Baloise mit höherem Gewinn im Geschäftsjahr 2016

Basel, "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2016. Wir sind in unseren Zielsegmenten gewachsen, haben die Profitabilität weiter gesteigert und den Aktionärsgewinn um 4.4% auf rund 535 Mio. CHF verbessert. Ich freue mich, die Aktionäre der Baloise mit einer beantragten Dividendenerhöhung auf 5.20 CHF pro Aktie an diesem Erfolg teilhaben zu lassen", kommentiert Gert De Winter, Group CEO, die Geschäftszahlen 2016 der Baloise. "Mit dem Abschluss des Geschäftsjahrs 2016 geht auch die strategische Phase der letzten drei Jahre erfolgreich zu Ende. Mit Beginn des Jahrs 2017 begibt sich die Baloise auf ihre strategische Reise "Simply Safe", die bis 2021 folgende drei Ziele hat: den Rückfluss von 2 Milliarden CHF Barmitteln in die Holdinggesellschaft zwecks ertragbringender Investitionen und der Fortführung unserer attraktiven Aktionärspolitik, 1 Million beziehungsweise 30% zusätzliche Kunden sowie den Aufstieg zu einer der beliebtesten Arbeitgeberinnen in der Branche", so De Winter weiter.

Jahresabschluss 2016 auf einen Blick

  • Aktionärsgewinn steigt um 4.4% auf 534.8 Mio. CHF
  • Verlagerung des Geschäftsvolumens hin zu profitableren Segmenten; Nichtleben +3.0%, traditionelles Lebengeschäft -5.6% und Prämien mit Anlagecharakter +5.5%
  • Verbesserte Profitabilität im Nichtlebengeschäft trotz höherer Grossschadenlast und Reserveverstärkungen in Deutschland
  • Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) netto verbessert sich um 1.1 Prozentpunkte auf 92.2% 
  • EBIT von 226.1 Mio. CHF und Stärkung der Reserven von rund 317 Mio. CHF im Lebengeschäft
  • Anstieg der Neugeschäftsmarge des Lebengeschäfts auf 21.3% dank selektiven Underwritings und verbesserten Businessmixes
  • Asset Management trotzt Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und anhaltender Tiefzinsphase mit einer Nettorendite der Versicherungsgelder von 2.9%
  • Eigenkapital steigt um 5.9% auf 5'773.7 Mio. CHF. Eigenkapitalrendite von 9.7% 
  • Antrag an die Generalversammlung vom 28. April 2017 auf eine Dividendenerhöhung von 5.00 CHF auf 5.20 CHF
  • Beginn des Aktienrückkaufs von bis zu 3 Millionen eigener Aktien im ersten Halbjahr 2017

Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs

Gewinn und Geschäftsvolumen

Die Baloise erzielte 2016 mit 534.8 Mio. CHF einen um 4.4% höheren Aktionärsgewinn als im Vorjahr. Selbst wenn das Klima anhaltender Tief- und Negativzinsen sowie der starke Schweizer Franken mittlerweile zum Alltag gehören, sind diese trotzdem eine stete Herausforderung. Die Reserveverstärkungen im deutschen Nichtlebengeschäft belasten das Ergebnis zudem mit 37.9 Mio. CHF. Umgekehrt profitierte das Ergebnis bei der Bank und der Versicherung in der Schweiz von einer buchhalterischen Entlastung der Pensionsrückstellungen (IAS 19) ungefähr im gleichen Ausmass. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Schweizer Franken in etwa gleich stark, sodass Währungseffekte vernachlässigbar sind. Das erzielte Geschäftsvolumen von 8.9 Mrd. CHF entspricht fast genau dem Vorjahreswert.

