Gewinn von 387 Mio. CHF trotz Wirtschaftskrise
Basel, 18. März 2009. Die Bâloise-Gruppe hat sich in einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen sehr gut behauptet: Der Konzerngewinn von 386.7 Mio. CHF und der Schaden-Kostensatz von 90.9% belegen die hervorragende operative Ertragsstärke.Die konsolidierte Solvabilität beträgt ausgezeichnete 196%. Die Aktionäre erhalten eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 4.50 CHF. Die laufenden Aktienrückkäufe werden fortgeführt.
Die wichtigsten Leistungswerte des Geschäftsjahres 2008 sind:
- Gewinn von 386.7 Mio. CHF (Vorjahr: 820.1 Mio. CHF). Dies entspricht 7.32 CHF pro Aktie (Vorjahr: 15.15 CHF).
- Eigenkapitalrendite von 9.0% (Vorjahr: 16.7%).
- Ausgezeichnete Solvabilität von 196%.
- Wachstum des Geschäftsvolumens in Lokalwährungen um 0.7%.
- Gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende pro Aktie von 4.50 CHF.
- Sparte Nichtleben (Schadens- und Personenversicherungen): Hervorragender Schaden-Kostensatz von 90.9% (Vorjahr: 95.1%).
- Sparte Lebensversicherungen: Embedded Value von 2'446.2 Mio. CHF (Vorjahr: 3'230.6 Mio. CHF); der Rückgang ist bedingt durch die Auswirkungen der Finanzmarktkrise.
- Banksparte: Intakte Ertragskraft trotz marktbedingten Rückgangs des Gewinns vor Steuern und Finanzierungskosten auf 52.9 Mio. CHF (Vorjahr: 69.0 Mio. CHF).
Martin Strobel, der Vorsitzende der Konzernleitung, kommentierte: " Wir haben gezeigt, dass die Bâloise dank ihrer hervorragenden operativen Ertragskraft ein grundsolides, leistungsfähiges und sicheres Unternehmen ist. Das ausserordentlich schwierige Jahr hat aber auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, vor allem im Finanzergebnis. Auf unserem starken Fundament und mit der neuen Positionierung, der "Bâloise-Sicherheitswelt", werden wir weiter aufbauen. Bis 2012 sind wir einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa."
Neue Marken-Positionierung erschliesst Ertragspotenziale
Seit dem 13. Februar 2009 positioniert sich die Bâloise-Gruppe neu. Mit der "Sicherheitswelt" stellt sie fortan die ganzheitliche Sicherheit ins Zentrum der Unternehmensleistung. Damit geht sie weiter als die klassischen Versicherungen: Denn das Versprechen "Wir machen Sie sicherer" verbindet klassische Versicherung mit intelligenter Prävention. Bereits bietet die Bâloise in den meisten Märkten innovative Sicherheitsleistungen an, die sich bei den Kunden eines grossen Interesses erfreuen. Diese Leistungen werden sukzessive ausgebaut. Mit der neuen Positionierung erreicht die Bâloise eine klare Differenzierung zum Wettbewerb und kann mit dem konkreten Sicherheits-Mehrwert das ertragreiche Wachstum in den Zielkundensegmenten beschleunigen. Verschiedene Massnahmen werden zudem bis 2012 rund 200 Mio. CHF zum nachhaltigen Gewinn und damit zur Erreichung des strategischen Ziels beitragen.
Geschäftsgang und Resultate 2008
Überblick: Nachhaltige Ertragskraft und teilweise kräftiges Wachstum
Das gesunde Versicherungsgeschäft war die starke Ertragsstütze, während die taumelnden Finanzmärkte Abschreibungen auf den Finanzanlagen von 925.1 Mio. CHF verursachten, die das Anlageresultat massiv beeinträchtigten. Die folgenden Faktoren waren ausschlaggebend, dass die Bâloise selbst in dieser schlimmen Wirtschaftskrise ihre solide Leistung erbringen konnte: Einerseits bewirkten der konsequente Fokus auf die operative Exzellenz sowie die Ausrichtung des Vertriebs auf risikobewusste Kunden die ausgezeichnete versicherungstechnische Leistung; anderseits vermochte das in den letzten Jahren verfeinerte Risikomanagement den massiven Druck auf die Performance der Kapitalanlagen in Grenzen zu halten. Schliesslich erfreut sich die Bâloise auch eines gut diversifizierten Portfolios.
