auf 280%.
Die verheerenden Unwetter in der Schweiz und in Teilen Deutschlands sowie Österreichs vom August werden das Jahresergebnis entsprechend belasten. Nach heutigem Kenntnisstand erwartet die Bâloise eine Netto-Schadenbelastung von um die 100 Mio. CHF. Dennoch ist die Bâloise überzeugt, zum Jahresende 2005 den Gewinn gegenüber dem Vorjahr markant zu steigern. Vorbehalten bleiben weitere ausserordentliche Ereignisse.
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