Nichtleben- und Lebengeschäft

In der Sparte Nichtleben wurde ein IFRS-Prämienvolumen von 3’140.7 Mio. CHF erwirtschaftet, was einem Anstieg von 3.0% entspricht. Mit 396.4 Mio. CHF liegt der Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern (EBIT) des Nichtlebengeschäfts leicht über dem Vorjahr, dies trotz einer höheren Last aus Grossschäden und der Reserveverstärkung in Deutschland. Positiv wirkte ein gegenüber dem Vorjahr höheres Abwicklungsergebnis. In der Sparte Leben ging das Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen erwartungsgemäss zurück und lag 5.6% tiefer als im Vorjahr. Hingegen wuchsen die Prämien mit Anlagecharakter um 5.5%. Diese Entwicklung entspricht der Strategie, den Geschäftsmix im Lebengeschäft weiter zu verbessern. Aufgrund der tiefen Zinsen wurden die Reserven mit über 300 Mio. CHF markant gestärkt. Trotz dieser Reserveverstärkungen weist auch das Lebengeschäft ein gutes Ergebnis aus, auch wenn der EBIT mit 226.1 Mio. CHF im Vergleich zum sehr guten Vorjahr rückläufig war.

Bank & Asset Management

Das erzielte Anlageergebnis auf Versicherungsgeldern liegt mit 1’578.9 Mio. CHF unter dem Vorjahresniveau von 1’685.4 Mio. CHF. Das anspruchsvolle Zinsumfeld spiegelt sich dabei in etwas tieferen wiederkehrenden Erträgen von 1’379.3 Mio. CHF (Vorjahr: 1’418.0 Mio. CHF). Das in diesem herausforderungsreichen Umfeld erwirtschaftete Anlageergebnis entspricht einer Nettorendite der Versicherungsgelder von 2.9% (Vorjahr: 3.0%) und liegt damit weiterhin im Bereich der über die letzten Jahre erzielten Rendite. Durch gestiegene nicht realisierte Gewinne liegt die IFRS-Performance der Versicherungsgelder (einschliesslich der nicht erfolgswirksamen Nettowertveränderungen der Kapitalanlagen, aber ohne Wertänderungen der bis zum Verfall gehaltenen Fremdkapitalinstrumente) mit 3.1% über der Nettorendite des Vorjahrs (2015: 1.7%). Der EBIT des Bankgeschäfts entwickelt sich weiterhin erfreulich und steigt um 14.0% auf 92.1 Mio. CHF an. Der starke Anstieg ist hauptsächlich auf einen einmaligen Effekt aufgrund einer Pensionsplanänderung bei der Baloise Bank SoBa zurückzuführen, der schon im Halbjahr 2016 wirksam wurde.

Eigenkapital

Die Bilanz der Baloise zeigt sich weiterhin sehr robust. Das konsolidierte Eigenkapital stieg um 5.9% auf 5’773.7 Mio. CHF an. Positiv wirken sich dabei der Konzerngewinn sowie die Verkaufserlöse eigener Aktien aus der im November 2016 nicht vollständig gewandelten Anleihe aus.

Erläuterungen zum Geschäftsverlauf

Nichtleben

 

 

Das Geschäftsvolumen im Nichtlebengeschäft ist um 3.0% angestiegen. Während es in der Schweiz aufgrund der selektiven Zeichnungspolitik im Bereich Unfall- und Krankengeschäft stabil blieb, sorgen Luxemburg (+7.1%), Belgien (+6.6%) und auch Deutschland (+2.9%) für ein Wachstum auf insgesamt 3’140.7 Mio. CHF. Die Grossschadenlast war höher als im Vorjahr. Dies aufgrund von europaweiten Flut- und Hagelschäden, aber auch von diversen Grossschäden im Industriebereich (Brandschäden in Deutschland und in der Schweiz) sowie Grossschäden im Unfallbereich in der Schweiz. Zusätzlich belasten die Reserveverstärkungen in Deutschland den Schadensatz. Trotzdem konnte der Schadensatz insgesamt gesenkt und der Schaden-Kosten-Satz gegenüber dem Vorjahr nochmals um 1.1 Prozentpunkte verbessert werden. Hierzu hat ein im Vergleich zum Vorjahr verbessertes Abwicklungsergebnis beigetragen. Der Schaden-Kosten-Satz netto liegt bei 92.2%, was die ausgezeichnete Profitabilität des Nichtlebengeschäfts unterstreicht. Der EBIT des Nichtlebengeschäfts liegt mit 396.4 Mio. CHF leicht über dem Vorjahreswert.

