Baloise mit Gewinnsteigerung und höherer Dividende

Basel, "Ich bin erfreut, einen erneut erfolgreichen Jahresabschluss der Baloise Group präsentieren zu dürfen. Das Lebenergebnis konnte deutlich verbessert werden und die Prämien mit Anlagecharakter verzeichnen sehr gutes Wachstum. Das Nichtlebengeschäft bestätigt die starke Verfassung mit einem deutlich höheren Geschäftsvolumen und anhaltend hoher Profitabilität. Die Barmittelflüsse in die Holding sind bereits auf Zielniveau und mit den verschiedenen Digitalinitiativen in allen unseren Kernmärkten bewegen wir uns in einer Führungsposition rasant in die Zukunft der Versicherungsindustrie", sagt Gert De Winter, CEO der Baloise Group. "Im Jahr 2017 konnten wir bereits 118'000 Neukunden gewinnen. Die Erfolge der letzten zwölf Monate zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Ziele unserer Strategie "Simply Safe" bis 2021 zu erreichen, weshalb der Verwaltungsrat an der Generalversammlung 2018 eine Erhöhung der Dividende um 8% auf 5.60 CHF beantragen wird", so De Winter weiter.

Fortschritte der strategischen Ziele von "Simply Safe" im Geschäftsjahr 2017

  • Rückfluss von Barmitteln: 415 Mio. CHF (Ambition 2017 – 2021: 2 Mrd. CHF)
  • Kundenwachstum: 118'000 Neukunden (Ambition 2017 – 2021: 1 Million zusätzliche Kunden)
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Platz in den top 25% der europäischen Arbeitgeber im Finanzsektor (Ambition 2017 – 2021: top 10%)

Jahresabschluss 2017 auf einen Blick

  • Antrag an die Generalversammlung vom 27. April 2018: Dividendenerhöhung von 5.20 CHF auf 5.60 CHF (+8%).
  • Der Aktionärsgewinn steigt um 2.5% auf 548.0 Mio. CHF. Adjustiert man diesen um negative Restrukturierungseinmaleffekte, steigt er im Vergleich zum Vorjahr um 12.5% auf 601.7 Mio. CHF. Wesentlicher Treiber für die entstandenen Buchverluste ist der Verkauf von nicht strategischen Geschäftsteilen in Deutschland.
  • Das Eigenkapital steigt um 11.0% auf 6'409.2 Mio. CHF. Die starke Bilanz und Kapitalisierung spiegelt sich auch in einer sehr starken SST-Quote* von deutlich über 200% per 1. Januar 2018 wider.
  • Steigerung des Geschäftsvolumens um 3.9% auf 9'260.8 Mio. CHF dank Verbesserung in den Zielsegmenten Nichtleben (2.8%) und Prämien mit Anlagecharakter (14.6%). Das traditionelle Lebengeschäft ist mit –1.6% aufgrund restriktiver Zeichnungspolitik rückläufig.
  • Der EBIT des Lebengeschäfts konnte um sehr gute 35.3% auf 306.0 Mio. CHF gesteigert werden. Die Neugeschäftsmarge des Lebengeschäfts beträgt starke 33.4% dank des selektiven Underwritings und des verbesserten Businessmixes.
  • Die Barmittelflüsse in die Holding aus dem Leben- und Nichtlebengeschäft wurden um insgesamt 43% auf 415.0 Mio. CHF erhöht.
  • Erneut sehr profitables Nichtlebengeschäft: Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) verbleibt auf dem sehr guten Niveau des Vorjahrs mit 92.3%.
  • Asset Management mit einer soliden Nettorendite der Versicherungsgelder von 2.9%.

* Die Baloise Group wird mit der erstmaligen Publikation des aufsichtsrechtlich geforderten "Berichts über die Finanzlage" Ende April 2018 eine konkrete SST-Quote veröffentlichen.

Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs

Gewinn und Geschäftsvolumen

Die Baloise erzielte 2017 einen um 2.5% höheren Aktionärsgewinn von 548.0 Mio. CHF. Ohne einmalige Restrukturierungseffekte, liegt der Aktionärsgewinn bei starken 601.7 Mio. CHF, was einer Erhöhung um 12.5% entspricht. Dies ist der zweithöchste Gewinn der letzten zehn Jahre. Das Geschäftsvolumen konnte um sehr gute 3.9% auf 9'260.8 Mio. CHF gesteigert werden. Treiber für dieses starke Wachstum ist das Geschäft mit Prämien mit Anlagecharakter, das um 14.6% auf 2'519.5 Mio. CHF gesteigert werden konnte, sowie gutes Wachstum in allen Ländergesellschaften im Nichtlebengeschäft.

Carsten Stolz, CFO der Baloise Group, würdigt die vorzügliche Leistung der Gruppe:

"Es freut mich, dass wir so gute Zahlen präsentieren können und dass unsere Aktionäre daran über eine höhere Dividende direkt partizipieren. Der Aktionärsgewinn für das vergangene Geschäftsjahr ist der zweithöchste der letzten zehn Jahre und spiegelt die ausserordentlich gute Leistung aller Mitarbeitenden wider. Finanziell gesehen ist dies vor allem das Cash-Remittance-Ziel von 2 Mrd. CHF bis 2021, zu dem das Geschäftsjahr 2017 aus der operativen Tätigkeit bereits 415 Mio. CHF beitrug. Unsere Aktionäre können neu dieses Ziel ganz einfach nachverfolgen: Mit dem Cash-Radar haben wir ein Werkzeug geschaffen, das die Barmittelflüsse und die Wertgenerierung darstellt. Unkompliziert und nachvollziehbar, ganz im Sinne von "Simply Safe."