Das gesamte Geschäftsvolumen betrug 7'858.3 Mio. CHF (Vorjahr: 7'937.6 Mio. CHF). Ungünstige Währungseinflüsse und der Einbruch bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen führten zum Rückgang in Schweizer Franken von 1.0%; in Lokalwährungen resultierte ein Plus von 0.7%. Die Prämieneinnahmen gemäss IFRS-Rechnungslegung beliefen sich auf 6'953.9 Mio. CHF (Vorjahr: 6'868.4 Mio. CHF), eine Zunahme von 2.8% in Lokalwährungen und von 1.2% in Schweizer Franken. Angesichts des andauernden Preisdrucks im Nichtlebengeschäft und der schwierigen Rahmenbedingungen bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen werten wir das Erreichte als zufriedenstellend. Die Wachstumsimpulse stammen vor allem aus dem Segment Nichtleben. Markant war der Zuwachs in der Schweiz, in Belgien, Luxemburg und Österreich.
Kapitalanlagen: Schadensbegrenzung im Sturm
Um die Risiken zu minimieren, wurde der Anteil der Aktien und aktienähnlichen Anlagen im Versicherungsgeschäft durch physische Verkäufe gezielt abgebaut. Zudem wurde das Aktienexposure durch den Einsatz von Derivaten kontinuierlich reduziert. Die Aktienquote (Aktien und aktienähnliche Anlagen) vor Absicherungen sank daher von 13.1% im Vorjahr deutlich auf 7.4% zum Jahresende. Nach Berücksichtigung der Absicherungen beträgt sie noch 5.1%.
Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen stiegen leicht auf 2'053.1 Mio. CHF. Die Verwerfungen an den Aktien-und Devisenmärkten führten jedoch zu einem starken Anstieg der Wertberichtigungen, welche durch den Erfolg aus den Absicherungsderivaten nur teilweise kompensiert werden konnten. Dank der hohen Qualität des Obligationenportfolios waren die Wertberichtigungen bei den festverzinslichen Wertpapieren gering. Im sehr schwierigen Finanzmarktumfeld sank das Ergebnis der Kapitalanlagen um 44.4% auf 1'406.7 Mio. CHF. In der Performance von -0.4% spiegelt sich vor allem der negative Einfluss der Aktienmärkte und der Wechselkurse wieder.
Sparte Nichtleben (Schadens- und Personenversicherungen):
Exzellentes Versicherungsgeschäft
Die Sparte Nichtleben konnte sich dank der überzeugenden operativen Leistung und der in den letzten Jahren aufgebauten hohen Qualität des Versicherungsportfolios gut entwickeln. Sie erzielte einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 423.2 Mio. CHF (Vorjahr: 508.6 Mio. CHF). Den Rückgang verursachten die Abschreibungen auf den Finanzanlagen. Die Schadenentwicklung verlief normal mit einer durchschnittlichen Ausprägung an Grossschäden. Der Schaden-Kostensatz erreichte ein hervorragendes Niveau; er verbesserte sich nochmals deutlich auf brutto 88.1% (Vorjahr: 93.0%) beziehungsweise auf netto 90.9% (Vorjahr: 95.1%). Alle strategischen Geschäftseinheiten verbesserten oder hielten den Schaden-Kostensatz; die Basler Schweiz erzielte eine neue Rekordmarke. Das Geschäftsvolumen (in dieser Sparte identisch mit den Prämieneinnahmen gemäss IFRS-Rechnungslegung) belief sich auf 3'214.8 Mio. CHF (Vorjahr: 3'190.6 Mio. CHF), ein überzeugendes Plus in Lokalwährungen von 2.8%. Die ungünstigen Wechselkurse reduzierten das Wachstum in Schweizer Franken auf 0.8%.
