Baloise mit starkem Wachstum und hoher Dividendenrendite
Basel, 18. März 2010. Die Baloise hat 2009 eine überzeugende Leistung erbracht; der Gewinn stieg um 8.9% gegenüber dem Vorjahr.Herausragend war das Wachstum des Geschäftsvolumens mit 27.0%, vor allem getragen durch die anlagegebundenen Lebensversicherungen. Die konsolidierte Solvabilität beträgt ausgezeichnete 230%. Die Bardividende für die Aktionäre bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert hoch bei 4.50 CHF pro Aktie; dies entspricht einer Dividendenrendite von 5.2%.
Die wichtigsten Leistungswerte des Geschäftsjahres 2009 sind:
- Gewinn von 421.0 Mio. CHF (Vorjahr: 386.7 Mio. CHF), ein Plus von 8.9%.
- (nach Minderheiten: 414.1 Mio. CHF; +15.6%)
- Gewinn pro Aktie von 8.64 CHF (Vorjahr: 7.33 CHF), ein Plus von 17.9%
- Eigenkapitalrendite von 10.3% (Vorjahr: 9.0%), ein Plus von 14.4%.
- Ausgezeichnete Solvabilität von 230% (Vorjahr: 196%), ein Plus von 17.3%.
- Eigenkapital von 4'510.0 Mio. CHF, ein Plus von 15.8%.
- Wachstum des Geschäftsvolumens in Lokalwährungen um 27.0%.
- Ausschüttung von 4.50 CHF pro Aktie führt zu einer hohen Dividenden-rendite von 5.2%.
- Sparte Nichtleben (Schadens- und Personenversicherungen): Schaden-Kostensatz netto von 94.4% (Vorjahr: 90.9%), beeinflusst durch Naturereignisse, Grossschäden und Rezessionseffekte.
- Sparte Lebensversicherungen: Embedded Value von 2'826.9 Mio. CHF (Vorjahr: 2'446.2 Mio. CHF); Neugeschäftsmarge von 10.1% (Vorjahr 7.9%)
- Banksparte: Um 1 Mrd. CHF höheres Leistungsvolumen (Kreditaktiven, Kundengelder, Depots) der Baloise Bank SoBa.
Martin Strobel, der Vorsitzende der Konzernleitung, kommentierte: "Die Baloise hat sich im rezessiven Umfeld hervorragend bewährt. Unser sehr starkes Wachstum zeigt, dass wir die Chancen im Markt erfolgreich nutzen und unsere Marktposition ausbauen konnten. Wir haben investiert, während Andere restrukturierten. Wir verfügen über ein gesundes Kerngeschäft mit leistungsfähigen Geschäftssparten. Unsere Bilanz ist eine der stärksten in Europa. Die innovative Sicherheitswelt, die Versicherung und Prävention kombiniert, bringt messbare Effekte. Mit diesen Erfolgen sind wir unserem Ziel, bis 2012 einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer Europas zu werden, ein gutes Stück näher gekommen."
Marken-Positionierung zeigt erste Ergebnisse
Anfang 2009 lancierte die Baloise die neue konzernweite Markenpositionierung "Baloise-Sicherheitswelt". Sie bezweckt eine klare Differenzierung zum Wettbewerb mit dem Zweck, bei den Zielkunden überdurchschnittlich zu wachsen. Die Sicherheitswelt verbindet klassische Versicherung umfassend mit Prävention, ein in der Versicherungsbranche neuer strategischer Ansatz. Die Markenpositionierung wurde im Jahr 2009 in allen Geschäftseinheiten erfolgreich eingeführt und zeitigt bereits erste positive Auswirkungen auf das Wachstum und den Ertrag: Die Zahl der Versicherungsverträge pro Kunde stieg in den Zielsegmenten spürbar. Die Vertriebsproduktivität nahm zu und die Kundenbindung verbesserte sich. Mehrere unabhängige Kundenbefragungen, insbesondere in der Schweiz, in Deutschland und in Luxemburg ergaben, dass die Sicherheitswelt bereits einen wesentlichen Einfluss auf die Attraktivität der Marke, auf das Image und die Loyalität ausübt. Die Sicherheitswelt macht die Kunden zu Markenbotschaftern; Marktforschungen in der Schweiz, Deutschland und Luxemburg belegen dies anhand der signifikant gestiegenen Wiederempfehlungsrate.