 

Um 3.0% gesteigertes
Geschäftsvolumen

 

Verbesserte Profitabilität.
Schaden-Kosten-Satz
verbessert sich um 1.1
Prozentpunkte auf 92.2%

Leben

 

 

In der Sparte Leben reduzierte sich das Geschäftsvolumen um 1.7%. Der Rückgang spiegelt die fortlaufende Verschiebung des Geschäftsmixes weg vom klassischen Lebengeschäft wider. Dieses liegt wegen der anhaltenden Tief- respektive Negativzinsphase nicht mehr im Fokus. Im traditionellen Lebengeschäft ging das Prämienvolumen um 5.6% zurück, während es bei den Prämien mit Anlagecharakter um 5.5% anstieg. Insgesamt beträgt das Prämienvolumen inklusive der Prämien mit Anlagecharakter 5’770.1 Mio. CHF. Die Volumina für die teilautonomen Lösungen im Bereich der beruflichen Vorsorge konnten in der Schweiz erfreulicherweise weiter gesteigert werden. Bedingt durch die tiefen Zinsen wurden die Reserven im Leben insgesamt mit 316.7 Mio. CHF markant gestärkt. Der EBIT im Lebengeschäft fällt dadurch zwar tiefer aus als im Vorjahr, beläuft sich aber weiterhin auf sehr gute 226.1 Mio. CHF.

 

Der Embedded Value des Lebengeschäfts stieg durch positive operative Erträge im Berichtsjahr von 3’876.2 Mio. CHF auf 4'409.4 Mio. CHF. Dies entspricht einem Return on Embedded Value von +14.7%. Die Neugeschäftsmarge verbesserte sich aufgrund einer höheren Marge in der Schweiz auf 21.3% (Vorjahr: 9.8%). Der Wert des Neugeschäfts stieg ebenfalls und beträgt 68.5 Mio. CHF.

 

EBIT-Beitrag von 226.1 Mio.
CHF trotz
Reserveverstärkungen

 

Rückgang von 5.6% im
Prämienvolumen im
traditionellen Lebengeschäft
auf 3'570.9 Mio. CHF

 

Starkes
Prämienvolumenwachstum
von 5.5% auf 2'199.2 Mio.
CHF im Leben-Zielsegment
"Prämien mit
Anlagecharakter"

 

Neugeschäftsmarge 21.3%

Bank & Asset Management

 

 

Das Bankengeschäft erwirtschaftete ein erneut gutes Ergebnis und steigerte den EBIT um 14.0% auf 92.1 Mio. CHF. Dabei profitierte die Sparte aber vor allem von einem einmaligen positiven Effekt aufgrund einer Änderung des Pensionsplans der Baloise Bank SoBa. Ohne diesen Sondereffekt wäre das Ergebnis stabil geblieben. Wie gewohnt trugen hauptsächlich das Baloise Asset Management (44.5 Mio. CHF) sowie die Baloise Bank SoBa (41.7 Mio. CHF) zum Erfolg der Sparte bei.

 

Bankgeschäft mit solidem
Ergebnisbeitrag

Kapital

 

 

Die starke Kapitalisierung ist und bleibt das Fundament der Baloise. Das konsolidierte Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 5.9% angestiegen und liegt bei 5’773.7 Mio. CHF. Positiv wirken sich das gute Konzernergebnis sowie die Verkaufserlöse von eigenen Aktien aus der ausgelaufenen und nicht vollständig gewandelten Wandelanleihe im November 2016 aus. Die zur Wandlung gehaltenen Aktien wurden zu einem tiefen Einstandspreis geführt. Insgesamt wurden mit eigenen Aktien Verkaufserlöse in Höhe von 121.4 Mio. CHF realisiert. Diese führten zu einer Erhöhung der Kapitalreserven. Reduzierend schlagen unter anderem die Dividendenzahlungen in der Höhe von 232.0 Mio. CHF zu Buche.