Sparte Lebensversicherungen: Profitabel trotz schwierigem Umfeld
Im Sog der Finanzkrise und der schwachen Konjunktur erzielte die Sparte Lebensversicherungen einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 89.2 Mio. CHF (Vorjahr: 407.1 Mio. CHF). Im Marktvergleich ist es indessen sehr erfreulich, dass die Sparte in der Gewinnzone geblieben ist. Das tiefere Ergebnis hat verschiedene Gründe: Die Hauptursache liegt in den negativen Einflüssen der Finanzmärkte und den daraus folgenden Abschreibungen auf den Finanzanlagen. Hinzu treten die gesetzlichen Garantien im Schweizer Kollektivlebengeschäft sowie die teilweise noch hohen Garantiezinsen bei bestehenden Lebensversicherungs-Verträgen.
Der Embedded Value sank im Berichtsjahr von 3’230.6 Mio. CHF auf 2’446.2 Mio. CHF, was einem Return on Embedded Value von –20.1% entspricht. Der Rückgang widerspiegelt die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die zurückhaltenden Annahmen für die Zukunft. Der Wert des Neugeschäfts betrug 19.4 Mio. CHF. Die Neugeschäftsmarge lag bei 7.9% (Vorjahr 9.5%).
Das Geschäftsvolumen – die anlagegebundenen Lebensversicherungen eingeschlossen – erreichte 4'643.5 Mio. CHF (Vorjahr: 4'747.0 Mio. CHF), ein Minus von 0.7% in Lokalwährungen und von 2.2% in Schweizer Franken. Die Geschäftsentwicklung widerspiegelt die Einflüsse der Konjunktur und der Finanzmärkte in dieser Sparte: Entsprechend der intakten Nachfrage stiegen die Prämieneinahmen (IFRS-Rechnungslegung) bei den klassischen Lebensversicherungen um 2.8% in Lokalwährungen und um 1.7% in Schweizer Franken. Das Geschäftsvolumen der anlagegebundenen Lebensversicherungen sank um 12.6% (15.4% in CHF), vor allem in Luxemburg. Zwecks Steigerung der Attraktivität des Geschäfts lancierten wir gegen Jahresende in der Schweiz erfolgreich das Produkt "Rentasafe" auf der Basis von Variable Annuities.
Banksparte: Intakte Ertragskraft
Die Banksparte erzielte im Vergleich zum ausgezeichneten Vorjahresergebnis einen tieferen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 52.9 Mio. CHF (Vorjahr: 69.0 Mio. CHF). Der Gewinn der Baloise Bank SoBa belief sich nach lokaler Rechnungslegung auf 24.9 Mio. CHF (Vorjahr: 30.4 Mio. CHF). Den Rückgang verursachten die tieferen Zinsmargen und Kommissionserträge. Die Baloise Asset Management realisierte einen marktbedingt tieferen Gewinn von 11.4 Mio. CHF (Vorjahr: 18.5 Mio. CHF). Die Baloise Fund Invest steigerte ihr Ergebnis um 7.4% auf 8.7 Mio. CHF.
Eigenkapital und Solvabilität: Solide und sichere Basis
Das Eigenkapital der Bâloise-Gruppe betrug am 31. Dezember 2008 total 3'895.6 Mio. CHF (Vorjahr: 4'975.3 Mio. CHF). Die Abnahme um 1'079.7 Mio. resultiert aus der Entwicklung der Kapitalmärkte und der Währungen, der Dividendenausschüttung und den Aktienrückkäufen; das Jahresergebnis von 386.7 Mio. CHF konnte diesen Rückgang nicht ausgleichen. Die Eigenkapitalrendite lag bei 9.0%. Die Konzernsolvabilität betrug per Ende 2008 trotz der negativen Kapitalmarktentwicklung ausgezeichnete 196%. Mit dem Antrag an die Generalversammlung vom 30. April 2009 auf 10% genehmigtes Kapital wird angestrebt, die finanzielle Flexibilität zu verbessern, um von profitablen Wachstumschancen profitieren zu können.