Konzernweites Programm zur Ertragssteigerung
Das im Geschäftsjahr 2009 lancierte Effizienzsteigerungs- und Wachstumsprogramm "Baloise 2012" umfasst konzernweit gegen 100 Massnahmen. Das Ziel dieses Programms ist es, bis 2012 die Ertragskraft der Baloise dauerhaft um 200 Mio. CHF zu steigern. 2009 resultierte ein Effekt (nach Investitionen) auf das Nettoergebnis von 34 Mio. CHF.
Geschäftsgang und Resultate 2009
Überblick: Kräftiges Wachstum
Alle Geschäftssparten leisteten im rezessiven Umfeld gute Arbeit und lieferten substantielle Ergebnisbeiträge. Damit bekräftigten sie die konstante Leistungsfähigkeit der Baloise. Erfreulich entwickelten sich die Kapitalanlagen, was sich insbesondere positiv auf das Ergebnis der Lebensversicherungen und auf die weiter verbesserte Bilanz auswirkte. Das sehr erfreuliche Wachstum des Geschäftsvolumens ist das Resultat des grossen Vertrauens der Kunden in die Stabilität, die Zuverlässigkeit und die Leistungen der Baloise; signifikant war die Zunahme in erster Linie bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen und bei der betrieblichen Vorsorge. Die Baloise erbrachte ihre Leistungen in einem Umfeld mit Kriseneinflüssen. So dämpften Wertberichtigungen (Folge-Impairments) bei den Kapitalanlagen, die tiefen Zinsen und die in rezessiven Phasen allgemein höhere Schadentendenz die Geschäftsentwicklung.
Die Baloise realisierte im Geschäftsjahr 2009 ein starkes Wachstum. Das Geschäftsvolumen, welches die anlagegebundenen Lebensversicherungen einschliesst, betrug 9'765.4 Mio. CHF (Vorjahr: 7'858.3 Mio. CHF). Der markante Zuwachs von 27.0% in Lokalwährungen stammt in erster Linie von den anlagegebundenen Lebensversicherungen der Baloise Life in Liechtenstein. Markante Wachstumsimpulse kommen aus der beruflichen Vorsorge in der Schweiz sowie aus Belgien, Luxemburg und Österreich. Die Wechselkursentwicklung führte zu einem tieferen Wachstum in Schweizer Franken.
Sparte Nichtleben (Schadens- und Personenversicherungen): stabile Leistung im anspruchsvollen Umfeld
Die Sparte Nichtleben (Schadens- und Personenversicherungen) erbrachte dank der hohen Qualität des Versicherungsportfolios eine solide Leistung und konnte den rezessionsbedingten Anstieg der Schäden gut verkraften. Sie erzielte einen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 382.6 Mio. CHF (Vorjahr: 423.2 Mio. CHF). Im versicherungstechnischen Ergebnis minderten tiefere währungsbereinigte Prämien und höhere Versicherungsleistungen aufgrund von Grossschäden und Naturereignissen das Ergebnis, vor allem im Vergleich zum schadenarmen Vorjahr; tiefere Kosten und ein deutlich positives Abwicklungsergebnis wirkten erhöhend auf das Resultat. Das Anlageergebnis der Sparte stieg zwar um 30.8%, konnte aber die erwähnten Effekte nicht vollständig kompensieren. Der Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) betrug somit brutto 91.2% (Vorjahr: 88.1%).
Der Nettowert (nach Berücksichtigung der Rückversicherung) lag bei 94.4% (Vorjahr: 90.9%).
Das Geschäftsvolumen (in dieser Sparte identisch mit den IFRS-Prämieneinnahmen) belief sich auf 3'136.4 Mio. CHF (Vorjahr: 3'214.8 Mio. CHF), ein Plus in Lokalwährungen von 0.5%, beziehungsweise ein währungsbedingtes Minus in CHF von 2.4%. Gute Zuwächse erzielten die Geschäftseinheiten in Luxemburg, Österreich und Belgien.