Nichtleben- und Lebengeschäft

In der Sparte Nichtleben wurde ein IFRS-Prämienvolumen von 3'229.3 Mio. CHF erwirtschaftet. Dies entspricht einer Steigerung von guten 2.8% gegenüber dem Vorjahr. Alle Geschäftseinheiten haben zu dieser Verbesserung beigetragen. In der Schweiz betrug das Wachstum 0.7%, in Belgien 5.5%, in Luxemburg 5.0% und in Deutschland 3.6%. In Deutschland belasten Verluste aus einem in Sanierung befindlichen Portfolio sowie einmalige Restrukturierungskosten das lokale Ergebnis. Der Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern (EBIT) der Gruppe ist mit 374.7 Mio. CHF 5.5% tiefer als im Vorjahr. Dieser Verschlechterung von rund 20 Mio. CHF liegen hauptsächlich folgende zwei Effekte zu Grunde: Die Anschubfinanzierung von FRIDAY sowie ein freiwilliger Einschuss in die Pensionskasse der Mitarbeitenden in der Schweiz.

Der Schaden-Kosten-Satz netto der Gruppe verbleibt mit sehr guten 92.3% auf dem Niveau des Vorjahrs.

Die Entwicklungen im Lebengeschäft sind sehr erfreulich. Im traditionellen Lebengeschäft geht das Geschäftsvolumen aufgrund der nach wie vor restriktiven Zeichnungspolitik um 1.6% auf 3'512.0 Mio. CHF zurück. Der EBIT konnte aber um 35.3% auf 306.0 Mio. CHF gesteigert werden. Der Grund für diesen starken Anstieg ist, neben der anhaltenden Optimierung des Businessmixes hin zu weniger kapitalintensiven Lebensversicherungen, die leichte Erholung der Zinssituation, die den Nachreservierungsbedarf erheblich verringert hat. Sollte sich die andauernd herausfordernde Zinssituation entspannen, wird sich dies weiter positiv auf das Ergebnis des Lebengeschäfts auswirken. Sehr erfolgreich verlief ausserdem das Geschäftsjahr im Geschäft mit Prämien mit Anlagecharakter. Mit einem Prämienvolumen von 2'519.5 Mio. CHF wuchs die Baloise erneut um sehr gute 14.6%.

Gert De Winter, Group CEO, sagt zum Jahresabschluss 2017 der Baloise:

"Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des Nichtleben- und des Lebengeschäfts. Die Verlagerung im Portfolio hin zu weniger kapitalbindenden Lebensversicherungen wirkt sich nachhaltig positiv aus. Die Beiträge aus dem Lebengeschäft dürften sich deshalb weiter erhöhen. Ein steigendes Zinsumfeld wäre ein zusätzlich positiver Treiber. Wir sind zudem überzeugt, dass wir die gesetzten Ziele bis 2021 erreichen werden. Nicht zufrieden bin ich mit dem deutschen Geschäftsergebnis. Hier werden wir weiterhin alles daransetzen, Deutschland zu positiven Ergebnisbeiträgen zurückzuführen. Freude habe ich an der Innovationskraft aller unserer Einheiten. Wir konzentrieren uns verstärkt auf Versicherungsprodukte und -distributionsmodelle, die zukunftsträchtig sind und unserem Geschäft völlig neue Perspektiven und Möglichkeiten bieten. So zum Beispiel die bereits gestarteten digitalen Plattformen FRIDAY, MOVU und Mobly, die die Themenwelten Mobilität, Leben und Wohnen unserer Kunden bedienen."

Bank & Asset Management

In einem Marktumfeld mit breit abgestütztem Wachstum und historisch tiefer Aktienmarktvolatilität konnte das Anlageergebnis der Versicherungsgelder im Vergleich zum Vorjahr um 2.7% auf 1'621.6 Mio. CHF gesteigert werden. Das nach wie vor anspruchsvolle Zinsumfeld widerspiegelt sich in den tieferen wiederkehrenden laufenden Erträgen von 1'300.5 Mio. CHF (Vorjahr: 1'379.3 Mio. CHF). Knapp die Hälfte dieses Rückgangs ist auf die Übertragung des geschlossenen Bestandes der deutschen Niederlassung der Basler Leben AG an die Frankfurter Leben-Gruppe zurückzuführen. Die erfreuliche Aktienmarktentwicklung liess die Brutto-Wertberichtigungen um 87.7 Mio. CHF auf 28.0 Mio. CHF sinken. Das auf Versicherungsgeldern erwirtschaftete Anlageergebnis entspricht einer soliden Nettorendite von 2.9%.

Matthias Henny, Chief Investment Officer der Baloise Group, ist mit dem Ergebnis zufrieden:

 "Es freut mich sehr, dass wir erneut ein sehr gutes Anlageergebnis für die Versicherungsgelder trotz des herrschenden Tiefzinsumfelds erreicht haben. Unsere Massnahmen zur Stabilisierung der Anlagerendite haben sich bewährt. So konnte durch Umschichtung in Anlagekategorien mit einer hohen und stabilen laufenden Rendite wie Immobilien, Hypotheken, Unternehmensanleihen und Senior Secured Loans der negative Effekt der anhaltend tiefen Zinsen gedämpft werden. Die stärkere Ausrichtung auf das Anlagegeschäft für Drittkunden zeigt erste Wirkung. Der Nettozufluss im Jahr 2017 beläuft sich auf 406.3 Mio. CHF. Damit steigt das Volumen an Vermögen für Dritte per Ende 2017 auf 8'958.6 Mio. CHF. Wir sind gut unterwegs, um uns als Asset Manager für Drittkunden zu etablieren." 

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Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'300 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.