Geschäftseinheiten: Robustes Versicherungsportfolio
Alle Geschäftseinheiten verfügen über ein solides Versicherungsportfolio. Im Nichtlebengeschäft verbesserten oder hielten alle Einheiten ihren Schaden-Kostensatz. Die Mehrzahl erreichte ein erfreuliches Geschäftswachstum.
Dank der tadellosen operativen Leistung im Kerngeschäft Versicherung vermochte das Segment Schweiz seine ausgezeichnete operative Rentabilität zu bestätigen. Der Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten erreichte 235.8 Mio. CHF (Vorjahr: 402.9 Mio. CHF). Das Ergebnis liegt zwar deutlich unter dem Rekordergebnis des Vorjahres, welches jedoch unter einer wesentlich günstigeren Konstellation entstand. Das Geschäftsvolumen erreichte 3'867.2 Mio. CHF (Vorjahr: 3'742.7 Mio. CHF). Die Steigerung von 3.3% liegt über dem Schweizer Marktdurchschnitt. Vor allem in den Zielsegmenten beschleunigte sich das Wachstum weiter. Besonders erfreulich ist der Zuwachs bei den klassischen Lebensversicherungen. Die Sparte Nichtleben glänzte mit ihrem hervorragenden Schaden-Kostensatz: Er verbesserte sich dank der weiter rückläufigen Schadenfrequenz und einer durchschnittlichen Grossschadenbelastung sowie weiterer Optimierungen auf dem Rekordniveau von brutto 81.4% (Vorjahr: 88.6%). Das Geschäftsvolumen der Sparte stieg um 1.1%, was über dem Marktdurchschnitt liegt. Die Sparte Lebensversicherungen wuchs um 4.5%. Konjunkturbedingt hoch war die Nachfrage im Kollektivlebengeschäft mit einem Plus von 5.8%. Im Einzellebengeschäft sorgte das Plus der Einmaleinlagen von 14.8% für ein Wachstum von 2.0%. Die Baloise Bank SoBa erzielte einen Gewinn nach lokaler Rechnungslegung von 24.9 Mio. CHF (Vorjahr: 30.4 Mio. CHF). Die wesentlich tieferen Zinsmargen und Kommissionserträge führten zum Rückgang. Aus dem Geschäftsmodell des fokussierten Finanzdienstleisters gewann sie über 5'500 neue Kunden. Die neuen Leistungsvolumina stiegen um 627 Mio. CHF oder 16% gegenüber 2007.
Die deutschen Geschäftseinheiten Basler Versicherungen und Deutscher Ring erzielten zusammen im umkämpften Markt einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 93.4 Mio. CHF (Vorjahr: 194.7 Mio. CHF). Den Hauptbeitrag dazu leisteten die Sachversicherungen. Die Basler Versicherungen erzielten ein Geschäftsvolumen von 1'063.7 Mio. CHF. In Lokalwährung bedeutet dies eine Zunahme von 1.5%, die über dem Marktdurchschnitt liegt. Das Wachstum der Kernsparte Sachversicherungen belief sich auf 2.1%. Die Basler vermochte versicherungstechnisch wiederum zu überzeugen: Der Schaden-Kostensatz lag bei brutto 94.2%, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 97.3%. Entsprechend des schrumpfenden Gesamtmarktes sank das Geschäftsvolumen bei den Lebensversicherungen um 0.9%. Die zur Bâloise gehörenden Deutscher Ring Sachversicherungs-AG und Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG kamen zusammen auf ein Geschäftsvolumen von 1'261.7 Mio. CHF, eine Zunahme in Lokalwährung von 0.4%. Der Schaden-Kostensatz der Sachversicherungseinheit verbesserte sich auf brutto 90.3% im Vergleich zu 97.2% im Vorjahr.