 

Grundsolide Bilanz:
Eigenkapital um 5.9% auf
5'773.7 Mio. CHF erhöht

 

Eigenkapitalrendite von 9.7%

Kapitalanlagen

 

 

Das erzielte Anlageergebnis auf Versicherungsgeldern liegt mit 1’578.9 Mio. CHF unter dem Vorjahresniveau von 1’685.4 Mio. CHF. Das anspruchsvolle Zinsumfeld spiegelt sich dabei in tieferen wiederkehrenden Erträgen von 1’379.3 Mio. CHF (Vorjahr: 1’418.0 Mio. CHF). Da die Wiederanlage auslaufender Obligationen im europäischen Raum nur beschränkt attraktiv ist, wurden Investitionen in währungsgesicherte US-Dollar-Anlagen und in Sachwerte mit laufenden Erträgen favorisiert. Die Duration des Obligationenportfolios wurde weiter erhöht. Die Renditeliegenschaften sind weiterhin ein stabiler Ertragspfeiler. Dasselbe gilt für die Hypotheken. Die in der Erfolgsrechnung erfassten Gewinne liegen tiefer als im Vorjahr, da die Renditeliegenschaften weniger stark aufgewertet wurden. Zudem mussten auf Finanzanlagen mit Eigenkapitalcharakter Wertberichtigungen von brutto 108.2 Mio. CHF gebildet werden (Vorjahr: 72.0 Mio. CHF). Der schwächelnde Schweizer Aktienmarkt hat hierzu beigetragen. Realisierte Gewinne auf Obligationen bewegen sich auf tieferem Niveau als im Vorjahr. Sie wurden in den Lebengesellschaften zur Stärkung der Rückstellungen verwendet. Aus Währungseffekten resultierte ein deutlich positiveres Ergebnis als im Vorjahr – das Ergebnis aus Währungen von -99.8 Mio. CHF entspricht praktisch den Währungsabsicherungskosten. Das in diesem herausforderungsreichen Umfeld erwirtschaftete Anlageergebnis entspricht einer Nettorendite der Versicherungsgelder von 2.9% (Vorjahr: 3.0%) und liegt damit im Bereich der über die letzten Jahre erzielten Rendite. Die nicht realisierten Gewinne haben sich positiv entwickelt. Dadurch liegt die IFRS-Performance der Versicherungsgelder (einschliesslich der nicht erfolgswirksamen Nettowertveränderungen der Kapitalanlagen, aber ohne Wertänderungen der bis zum Verfall gehaltenen Fremdkapitalinstrumente) mit 3.1% über der Nettorendite und dem Vorjahreswert der IFRS-Performance von 1.7%.

 

Asset Management trotzt
Unsicherheiten an den
Kapitalmärkten mit einer
Nettorendite der
Versicherungsgelder von
2.9% (Vorjahr: 3.0%)

 

IFRS-Performance der
Kapitalanlagen von 1.7% auf
3.1% gesteigert

Schweiz

 

 

Das Schweizer Geschäft zeigt einen ausserordentlich guten EBIT im Nichtlebengeschäft. Durch ein gegenüber dem letzten Jahr höheres Abwicklungsergebnis fällt er sogar nochmals um 61.1% besser aus als im bereits sehr guten Vorjahr. Das Lebenergebnis ist aufgrund hoher Reserveverstärkungen wegen den tiefen Zinsen nur leicht angestiegen. Der EBIT der Schweizer Einheiten steigt insgesamt um 31.6% auf 546.6 Mio. CHF. Dies entspricht dem zweitbesten Ergebnis seit der Einführung von IFRS im Jahre 2000. Im Ergebnis ist ein ausserordentlicher positiver buchhalterischer Effekt aus IAS 19 aufgrund von Änderungen in den eigenen Pensionskassen der Bank- sowie der Versicherungsmitarbeitenden enthalten. Das Geschäftsvolumen sinkt, vor allem durch die selektive Zeichnungspolitik im Lebengeschäft, um 5.7% auf 4’307.2 Mio. CHF.

