Bâloise-Gruppe: Rekordgewinn von 707 Mio. CHF

Basel, 21. März 2007. Rekordgewinn von 707 Mio. CHF – Markant höhere Dividende. Die Bâloise-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2006 mit 707 Mio. CHF den höchsten Gewinn ihrer Geschichte, 75% über dem Vorjahr.

Mit einer starken operativen Leistung trugen das Versicherungsgeschäft, die Bank-Sparte, die Kapitalanlagen und alle geografischen Geschäftseinheiten zum Ergebnis bei. Gemäss Antrag des Verwaltungsrats wird die Generalversammlung vom 27. April 2007 über die Erhöhung der Bardividende um 73% auf 3.80 CHF befinden. Der Generalversammlung wird ebenfalls beantragt, 2.4% der ausstehenden Aktien zu vernichten.

Die wichtigsten Leistungswerte des Geschäftsjahres 2006 sind:

  • Gewinn von 707 Mio. CHF (Vorjahr: 404 Mio. CHF), was 12.9 CHF pro Aktie (Vorjahr: 7.3 CHF pro Aktie) entspricht
  • Eigenkapitalrendite (RoE) von 15.3% (Vorjahr: 10.3%), trotz Anstieg des Eigen­kapitals um 13.6%
  • Weiter gesteigerte Qualität der Bilanz: Steigerung der Solvabilitätsmarge auf 320%
  • Sparte Nichtleben (Schadenversicherungen): Rekordtiefer Schaden-Kostensatz netto von 94.0% (Vorjahr: 100.0%)
  • Sparte Lebensversicherungen: Erhöhung des Embedded Values um 11.4% auf 2'628 Mio. CHF; Marge des Neugeschäfts von 7.3% (Vorjahr: 5.3%); Geschäftswachstum von 39.7% im Zielsegment der anlagegebundenen Lebensversicherungen
  • Kapitalanlagen: Steigerung des Ergebnisses um 11.5% auf 2'297 Mio. CHF; Anstieg des Nettobestands der nicht realisierten Gewinne im Eigenkapital um 17.5%

Frank Schnewlin, Vorsitzender der Konzernleitung, kommentierte den Geschäftsabschluss wie folgt:

"Mit dem Rekordergebnis haben wir die Erwartungen übertroffen und unsere Versprechen eingelöst. Seit 2002 konnten wir den Gewinn Jahr für Jahr markant steigern. Die Zielrendite auf dem Eigenkapital von 15% haben wir bereits zwei Jahre früher als geplant erreicht. Das hervorragende Ergebnis spricht für unsere Stärke. Es ist der Lohn für die gute Arbeit bei der operativen Exzellenz, beim Zielkundenmanagement und beim Erschliessen werthaltiger Zielsegmente. Jetzt geht es darum, das ertragreiche Wachstum voranzutreiben."


Geschäftsgang und Resultate

Überblick: Hohe Ertragsdiversifikation

Grundlage für die markante Steigerung des Gewinns um 75% auf 707 Mio. CHF (Vorjahr: 404 Mio. CHF) bildet die hervorragende operative Leistung aller Sparten und regionalen Geschäftseinheiten. Sie sind das Ergebnis der konzernweiten strategischen Ausrichtung auf operative Exzellenz sowie auf werthaltige Zielkunden. Einen substanziellen Gewinnbeitrag leisteten die Kapitalanlagen; dank den positiven Aktienmärkten und dem wirkungsvollen Asset Management wuchs das Ergebnis gegenüber dem bereits guten Vorjahr nochmals um 11.5% auf 2'297 Mio. CHF. Insgesamt erfreut sich die Bâloise einer hohen Ertragsdiversifikation.

Das gesamte Geschäftsvolumen – einschliesslich der wiederum stark wachsenden anlagegebundenen Lebensversicherungen – stieg um 1.3% auf 7'491 Mio. CHF (Vorjahr: 7'394 Mio. CHF). Die reinen Prämieneinnahmen gemäss IFRS-Rechnungslegung beliefen sich auf 6'717 Mio. CHF gegenüber 6'839 Mio. CHF im Jahr 2005, eine Abnahme von 1.8%. Die Differenz liegt im wesentlichen in den markant um 39.7% höheren Volumina bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen. Diese Entwicklung verdeutlicht einerseits die Ausrichtung der Bâloise auf werthaltige Zielsegmente und anderseits die Fortführung des Grundsatzes von Ertrag vor Wachstum bei der Zeichnung von Neugeschäft.


Sparte Nichtleben (Schadenversicherungen): Beste je erzielte Combined Ratio

Die Sparte Nichtleben erzielte dank der überzeugenden operativen Leistung und der hohen Qualität des Portfolios sowie den stark gestiegenen Kapitalerträgen einen Rekordgewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 542 Mio. CHF. Damit wurde das Vorjahresergebnis von 255 Mio. CHF mehr als verdoppelt. Einen günstigen Einfluss hatte die sehr geringe Schadenbelastung, insbesondere das Ausbleiben von Elementar- und anderen Grossschäden. Der Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) sank auf das historisch tiefe Niveau von 90.2% brutto (Vorjahr: 100.6%) und 94.0% netto (Vorjahr: 100.0%). Im Vorjahr schlugen Unwetter in der Schweiz und in Deutschland negativ zu Buche. Alle Geschäftseinheiten verbesserten das versicherungstechnische Ergebnis oder hielten es auf sehr gutem Niveau; am markantesten war die Verbesserung im Schweizer Geschäft.