Die Deutscher Ring Sachversicherungs-AG (Deutscher Ring Sach) und die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG (Deutscher Ring Leben) sowie die Basler Versicherungen wollen ihren Vertrieb erheblich stärken und gleichzeitig ihre Effizienz und Flexibilität erhöhen. Ziel ist es, in den nächsten Jahren schneller als der Markt zu wachsen. Das ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme, das die Gesellschaften heute in Hamburg vorgelegt haben. Die Deutschlandstrategie fügt sich in die Konzernstrategie ein, derzufolge die Bâloise bis zum Jahr 2012 zu einem der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa werden will.
Um den Vertrieb zu stärken, streben die Gesellschaften an, ihre Ausschliesslichkeits- bzw. Stammorganisationen unter einer einheitlichen Leitung zusammenzuführen. Damit würde die Gruppe die Vertriebskraft ihrer rund 950 eigenen Vermittler bündeln. Daneben soll die Zusammenarbeit mit der OVB und anderen Partnervertrieben weiter ausgebaut werden. Mehr Effizienz und Flexibilität sollen durch klare Kompetenzzentren erreicht werden. Dabei wird Hamburg zum Kompetenzzentrum für das Lebensversicherungs-geschäft und Bad Homburg zum Kompetenzzentrum für das Sachversicherungsgeschäft ausgebaut. Die höhere Effizienz führt zu Synergien von 20 bis 25 Mio. EUR pro Jahr, die nach heutigen Erwartungen im Jahr 2012 erstmals voll realisiert werden. Die grössten Synergien werden beim Personal und in der IT entstehen. Bis zum Jahr 2012 sollen deutschlandweit ca. 230 von rund 1'800 Vollzeitstellen sozialverträglich abgebaut werden. Das entspricht einem Anteil von rund 13%.
Der nicht zur Bâloise gehörende Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. wird mit der Signal Iduna zum 1. April 2009 einen Gleichordnungskonzern bilden. Angesichts dieser Lage strebt die Bâloise mit diesen beiden Gesellschaften eine rasche Klärung der weiteren Zusammenarbeit an. Erste Gespräche zwischen der Bâloise und der Signal Iduna haben bereits stattgefunden. Beide Parteien haben dabei ihr Interesse an einer zügigen und einvernehmlichen Lösung bekundet. Für den Fall, dass eine einvernehmliche Lösung nicht gelingen sollte, ist die Bâloise vorbereitet, den eingeschlagenen Kurs auch eigenständig umzusetzen.
Das Segment Benelux mit der flämischen Mercator und der Bâloise Luxembourg erzielte einen Gewinn vor Steuern und Finanzierungskosten von 96.0 Mio. CHF (Vorjahr: 183.6 Mio. CHF). Beide Einheiten konnten signifikant wachsen. Mit innovativen Produkten vermochte Mercator neues Geschäft anzuziehen. Ihr Geschäftsvolumen stieg in Lokalwährung um erfreuliche 3.9% auf 796.2 Mio. CHF. In der Sparte Nichtleben erreichte Mercator dank der weiter verbesserten Anbindung der Zielmakler ein Wachstum von 3.6%. Der Schaden-Kostensatz brutto lag mit 94.5% geringfügig über dem Vorjahreswert von 94.3%. Bei den Lebensversicherungen resultierte ein Anstieg des Geschäftsvolumens von 4.7%. Die Bâloise Luxembourg erreichte im klassischen Versicherungsgeschäft ein markantes Wachstum. Das IFRS-Prämienvolumen stieg in Lokalwährung um 9.7% auf 101.8 Mio. CHF. Dem gegenüber sank das Geschäftsvolumen wegen der stark rückläufigen anlagegebundenen Lebensversicherungen um 23.1%. Sehr leistungsstark war die Sparte Nichtleben mit einem Wachstum von 8.0%, was deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Der Schaden-Kostensatz brutto verbesserte sich auf sehr gute 88.4% gegenüber 91.6% im Jahr 2007. Bei den klassischen Lebensversicherungen resultierte ein starkes Plus von 11.7%.