Sparte Lebensversicherungen: starkes Wachstum und deutliche Gewinnsteigerung
Die Sparte Lebensversicherungen konnte dank der zahlreichen Optimierungsmassnahmen und der guten Kapitalerträge den Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern um 69.3% auf 151.0 Mio. CHF (Vorjahr: 89.2 Mio. CHF) steigern. Den grössten Einfluss auf dieses gute Resultat hatte das um rund 1.2 Mrd. CHF bessere Ergebnis der Kapitalanlagen.
Das Geschäftsvolumen, welches die anlagegebundenen Lebensversicherungen einschliesst, erreichte rekordhohe 6'629.0 Mio. CHF (Vorjahr: 4'643.5 Mio. CHF). Die Steigerung von 45.4% in Lokalwährungen stammt hauptsächlich aus den anlagegebundenen Lebensversicherungen der Baloise Life in Liechtenstein. Der Zuwachs bei den klassischen Lebensversicherungen (IFRS-Prämienvolumen) belief sich auf 1.1% in Lokalwährungen; in CHF war die Entwicklung um 0.4% leicht rückläufig. Das Jahresprämien-Äquivalent (APE) des Neugeschäfts war mit 253.1 Mio. CHF etwas höher als im Vorjahr.
Der Embedded Value der Lebensversicherungen stieg auf 2'826.9 Mio. CHF (Vorjahr: 2'446.2 Mio. CHF). Dies entspricht einem Return on Embedded Value von 13.1%. Die für die Zukunft modellierten ökonomischen Bedingungen und Überschüsse trugen 102.1 Mio. CHF zum Embedded Value bei. Der Wert des Neugeschäfts beträgt 25.5 Mio. CHF; die Marge des Neugeschäfts liegt bei 10.1% (Vorjahr: 7.9%).
Banksparte: starker Zufluss von Neugeldern
Die Banksparte erzielte einen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 61.0 Mio. CHF (Vorjahr: 52.9 Mio. CHF). Die Steigerung um 15.3% stammt vor allem aus höheren Gebühreneinnahmen der Baloise Asset Management. Die schweizerische Baloise Bank SoBa verzeichnete einen starken Zuwachs des Leistungsvolumens von insgesamt 1 Mrd. CHF im Kernmarkt Solothurn und aus dem Geschäftsmodell des fokussierten Finanzdienstleisters.
Der Gewinn der Bank sank marktbedingt gemäss lokaler Rechnungslegung leicht auf 23.7 Mio. CHF (Vorjahr: 24.9 Mio. CHF).
Kapitalanlagen: überzeugender Ergebnisbeitrag
Das gute Kapitalanlageergebnis widerspiegelt die besseren Bedingungen an den Finanzmärkten, nach den Tiefstständen im ersten Quartal dieses Jahres. Der Nettoertrag von 1'697.1 Mio. CHF (Vorjahr: 1'406.7 Mio. CHF) entspricht einer Nettorendite von 3.1%. Die wiederkehrenden Erträge betrugen 1'921.2 Mio. CHF und lagen damit vor allem aufgrund tieferer Dividendenerträge unter dem Vorjahreswert. Die Erholung an den Kapitalmärkten führte zu deutlich tieferen Wertberichtigungen, was sich positiv auf den Ertrag auswirkte. Die IFRS-Performance (einschliesslich nicht erfolgswirksame Netto-Wertveränderungen der Kapitalanlagen) betrug 4.9%, eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von -0.4%.
Zum Jahresende bildeten Aktien und aktienähnliche Anlagen 5.9% der Kapitalanlagen (Vorjahr: 5.1%). Die Hedge Funds kehrten zu positiven Renditen zurück, während die Anlagen in Private Equities die negative Entwicklung der Aktienmärkte mit Zeitverzug nachvollzogen.
Die Wertberichtigungen bei den Instrumenten mit Eigenkapitalcharakter beliefen sich auf brutto 235.4 Mio. CHF und lagen damit um über 70% unter dem Vorjahr. Sie umfassen auch Wertberichtigungen bei den alternativen Finanzanlagen und den indirekten Immobilienanlagen.
Die direkt gehaltenen Liegenschaften zeichneten sich durch ihre grosse Wert- und Ertragsstabilität aus. Auf hypothekarische Ausleihungen waren sehr geringe Wertberichtigungen vorzunehmen.