Das Geschäftsvolumen (hier identisch mit den Prämieneinnahmen gemäss IFRS-Rechnungslegung) belief sich auf 3'065 Mio. CHF (Vorjahr: 3'055 Mio. CHF), ein leichtes Plus von 0.3%. Überdurchschnittliches Wachstum in dieser Sparte verzeichneten Luxemburg mit 11.3% und Österreich (inklusive Kroatien) mit 6.9%. Allgemein dämpfte der sich in allen Märkten verschärfende Wettbewerb das Wachstum.


Sparte Lebensversicherungen: Stark gesteigerte Profitabilität

Die Sparte Lebensversicherungen erzielte einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 246 Mio. CHF (Vorjahr: 149 Mio. CHF). Die massgeblichen Faktoren waren die weiter gesteigerte betriebliche Effizienz, die höhere Werthaltigkeit des Portfolios und die positive Zinsentwicklung.

Der Embedded Value stieg von 2'360 Mio. CHF um 11.4% auf 2'628 Mio. CHF. Die für die Zukunft leicht höher modellierten Kapitalerträge trugen 83 Mio. CHF dazu bei. Ein weiterer positiver Beitrag von 115 Mio. CHF stammt – nach Berücksichtigung von Überschusseffekten – aus der besser als erwarteten Entwicklung der Kapitalmärkte. Der Wert des Neugeschäfts betrug 16 Mio. CHF, dessen Marge nahm zu auf 7.3% (Vorjahr: 5.3%).

Das Geschäftsvolumen – einschliesslich der anlagegebundenen Lebensversiche­rungen – erreichte 4'426 Mio. CHF (Vorjahr: 4'338 Mio. CHF), ein Zuwachs von 2.0%. Haupttreiber des Wachstums war das Zielsegment der anlagegebundenen Lebensversicherungen; dessen Geschäftsvolumen stieg um 39.7% auf 775 Mio. CHF (Vorjahr: 554 Mio. CHF). Besonders stark war hier der Zuwachs in Luxemburg und beim Deutschen Ring. Die Nachfrage nach klassischen Lebensversicherungen war wegen der anhaltend tiefen Zinsen weiterhin schwach, insbesondere bei den Einmaleinlagen.


Bank-Sparte: Erfolgreiches Geschäftsmodell in der Schweiz

Die Bank-Sparte erwirtschaftete dank der überzeugenden operativen Leistung aller Einheiten einen Gewinn vor Steuern und Finan­zierungskosten von 64 Mio. CHF. Der Vorjahresgewinn enthielt, als Einmaleffekt, die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken von 29 Mio. CHF bei der Bausparkasse des Deutschen Rings. Die um diesen Effekt bereinigte Steigerung beträgt rund ein Drittel. Besonders erfreulich mit 35.5% auf 30 Mio. CHF (nach lokaler Rechnungslegung) stieg der Nettogewinn der Baloise Bank SoBa. Sie erreichte damit eine Rendite auf dem Eigenkapital von 10.1% (nach lokaler Rechnungslegung). Die durch die Baloise Asset Management verwalteten Vermögen wuchsen um 4.3% auf 39.4 Mrd. CHF. Daraus resultierte der um 28.3% höhere Gewinn von 21.3 Mio. CHF.


Eigenkapital und Solvabilität: Solide Basis

Das Eigenkapital der Bâloise-Gruppe stieg – trotz Aktienrückkäufen - um 13.6% auf 5.0 Mrd. CHF (Vorjahr: 4.4 Mrd. CHF). Die Hauptquellen des Anstiegs sind der Jahresgewinn und die gute Entwicklung der Kapitalmärkte, insbesondere der Aktienanlagen. Die Konzernsolvabilität betrug ausgezeichnete 320%.


Kapitalanlagen: Substanzieller Ergebnisbeitrag

Dank der ausgezeichneten Finanzmärkte und des effizienten Asset Managements stieg das Ergebnis der Kapitalanlagen um 11.5% auf 2'297 Mio. CHF. Trotz der Realisierung von Kapitalgewinnen und der höheren Zinsen wuchs auch der Nettobestand der nichtrealisierten Gewinne im Eigenkapital um 17.5%. Der Anteil der Aktien und aktienähnlichen Anlagen im Versicherungsgeschäft lag bei 14.5% (Vorjahr: 13.9%). In der Performance von 4.5% (Vorjahr: 5.0%) widerspiegelt sich vor allem der negative Einfluss des Zinsanstiegs auf die Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere.


Geschäftseinheiten: Überzeugende operative Leistung

Alle geografischen Geschäftseinheiten trugen zum Gewinn bei und konnten ihr versicherungstechnisches Ergebnis weiter verbessern oder auf dem guten Niveau halten.

