Baloise Kunst-Preis 2009

Die Baloise Group verleiht an der Art 40 zum elften Mal den Baloise Kunst-Preis. Die zwei mit je CHF 30'000.- dotierten Preise werden im Sektor „Art Statements“ von einer mit internationalen Fachleuten besetzten Jury vergeben.

Zusätzlich erwirbt die Baloise Werkgruppen der Preisträger und schenkt diese Kunstwerke zwei bedeutenden europäischen Museen, der Hamburger Kunsthalle und dem MUMOK, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien.

Der Jury gehören dieses Jahr an: Sabrina van der Ley, Leiterin der Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle; Philipp Kaiser, Kurator des MOCA, the Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Professor Edelbert Köb, Direktor, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Walter Vanhaerents, VanhaerentsArtCollection, Brüssel und Martin Schwander, externer Kunstberater der Baloise, Vorsitzender der Jury.

Die Jury hat sich für folgende Preisträger entschieden: Nina Canell aus Schweden und Geert Goiris aus Belgien. Sie charakterisiert die Werke folgendermassen:

Geert Goiris

Geert Goiris sammelt Bilder von entlegenen Orten, aufgegebenen Gebäuden oder unerklärlichen Situationen. Seine fotografisch festgehaltenen Grenzerfahrungen sind klar und ohne digitale Manipulationen komponiert. Seine neue Installation "Whiteout" widmet sich sowohl in Sujet als auch in der Präsentationsform dem Thema Licht und damit der Essenz der Fotografie. Whiteout bezeichnet ein arktisches Wetterphänomen, das durch zu viele Kristalle in der Luft zu völliger Orientierungslosigkeit führt.

Zu "Whiteout" arrangiert Goiris s/w-Fotografien der aussergewöhnlichen Lichtsituation mit Farbfotos von Alltagsgegenständen, Containern, Schiffen und Bewohnern der Polarstation, die wieder eine Orientierung für den Betrachter ermöglichen.

 

Geert Goiris; *1971, Bornem, Belgien, lebt und arbeitet in Antwerpen, Belgien
Art Statements-Stand S22, Galerie Art: Concept, Paris

Nina Canell

Die Installation von Nina Canell scheint auf den ersten Blick eine eher beiläufige Komposition von Materialien, Geräten, Fundstücken und Alltagsobjekten zu sein – eine Werkstatt? Genau gesehen, führen die Objekte aber einen subtilen Dialog und finden sich zu komplexen Interaktionen zusammen. Von der Künstlerin mit Hilfe der Physik und vor allem durch elektrische Anschlüsse animiert, mutieren sie vom Objekt zum Ereignis – entwickeln ein Eigenleben voller versteckter Überraschungen und irritierender Abweichungen von unseren Alltagserfahrungen.

Ihre Arbeiten beruhen auf der Spannung zwischen der Banalität der verwendeten Artefakte und den aufgeworfenen grundsätzlichen bildhauerischen Fragestellungen, die von der Künstlerin auf witzig-ironische Weise unterlaufen werden.

 

Nina Canell; *1979, Växjö, Schweden, lebt und arbeitet in Dublin und New York Art Statements-Stand S23, Galerie Mother’s Tankstation, Dublin

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