Dasselbe gilt für die festverzinslichen Wertpapiere. Dank der ausgezeichneten Schuldnerqualität waren die Wertberichtigungen mit 11.3 Mio. CHF brutto (Vorjahr: 97.9 Mio. CHF) äusserst gering. Die Baloise profitierte vom gezielten Kauf von Unternehmensanleihen, vor allem im ersten Semester.
Die Währungsgewinne, bedingt durch den geringfügigen Anstieg des Euros, konnten die Kosten der Fremdwährungsabsicherung und die negativen Effekte des US-Dollars nicht vollständig kompensieren. Die Absicherungsquote beim US-Dollar wurde Anfang Jahr auf 80% erhöht und dort belassen. Im Euro wurde die Quote nach der Intervention der Schweizerischen Nationalbank von 90% auf 70% gesenkt.
Eigenkapital und Solvabilität: sehr starke und flexible Basis
Das konsolidierte Eigenkapital (nach Minderheiten) der Baloise Group betrug am 31. Dezember 2009 total 4'510.0 Mio. CHF (Vorjahr: 3'895.6 Mio. CHF). Die Zunahme von 15.8% resultiert im Wesentlichen aus den um 964.6 Mio. CHF höheren nicht realisierten Gewinnen sowie aus dem Jahresgewinn. Die Aktienrückkäufe im Rahmen des Aktienrückkaufsprogramms reduzierten das Eigenkapital um 71.5 Mio. CHF. Die Eigenkapitalrendite stieg auf 10.3% von 9.0% im Vorjahr. Die Konzernsolvabilität stieg auf ausgezeichnete 230% (Vorjahr: 196%).
Geschäftseinheiten: Markantes Wachstum
Schweiz: ausgezeichnete Ertragskraft
Das Segment Schweiz bestätigte seine ausgezeichnete Ertragskraft. Die Wachstumsstärke und das hohe Vertrauen der Kunden manifestiert sich vor allem beim Geschäft mit der beruflichen Vorsorge und im überzeugenden Zufluss von Neugeldern bei der Baloise Bank SoBa.
Das Kerngeschäft der Basler Schweiz und die freundlicheren Finanzmärkte waren die stabile Ertragsstütze, trotz des recht schadenreichen Jahrs 2009 und der tiefen Zinsen. Der Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern betrug 308.0 Mio. CHF (Vorjahr: 276.3 Mio. CHF). Dies ist eine Steigerung um 11.5%. Das Geschäftsvolumen belief sich auf 3'930.0 Mio. CHF (Vorjahr: 3'867.2 Mio. CHF). Das Plus von 1.6% liegt über dem Markt, vor allem dank des überzeugenden Wachstums bei den Kollektiv-Lebensversicherungen. In den Zielsegmenten beschleunigte sich das Wachstum. Hier bewirkte die Basler "Sicherheitswelt" einen starken Anstieg der Zahl der Versicherungsverträge pro Kunde. Die Kunden des Basler Sicherheitsclubs haben zudem eine sehr hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung. Eine Stimulation des Wachstums erwartet die Basler Schweiz aus ihrer Neuausrichtung, mit welcher der Kundenfokus der ganzen Organisation gesteigert wird.
Die Sparte Nichtleben erzielte ein Geschäftsvolumen von 1'280.2 Mio. CHF (Vorjahr: 1'299.5 Mio. CHF). Der Rückgang um 1.5% ist weitgehend bedingt durch die konjunkturell schwache Nachfrage und den intensiven Preiswettbewerb sowie die ertragsorientierte Zeichnungspolitik. Wachstum verzeichneten die allgemeinen Haftpflicht- und die Unfallversicherungen. Das negative Wachstum bei den Motorfahrzeug-, den Transport-, Sach- und Krankenversicherungen widerspiegeln die rezessive Wirtschaftsentwicklung. Trotz der hohen Unwetterschäden erzielte die Sparte mit brutto 84.7% einen ausgezeichneten Schaden-Kostensatz, der jedoch nicht an den Rekordwert des schadenarmen Vorjahres anknüpfen konnte.