Das Segment Schweiz erzielte einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 288 Mio. CHF (Vorjahr: 97 Mio. CHF). Haupttreiber dieses Spitzenergebnisses sind die konsequente Ausrichtung auf die Zielkunden sowie die gesteigerte operative Leistung, allen voran die hervorragende Combined Ratio brutto der Basler Schweiz von 87.8% (Vorjahr: 113.3%). Das Geschäftsvolumen sank um 3.5% auf 3'730 Mio. CHF (Vorjahr: 3'865 Mio. CHF) aufgrund der schwachen Nachfrage bei den Einmaleinlagen, der wertorientierten Zeichnungspolitik sowie des zunehmenden Preisdrucks. Das Geschäftsmodell "Versicherung und Bank" (Fokussierter Finanzdienstleister) war weiter erfolgreich: die vermittelten Leistungsvolumina stiegen um 7.1% auf 463 Mio. CHF, wobei der Bestand 1'471 Mio. CHF beträgt.

Das Segment Deutschland steigerte den Gewinn vor Steuern und Finanzierungs­kosten auf 169 Mio. CHF (Vorjahr: 146 Mio. CHF). Beide Geschäftseinheiten trugen namhaft zum Gesamtergebnis der Gruppe bei. Der Deutsche Ring erzielte ein um 3.5% höheres Geschäftsvolumen von 1'238 Mio. CHF (Vorjahr: 1'196 Mio. CHF). Das Wachstum stammt hauptsächlich aus dem Zielsegment der anlagegebundenen Lebensversicherungen, die 45.6% zulegten. Der Schaden-Kostensatz erreichte mit brutto 94.4% den guten Vorjahreswert. Die Basler Versicherungen (bis 31. Januar 2007 Basler Securitas) erreichten trotz des intensiven Wettbewerbs einen Geschäftszuwachs von 0.7% auf insgesamt 1'067 Mio. CHF (Vorjahr: 1'059 Mio. CHF). Der Schaden-Kostensatz erreichte dank der gesteigerten operativen Leistung mit brutto 92.6% (Vorjahr: 93.9%) nochmals eine Verbesserung des bereits sehr guten Vorjahreswerts.

Das Segment Benelux mit der flämischen Mercator und der Bâloise Luxembourg erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungs­kosten von 231 Mio. CHF (Vorjahr: 95 Mio. CHF). Die Mercator fokussierte erfolgreich auf Produktinnovationen, auf Zielmakler und auf Effizienzsteigerungen bei den Geschäftsprozessen. Das Geschäftsvolumen reduzierte sich um 2.5% auf 739 Mio. CHF (Vorjahr: 758 Mio. CHF), vor allem durch die stark rückläufigen anlagegebundenen Lebensversicherungen. Der Schaden-Kostensatz brutto lag bei 92.7% (Vorjahr: 94.1%). Die Bâloise Luxembourg entwickelte sich sehr erfolgreich und steigerte ihr Geschäftsvolumen um 56.4% auf 535 Mio. CHF (Vorjahr: 342 Mio. CHF). Haupttreiber waren wiederum die anlagegebundenen Lebensversicherungen. Aber auch ohne diese wuchs das Volumen um 16.6%. Der Schaden-Kostensatz lag mit brutto 89.7% leicht über dem Ausnahmewert des Vorjahres von 86.8%.

Die Basler in Österreich (inkl. Kroatien) setzte dank der konsequenten Ausrichtung auf Zielkunden ihr Wachstum fort und erzielte ein um 10.6% höheres Geschäftsvolumen von 141 Mio. CHF (Vorjahr: 128 Mio. CHF). Dank des signifikant tieferen Schadensatzes verbesserte sich die Combined Ratio brutto auf 99.7% (Vorjahr: 103.7%).


Ausblick

Bei unverändert günstigen Rahmenbedingungen strebt die Bâloise weiterhin eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15% und im Nichtleben-Geschäft einen Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) von deutlich unter 100% an. Den Gewinn pro Aktie will die Bâloise kontinuierlich steigern.

Insgesamt strebt die Bâloise ein Geschäftswachstum im Marktdurchschnitt an. In den von ihr bevorzugten werthaltigen Zielsegmenten, einschliesslich den anlagegebundenen Lebensversicherungen, will die Bâloise überdurchschnittliche Zuwächse erzielen. Sie konzentriert sich auf organisches Wachstum in den bestehenden kontinentaleuropäischen Märkten, in denen sie ihre Finanzstärke auch für gezielte Akquisitionen nutzen will.

Die Bâloise-Gruppe mit Sitz in Basel (Schweiz) bietet in Kontinentaleuropa Lösungen an für Versicherung und Vorsorge. Die Strategie der Bâloise zielt auf nachhaltiges und ertrag­reiches Wachstum. Ihre Märkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Österreich und Kroatien. Die Bâloise-Gruppe beschäftigt rund 8‘000 Mitarbeitende. Die Namenaktien der Bâloise-Holding gehören zum Swiss Market Index (SMI) und werden unter dem Kürzel BALN gehandelt.

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