 

In der Sparte Leben reduzierte sich das Prämienvolumen bei den klassischen Lebensversicherungen gegenüber dem Vorjahr um 6.7% auf 2’879.3 Mio. CHF. Dies unter anderem, weil das Wachstum durch eine selektive Zeichnungspolitik in der Vollversicherung gezielt gebremst wurde. Die teilautonome Vorsorgelösung Perspectiva hingegen entwickelt sich zu einer schnell wachsenden Sammelstiftung im Schweizer KMU-Segment. Im Einzelleben ist das Geschäft mit einem Minus von 5.8% weiterhin rückläufig. Vor allem bei den Einmalprämien verursachte die restriktive Zeichnungspolitik einen starken Rückgang. Die Neuproduktion bei den Jahresprämien war dank des neuen Baloise Safe Plan Familie auf Vorjahresniveau. Mit einem Minus von 31.0% ist das Geschäft der Prämien mit Anlagecharakter stark rückläufig. Dies vor allem deswegen, weil aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen auf ein Tranchenprodukt verzichtet wurde. Allerdings liegt die Wiederanlagequote der Versicherungsgelder bei über 30%, was hervorragend ist. Zudem ermöglicht die Kombination von Bank- und Versicherungsprodukten es uns, den Kunden im Bereich der Sparprodukte ein breiteres Angebot zu machen.

 

Das Bankgeschäft mit der Baloise Bank SoBa entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Der starke Anstieg des EBIT auf 41.7 Mio. CHF ist hauptsächlich einer Planänderung in der Pensionskasse der Baloise Bank SoBa zuzuschreiben, die sich aufgrund der IAS 19 Regelungen positiv auswirkte. Auch ohne diesen Effekt läge das Ergebnis über Vorjahresniveau, was angesichts des wirtschaftlichen Umfelds sehr gut ist.

 

Nichtlebengeschäft mit
hervorragender Combined
Ratio von 81.2%

 

Lebengeschäft trotz
Reserveverstärkung mit
stabilem EBIT-Beitrag

 

Zweitbestes Vorsteuerergebnis
seit Einführung von IFRS

 

Solider Ergebnisbeitrag und
hohe Wiederanlagequote
durch Baloise Bank SoBa

Deutschland

 

 

Die Reserveverstärkung von brutto 54.8 Mio. CHF, die im ersten Halbjahr im Nichtlebengeschäft vorgenommen wurde, führt insgesamt zu einem negativen Ergebnis. Mit dieser Massnahme wurden allerdings die Grundlagen für einen Turnaround ab 2017 geschaffen, da hierdurch das deutsche Geschäft auf gesündere Beine gestellt wird. Das gesamte Geschäftsvolumen wuchs im Berichtsjahr um 1.2% auf 1’431.2 Mio. CHF.
 

Im Nichtlebengeschäft stieg das Prämienvolumen um 2.9% auf 755.9 Mio. CHF. Hierbei fokussiert sich die Basler Deutschland weniger auf das Industriegeschäft, sondern auf Angebote für Privatkunden sowie kleine und mittlere Unternehmen. Der Schaden-Kosten-Satz steigt um 6.0 Prozentpunkte auf netto 109.7%. Dies auch als Folge der Reserveverstärkung, die den Schaden-Kosten-Satz netto mit 7.5 Prozentpunkten negativ beeinflusst. Die Grossschadenbelastung lag unter dem Vorjahr, war aber mit über 70 Mio. CHF immer noch sehr hoch. In den nächsten Jahren wird aufgrund der eingeleiteten Massnahmen ein Schaden-Kosten-Satz von unter 100% angestrebt.

 

Während klassische Lebenprodukte trotz eines sehr erfreulichen Anstiegs im Bereich der Risikoprodukte insgesamt um 2.3% zurückgingen, lag das Wachstum bei den Prämien mit Anlagecharakter bei 3.4%. Die Entwicklung hin zu kapitaleffizienten Lebenprodukten, das heisst Risiko- und fondsgebundene Produkte, ist gewollt und wird in Deutschland seit ein paar Jahren schon konsequent und sehr erfolgreich vorangetrieben. Der Wegfall des Riestergeschäfts wird durch die Neugeschäftsentwicklung der neuen Produkte deutlich überkompensiert. Der Verkauf des geschlossenen Lebensversicherungsbestandes der Direktion für Deutschland an die Frankfurter Leben-Gruppe wurde Anfang Januar dieses Jahres durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden genehmigt und der Verkauf wurde per 3. Februar 2017 vollzogen. 87 Mitarbeitende der Basler Versicherungen Deutschland wechseln damit definitiv zur Frankfurter Leben-Gruppe. Der Bestand beinhaltet rund 130’000 Lebensversicherungsverträge und Kapitalanlagen in der Höhe von rund 1,72 Mrd. EUR.