Entgegen dem Markttrend erfreute sich die Sparte Lebensversicherungen eines Wachstums des Geschäftsvolumens um 3.2% auf 2'649.8 Mio. CHF (Vorjahr: 2'567.7 Mio. CHF). Überzeugend entwickelte sich auch die Marge beim Neugeschäft. Das Kollektivlebengeschäft (berufliche Vorsorge) wuchs mit 8.7% besonders stark. Der Schweizer Markt war hier negativ. Das Einzellebengeschäft war, wegen der tieferen Einmaleinlagen, mit 9.9% rückläufig. Die Baloise Bank SoBa wuchs im anspruchsvollen Umfeld deutlich über dem Markt. Insgesamt erhöhte sie ihr Leistungsvolumen (Kreditaktiven, Kundengelder, Depots) um über 1 Mrd. CHF. Der Kommissions- und Dienstleistungsertrag war konjunkturbedingt rückläufig. Der Vertrieb von Bankdienstleistungen über den Aussendienst der Basler Versicherungen, das "Mobile Banking", entwickelte sich hervorragend. Das Volumen des Neugeschäfts stieg um 667.7 Mio. CHF und es konnten über 5'400 neue Kunden gewonnen werden. Das bisher aus diesem äusserst erfolgreichen Vertriebskanal erzielte Volumen beträgt mehr als 3 Mrd. CHF und umfasst über 32'000 Kunden.
Deutschland: stabile operative Leistung
Die deutsche Geschäftseinheit, bestehend aus der Basler sowie der Deutscher Ring Leben und Sach, erbrachte eine stabile operative Leistung mit deutlichen Kostensenkungen.
Das Deutschlandgeschäft der Baloise erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 91.2 Mio. CHF (Vorjahr: 133.9 Mio. CHF). Das Ergebnis wurde belastet durch den Rückgang des Gewinns der Vertriebsorganisation OVB, Nachreservierungen für industrielle und gewerbliche Schäden sowie rückläufige Erträge und Wertminderungen bei Private Equity- und Immobilienfonds als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Geschäftseinheit konnte die Verwaltungskosten aller Sparten um 3% senken.
Das Geschäftsvolumen belief sich insgesamt auf 2'169.9 Mio. CHF (Vorjahr: 2'325.4 Mio. CHF). Dies entspricht einem Minus von 1.9% in Lokalwährung. Die Sparte der Sachversicherungen erreichte trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage ein Prämienwachstum in Lokalwährungen von 0.7% auf 1'028.8 Mio. CHF. Dieser Wert liegt über dem Marktdurchschnitt. Die Hauptstütze des Wachstums war das Gewerbe- und Industriegeschäft, während das Volumen bei den Kraftfahrzeug-, den Unfall- und den Transportversicherungen konjunkturbedingt zurück ging. Die Sparte der Lebensversicherungen erreichte ein Geschäftsvolumen von 1'141.1 Mio. CHF (Vorjahr: 1'251.4 Mio. CHF), was einem Rückgang um 4.2% in Lokalwährung entspricht. In dieser Geschäftssparte machten sich die Nachwirkungen der Finanzkrise besonders bemerkbar. Tiefer waren vor allem die Jahresprämien bei den konventionellen Lebensversicherungen. Eine verstärkte Nachfrage stellte sich bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen ein, deren Volumen in Lokalwährung um 1.3% zulegte. Besser als der Markt entwickelte sich im Jahresverlauf das Neugeschäft bei den Lebensversicherungen mit laufenden Prämien; eine spürbare Nachfrage besteht vor allem bei den fondsgebundenen Rentenversicherungen mit staatlicher Förderung.
Der Schaden-Kostensatz der Sachversicherungen lag mit brutto 94.3% nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 93.4%. Die negativen Effekte der Grossschäden konnten durch die sehr tiefe Schadenquote im Unfallgeschäft und durch Kostensenkungen weitgehend wettgemacht werden.
Alle Gesellschaften der deutschen Geschäftseinheit konnten 2009 ihr Angebot im Rahmen der Sicherheitswelt verankern. Die Erfahrungen bei den Zielkunden sind durchwegs positiv. Die Cross Selling-Quote und die Netto-Jahresbeiträge bei diesen Kunden liegen deutlich höher, die Stornoquote demgegenüber tiefer als beim Durchschnitt. Die Werte für die Bekanntheit und die Sympathie der Marke haben sich seit der Einführung der Sicherheitswelt bei den Zielkunden stark verbessert.