Die Basler Österreich ist weiterhin auf dem Vormarsch und übertraf ihre Wachstumsziele. Die Hauptursachen dafür liegen im gezielten Ausbau der Vertriebsorganisation, der Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Vertriebspartnern und der Positionierung auf die "Sicherheitswelt", die klassische Versicherung mit intelligenter Prävention verbindet. Das Geschäftsvolumen stieg in Lokalwährung um 11.7% auf 158.5 Mio. CHF. Die Sparte Nichtleben steigerte das Geschäftsvolumen um 10.7%, was deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Der Schaden-Kostensatz brutto blieb mit 99.8% auf dem Niveau des Vorjahres. Lokale Stürme belasteten das Schadenergebnis. Die Lebensversicherungen steigerten das Geschäftsvolumen um 14.7%, wobei sich die anlagegebundenen Versicherungen trotz der Finanzkrise nahezu verdoppelten. Die klassischen Lebensversicherungen schrumpften um 1.6%.
In Kroatien wurden die Basler Osiguranja und die Osiguranje Zagreb erfolgreich operativ zusammengeführt. Beide zogen in gemeinsame Geschäftsräume, um die Betriebsabläufe zu vereinfachen und die Integration zu beschleunigen. Zudem stand im Vordergrund, das bestehende Versicherungsportfolio unter Risiko- und Profitabilitätsaspekten zu bereinigen. Jetzt geht es darum, die Effizienz zu steigern und Wachstum zu erzielen. Die Restrukturierungen und neue risikobasierte Zeichnungsrichtlinien führten zum tieferen Geschäftsvolumen der Osiguranje Zagreb und zum negativen Gewinnbeitrag. In Serbien nahm die Basler Anfang 2008 ihren Betrieb auf. Das Geschäftsvolumen in Kroatien und Serbien zusammen belief sich auf 107.0 Mio. CHF. Der Vergleich zum Vorjahr ist nicht aussagekräftig, da die Osiguranje Zagreb erst in der zweiten Jahreshälfte 2007 übernommen wurde.
Ausblick
Wir rechnen auch in den kommenden Jahren mit volatilen Finanzmärkten und einer unsicheren konjunkturellen Entwicklung. In unseren Prognosen über den Geschäftsverlauf sind wir zurückhaltend. Aufbauend auf unserem sehr leistungsfähigen und ertragsstarken Kerngeschäft wollen wir wie bisher über den Versicherungszyklus eine Eigenkapitalrendite von 15% erzielen und den Gewinn pro Aktie kontinuierlich steigern. Im Nichtlebengeschäft streben wir weiterhin einen Schaden-Kostensatz von deutlich unter 100% an.
Anmerkungen für die Redaktionen:
Neuheiten im Online-Geschäftsbericht 2008:
Neu finden Sie im Online-Geschäftsbericht unter www.baloise.com/geschaeftsbericht eine Videobotschaft des Präsidenten des Verwaltungsrats sowie einen interaktiven Kennzahlenvergleich.
Informationen zur neuen Markenpositionierung "Sicherheitswelt":
Weiterführende Informationen und Beispiele zur neuen Markenpositionierung finden sich unter:
- www.baloise.com/sicherheitswelt
- www.baloise.ch/sicherheitswelt
- www.basler.de
- www.deutscherring.de/sicherheit
- www.baloise.lu
- www.basler.at
Informationen zu Deutschland:
Weitere Informationen
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Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 9'100 Mitarbeitende.