 

Reserveverstärkung
belastet Ergebnis, aber
schafft Grundlage für
Turnaround ab 2017

 

Wachstum in
Zielsegmenten

 

Lebenbestandsübergabe
an Frankfurter
Leben-Gruppe
erfolgreich umgesetzt

 

Schaden-Kosten-Satz
unter 100% ab
Geschäftsjahr 2017
angestrebt

 

Belgien

 

 

Das Wachstum im belgischen Geschäft ist weiterhin ansprechend. Das Prämienvolumen steigt insgesamt um 8.1% auf 1’561.4 Mio. CHF. Die Wachstumstreiber in Belgien sind nach wie vor das Nichtlebengeschäft sowie die Prämien mit Anlagecharakter. Das Ergebnis fällt auch aufgrund zinsbedingter Nachreservierungen im Lebengeschäft tiefer aus als das aussergewöhnlich gute Vorjahr. Der EBIT geht um 20.0 Mio. CHF auf 171.7 Mio. CHF zurück. Das Nichtlebengeschäft wächst um 6.6%, was über dem belgischen Marktdurchschnitt ist. Erneut stark ist der Anstieg bei Transport- und Marineversicherungen, aber auch das KMU- sowie das Privatkundengeschäft wachsen erfreulich. Der Schaden-Kosten-Satz netto sinkt leicht um 0.2 Prozentpunkte auf 93.4%. Dies vor allem dank einer verbesserten Schadenquote und dies, obwohl Belgien im Frühjahr von Unwetter- und Flutschäden betroffen war. Dieses Ergebnis zeigt, dass das kontinuierliche Wachstum im Nichtlebengeschäft nicht zulasten der Profitabilität geht und das Geschäft somit weiterhin sehr ertragreich ist. Das Wachstum im Lebengeschäft hat sich stabilisiert. Im klassischen Lebengeschäft reduzierte es sich um 0.7%, was vor allem auf das schwierige Tiefzinsumfeld zurückzuführen ist. Besonders erfreulich im Berichtsjahr ist die Entwicklung beim Wachstum der Prämien mit Anlagecharakter, bei denen ein Plus von 14.2% verzeichnet wurde. Wegen der tiefen Zinsen im Verlauf von 2016 wurden die Reserven im Lebengeschäft um rund 50 Mio. CHF gestärkt, was das Ergebnis im Lebengeschäft dementsprechend belastet hat.  

Prämienvolumen um 8.1%
gesteigert

 

Wachstum in
Zielsegmenten

 

Sehr guter Schaden-
Kosten-Satz von 93.4% im
Nichtleben

 

Tiefzinsumfeldbedingte
Nachreservierungen
belasten EBIT

 

Luxemburg

 

 

Die Geschäftseinheit in Luxemburg wächst weiter und steigert das Geschäftsvolumen um 7.7% auf 1’605.5 Mio. CHF. Das Nichtlebengeschäft verzeichnet dabei ein Wachstum von 7.1%. Dies ist hauptsächlich auf das gute Motorfahrzeuggeschäft zurückzuführen. In diesem Markt hat sich die Baloise vor allem bei Junglenkern mit den Apps «Game of Roads» und «Game of Roads Experience», die das Fahrverhalten spielerisch analysieren, einen Namen gemacht. Der Schaden-Kosten-Satz netto verbesserte sich leicht auf 93.9%. Der EBIT bleibt praktisch stabil. Im traditionellen Lebengeschäft ist das Wachstum von 10.8% vor allem auf Produkte für biometrische Risiken zurückzuführen, während klassische Sparprodukte gestoppt wurden. Bei den Prämien mit Anlagecharakter ist ein ebenfalls starkes Wachstum von 7.6% zu verzeichnen. Dazu trägt vor allem auch das von Luxemburg aus betriebene internationale Lebengeschäft bei. Es verzeichnete ein Wachstum über dem Markt.

 

Um 7.7% gesteigertes
Geschäftsvolumen

 

Prämienwachstum im
Nichtleben von 7.1%,
getrieben durch
Motorfahrzeuggeschäft

 

Geschäft mit Prämien
mit Anlagecharakter
wächst stark um 7.6%

 

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'300 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.