Mit dem Ziel, im deutschen Markt signifikant zu wachsen und zu diesem Zweck die Effizienz zu steigern, hat die Baloise die stärkere Verzahnung der Basler, der Deutscher Ring Leben und Sach weiter vorangetrieben.
Belgien: starkes Wachstum und bester Schadenversicherer
Mercator erzielte einen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 54.4 Mio. CHF (Vorjahr: 93.4 Mio. CHF). Der Rückgang stammt im Wesentlichen von Hagelstürmen und Grossschäden sowie der höheren Schadenfrequenz aus Konjunktureffekten. Überzeugend war das Wachstum: Das Geschäftsvolumen stieg über dem Markt in Lokalwährung um 8.3% auf 820.5 Mio. CHF (Vorjahr: 796.2 Mio. CHF), wobei auch das Neugeschäft sehr positiv verlief. Das Nichtlebengeschäft wuchs um 3.5%; die innovativen Bündelprodukte waren dabei sehr hilfreich. Das Geschäftsvolumen der Lebensversicherungen erhöhte sich markant um 21.9%, vor allem, weil das Volumen bei den anlagegebundenen Produkten um 51.7% anstieg. Der hohe Zuwachs erklärt sich unter anderem mit der Akzeptanz im Markt: Gemäss einer repräsentativen Makler-Umfrage ist Mercator der beste Schadenversicherer und der drittbeste Lebensversicherer. Mit dem neuen elektronischen Verwaltungssystem sowie weiter optimierten Abläufen wird Mercator die Position im Markt weiter stärken. Wegen Hagelstürmen stieg der Schaden-Kostensatz des Nichtlebengeschäfts auf brutto 98.1% (Vorjahr: 94.5%). Im November startete Mercator die im belgischen Maklermarkt einzigartige Markenpositionierung "Sicherheitswelt", die alle Einheiten der Baloise miteinander verbindet. Im Zug dieser Neuausrichtung lancierte Mercator eine Publikumsumfrage zum Thema Sicherheit in verschiedenen Lebensbereichen. Die Ergebnisse wurden im Januar 2010 veröffentlicht; daraus wird Mercator ihr künftiges Sicherheitsangebot ableiten.
Luxemburg: Akquisition von Fortis stärkt Marktposition
Die Bâloise Luxembourg erzielte ein ausgezeichnetes Ergebnis mit einem Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern von 6.0 Mio. CHF (Vorjahr: 1.6 Mio. CHF). Die Einheit setzte ihren Wachstumskurs fort: Das Geschäftsvolumen belief sich insgesamt auf 962.0 Mio. CHF (Vorjahr: 572.4 Mio. CHF), ein Plus von 76.7% in Lokalwährung. Der starke Anstieg resultiert aus dem Wachstumssprung im EU-Ausland bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen. Das Prämienvolumen im lokalen Nichtlebengeschäft stieg in Lokalwährung um 4.0%. Bei den Lebensversicherungen verdoppelte sich das Volumen der anlagegebundenen Produkte annähernd; aber auch das Geschäft mit den klassischen Lebensversicherungen im Luxemburger Binnenmarkt entwickelte sich sehr erfreulich mit einem Zuwachs in Lokalwährung von 20.0%. Mit dem Erwerb der Fortis Luxembourg IARD S.A. wird die Bâloise Luxembourg ihre Marktposition weiter festigen. Die Transaktion wurde im Januar 2010 erfolgreich abgeschlossen.
Österreich: Wachstum über dem Markt
Die Basler Österreich setzte das markante Wachstum der Vorjahre fort. Dieser Erfolg ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Verkaufsnetzes sowie auf die Umsetzung der Sicherheitswelt bei den Zielkunden zurückzuführen. Das Geschäftsvolumen stieg in Lokalwährung um 7.8% und erreichte 162.5 Mio. CHF (Vorjahr: 158.5 Mio. CHF). Die anlagegebundenen Lebensversicherungen wuchsen am stärksten. Die Sparte Nichtleben kam auf ein Prämienvolumen von 120.0 Mio. CHF (Vorjahr: 117.3 Mio. CHF), ein Plus von 7.5% in Lokalwährung. Bei den Lebensversicherungen stieg das Geschäftsvolumen in Lokalwährung um 8.6% auf 42.5 Mio. CHF (Vorjahr: 41.2 Mio. CHF). Der Schaden-Kostensatz des Nichtlebengeschäfts stieg wegen einiger Grossschäden auf 106.6% (Vorjahr: 99.8%).
