Baloise Kunst-Preis an der Art 37 Basel
Basel, 13. Juni 2006. Die Bâloise-Gruppe verleiht an der Art 37 Basel zum achten Mal den Baloise Kunst-Preis.Die zwei mit je CHF 25'000.- dotierten Preise werden im Sektor "Art Statements" von einer mit internationalen Fachleuten besetzten Jury vergeben. Zusätzlich erwirbt die Bâloise Werkgruppen der Preisträger und schenkt diese Kunstwerke zwei bedeutenden europäischen Museen, der Hamburger Kunsthalle und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien.
Der Jury gehören dieses Jahr an: Patrizia Sandretto Re Rebaudengo, Vositzende der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin; Charles Esche, Direktor, Van Abbemuseum, Eindhoven; Christoph Heinrich, Leiter der Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle; Edelbert Köb, Direktor, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien und Martin Schwander, Externer Kunstberater der Bâloise, Vorsitzender der Jury.
Die Jury hat sich für folgende Preisträger entschieden: Keren Cytter und Peter Piller. Die Jury charakterisiert die ausgestellten Arbeiten folgendermassen:
Eine ganze Anzahl von Filmgenres lösen einander in Keren Cytters fünfminütigem Pasticcio „The Victim“ ab. Eine Geschichte zwischen Beziehungsdrama, Krimi, Familienserie und Soap Opera verbindet fünf Personen miteinander. In manchmal atemberaubender Geschwindigkeit werden unterschiedlichste Beziehungen offen gelegt, die sich jedoch im nächsten Moment schon wieder geändert haben können. Die Profile der einzelnen Figuren und ihre Funktionen innerhalb der erzählten Geschichtssplitter sind in ständigem Fluss. In einer Mischung aus chorisch vorgetragenem Sprechgesang und Duett folgt Auftritt auf Abgang, Intro auf Scheinschluss, Bekenntnis auf Moral, bis eine solche Verwirrung entsteht, dass auch die Darsteller nicht mehr zu wissen scheinen, welches Spiel hier eigentlich gespielt wird: vielleicht der ganz normale Wahnsinn im Spiegel der Fiktion.
Keren Cytter, *1977, Israel, lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam
Art Statements-Stand A8, Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich
Das Werk von Peter Piller stützt sich auf ein umfangreiches Archiv von Fotos aus deutschen Regionalzeitungen. Systematisch sammelt er seine Bilder und organisiert sie unter Gesichtspunkten, die gleichermassen poetisch sein können, wie sie die Absurdität ganz alltäglicher Situationen spiegeln. Menschen, Dinge und Schauplätze verdichten sich zu Kurzgeschichten, wie sie das Leben schreibt. Für die Art Basel hat Piller nun erstmals seine „Einzelbilder“ herausgeholt, also die Fotos, die sich auch nach jahrelanger Such- und Sortierarbeit jeder seiner 80 Sammelkategorien widersetzten. Die Installation „ungeklärte Fälle“ vereint nun 39 Bilder in einer kompakten Struktur, die einen offenen Dialog der Bilder ermöglicht und den Betrachter ständig anstiftet, neue Bezüge herzustellen. Eine Enzyklopädie unseres heutigen Lebens, voller Beobachtungsgabe, Ernst, Witz, Ironie und tieferer Bedeutung.
Peter Piller, *1968, Fritzlar, Deutschland, lebt und arbeitet in Hamburg
Art Statements-Stand A20, Galerie Frehrking Wiesehöfer, Köln
Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 9'100 Mitarbeitende.