Generalversammlung: Baloise mit starkem Wachstum und hoher Dividendenrendite
Basel, 23. April 2010. An der heutigen Generalversammlung legt der Verwaltungsrat der Bâloise Holding AG den Aktionären Rechenschaft ab über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009. Dieses war gekennzeichnet durch das herausragende Wachstum von 27.0% beim Geschäftsvolumen sowie die Steigerung des Gewinns um 8.9% auf 421 Mio. CHF.Dr. Rolf Schäuble, der Präsident des Verwaltungsrats der Bâloise Holding AG kann heute den Aktionären berichten, dass sich die Baloise Group im Geschäftsjahr 2009 im rezessiven Umfeld hervorragend bewährt hat. Das starke Wachstum zeigt, dass die Chancen im Markt erfolgreich genutzt und die Marktposition ausgebaut werden konnten. Die Baloise erfreut sich eines gesunden Kerngeschäfts mit leistungsfähigen Geschäftssparten und einer der stärksten Bilanzen in der europäischen Versicherungsbranche. Mit dem Programm "Baloise 2012" soll die Ertragskraft bis zum Jahr 2012 dauerhaft um 200 Mio. CHF gesteigert werden. Dieses Programm ist auf Kurs und brachte bereits im Jahr 2009 einen Ergebnisbeitrag von 34 Mio. CHF.
Unverändert hohe Dividende
Im Jahr 2009 konnte die Baloise Group wichtige finanzielle Zielgrössen verbessern: Die Eigenkapitalrendite stieg auf 10.3%, während der Gewinn pro Aktie sich um 17.9% auf 8.64 CHF erhöhte. Das Aktienrückkaufprogramm wird um ein weiteres Jahr bis April 2011 verlängert. Dank des guten Ergebnisses und der finanziellen Stärke beantragt der Verwaltungsrat der heutigen Generalversammlung eine gegenüber dem Vorjahr unverändert hohe Brutto-Dividende von 4.50 CHF. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 5.2%.
Ansprechender Start im 1. Quartal 2010
Die Baloise ist gut ins Jahr 2010 gestartet. Das Geschäftsvolumen des Versicherungsgeschäfts entwickelte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 innerhalb der Erwartungen und liegt auf Marktniveau. In der Schweiz konnte die Baloise Bank SoBa ein gutes Wachstum erzielen. Wegen Unwetter- und Grossschäden von rund 50 Mio. CHF war die Schadenbelastung deutlich höher als im Vorjahresquartal.
Renten-Umwandlungssatz: Auch Versicherer sind gefordert
Nachdem das Schweizer Volk die Senkung des Renten-Umwandlungssatzes am 7. März 2010 deutlich abgelehnt hatte, geht es nun darum, für das BVG im Rahmen des Dreisäulenmodells der schweizerischen Sozialversicherung eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu finden. "Unsere Argumente für einen tieferen Umwandlungssatz sind stichhaltig; wir konnten damit aber offensichtlich nicht überzeugen", kommentiert Dr. Rolf Schäuble. "Die Abstimmung hat gezeigt, dass das Schweizer Volk kein Flickwerk will und daher eine strategische Lösung wichtig ist. Hier sind auch wir Privatversicherer besonders gefordert und müssen aktiv zu einer Verbesserung beitragen. Tabus darf es dabei keine geben".
Schweiz muss zum strategischen Handeln zurückfinden
In seiner präsidialen Rede äussert sich VR-Präsident Dr. Rolf Schäuble seit vielen Jahren zu politischen Entwicklungen. Aktuell stellt sich die Frage, wie die Schweiz mit dem beträchtlichen internationalen Druck umgehen soll. Auf den ersten Blick scheint kaum ein Grund zur Sorge zu bestehen: Die Schweiz hat die Krise gut gemeistert und die wirtschaftliche Basis ist intakt, vielleicht sogar glänzend. "Am Beispiel des Desasters mit den Holocaust-Geldern oder des Bankgeheimnisses wird jedoch klar, dass fundamentale Herausforderungen nicht angegangen werden. Dem Beobachter zeigt sich das Bild einer orientierungslosen politischen Führung, die dem Druck mit einem Flickwerk von Aktionen ohne Kohärenz begegnet. Die Parteien kochen ihr eigenes Wahlsüppchen, und der Bundesrat tut das, was ihm in diesem Umfeld übrig bleibt: verwalten und den Schaden begrenzen. Die Schuld an der Situation wird überall gesucht – bei den Nachbarländern, der EU, den globalen Unternehmen – nur nicht bei sich selbst."
Für den Baloise-Präsidenten lautet die Schlüsselfrage: "Wie kann sich die Schweiz besser auf die nächste Krise vorbereiten?"
Die Antwort heisst: Gestalte, oder du wirst gestaltet. Die Schweiz wird man auf dem internationalen Parkett nur ernst nehmen, wenn sie sich auf ihre Werte besinnt und ihre internationalen Beziehungen aktiv gestaltet. Die Förderung der Steuerhinterziehung oder die Umgehung nationalen Rechts darf für Schweizer Unternehmen kein Geschäftsmodell darstellen, wohl aber die bewährten Werte geschützt werden: die Integrität und die Diskretion, das Recht, sein Geld dort anzulegen, wo es subjektiv am sichersten ist. Die Schweiz muss für ihre Werte einstehen und nicht jeden Unsinn akzeptieren, der einer ausländischen Regierung gerade einfällt.
"In Krisen bewährt sich am besten, wer darauf vorbereitet ist. Dazu müssen die Werte bekannt sein, für die man einstehen will. Wissen wir in der Schweiz, welche Werte für uns unverzichtbar sind? Von einem börsenkotierten Unternehmen wird verlangt, dass die Strategie in fünf guten Gründen beschreiben kann. Es gibt keine fünf guten Gründe ohne Strategie. Welche Grundwerte und welche Strategie garantieren eine unabhängige Schweiz von morgen? Genau hier haben wir in der Schweiz Nachholbedarf", fasst Dr. Rolf Schäuble seine Analyse zusammen.
"Es ist Zeit, dass sich wenige, kluge Köpfe zusammentun, um fünf gute Gründe für die Schweiz zu definieren. Dann könnte unser Land zum strategischen Handeln zurückfinden. Alle klugen und mutigen Köpfe sind aufgefordert; nicht nur die Politiker und die Spitzenverbände, sondern auch die Unternehmensführer", dies die Schlussfolgerung von Dr. Rolf Schäuble.
Weitere Informationen
- Medienmappe Generalversammlung 2010 (Referat Rolf Schäuble, Einladung etc.)
Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 9'100 Mitarbeitende.