Kroatien und Serbien: neuer Marktauftritt in Kroatien
Mit dem neuen Auftritt als "Basler osiguranje Zagreb" und dem integrierten Vertrieb schlossen die ehemals drei Gesellschaften der Baloise in Kroatien Ende 2009 ihre Integration erfolgreich ab. Die formelle Genehmigung der lokalen Instanzen erfolgte Mitte Februar 2010. Das Geschäftsvolumen der kroatischen und serbischen Einheiten zusammen belief sich auf 92.6 Mio. CHF (Vorjahr: 107.0 Mio. CHF), ein Minus in Lokalwährungen von 7.5%. Die Gründe sind der schwache Markt, der Verlust von Vertriebspartnern und Portfoliosanierungen. Der eigene Vertrieb in Kroatien wächst im stagnierenden Markt mit rund 12%. Der Schaden-Kostensatz der kroatischen und serbischen Einheiten betrug brutto 110.9% (Vorjahr: 105.2%), bedingt durch die tieferen Prämien. Die Sanierungen bewirkten einen besseren Schadenverlauf. Die serbische Einheit hatte im zweiten Geschäftsjahr erste Erfolge bei den Reiseversicherungen und im Rechtsschutz.
Baloise Life (Liechtenstein): sprunghaftes Geschäftswachstum
Im ersten vollständig operativen Geschäftsjahr erzielte die Baloise Life ein hervorragendes Geschäftsvolumen von 1'600.0 Mio. CHF (Vorjahr: 0.8 Mio. CHF), hauptsächlich mit dem Verkauf anlagegebundener Lebensversicherungen an italienische Kunden, die das Angebot der italienischen Behörden zur Nachdeklaration im Rahmen der Steueramnestie nutzten. Auch die "Variable Annuities" trugen zum Ergebnis bei.
Ausblick
Auch in den kommenden Jahren rechnet die Baloise mit volatilen Finanzmärkten und einer unsicheren konjunkturellen Entwicklung. In ihren Prognosen ist die Baloise deshalb zurückhaltend.
Aufbauend auf ihrem leistungsfähigen und ertragsstarken Kerngeschäft will die Baloise, wie bisher, über die Dauer des Versicherungszyklus eine Eigenkapitalrendite von 15% erzielen und den Gewinn pro Aktie kontinuierlich steigern. Im Nichtlebengeschäft strebt die Baloise weiterhin einen Schaden-Kostensatz von deutlich unter 100% an. Bis 2012 will die Baloise mit dem strategischen Programm "Baloise 2012" die Ertragskraft dauerhaft um 200 Mio. CHF steigern.
Anmerkungen für die Redaktionen:
Informationen zur neuen Markenpositionierung "Sicherheitswelt":
Weiterführende Informationen und Beispiele zur neuen Markenpositionierung finden sich unter:
www.baloise.com/sicherheitswelt
www.baloise.ch/sicherheitswelt
www.basler.de
www.deutscherring.de/sicherheit
www.baloise.lu
www.basler.at
Informationen zu Deutschland:
www.baloise.com/deutschland
Weitere Informationen
Geschäftsbericht 2009
Medienmappe - Jahresabschluss 2009
Kennzahlen
Tagebuch der Sicherheit
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Die Baloise Group mit Sitz in Basel, Schweiz ist ein europäischer Anbieter von Versicherungs- und Vorsorgelösungen. Sie positioniert sich als Versicherer mit intelligenter Prävention, der "Sicherheitswelt". In der Schweiz agiert sie als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Die weiteren Märkte sind Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Kroatien und Serbien. Das Vertriebsnetz umfasst die eigene Verkaufsorganisation, Makler und weitere Partner. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihren Kompetenzzentren in Luxemburg und Liechtenstein.
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