Baloise überzeugt mit solidem Halbjahresresultat

Basel, "Ich schaue auf ein ereignisreiches und zufriedenstellendes erstes Halbjahr 2018 zurück. Wir wachsen im attraktiven Zielsegment Nichtleben und haben in Deutschland für dieses Semester das gewünschte Schaden-Kosten-Satz-Zielband erreicht. Die Kapitalisierung bleibt äusserst stark, was Standard & Poor's mit einem Rating-Upgrade auf "A+" mit stabilem Ausblick kürzlich honoriert hat. Geschäftsvolumen und Ergebnisentwicklung stimmen, weswegen ich sehr zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte 2018 blicke. Zudem bin ich begeistert von der Innovationsfreude innerhalb der ganzen Baloise Group. Im letzten halben Jahr haben wir jeden Monat mindestens ein neues innovatives Versicherungsprodukt auf den Markt gebracht, sind eine zukunftsträchtige Kooperation eingegangen oder haben eine Investition getätigt. Dieses Tempo zeigt eindrücklich auf, dass die Baloise die Herausforderungen der Zukunft aktiv angeht und mit ihrer Strategie "Simply Safe" weiter agil für künftige Erfolge arbeitet", kommentiert Group CEO Gert De Winter den Semesterabschluss 2018 der Baloise Group.

Highlights des Semesterabschluss 2018

  • Der Aktionärsgewinn für das erste Halbjahr 2018 liegt bei 269.7 Mio. CHF (Vorjahr: 299.0 Mio. CHF). Das bereits zum Jahresabschluss 2017 in Sanierung befindliche deutsche Haftpflicht-Portfolio wurde in einer Run off-Einheit isoliert und mit Reserven ausgestattet, die den Gewinn im Umfang von netto 32.4 Mio. CHF belasten.
  • Das Geschäftsvolumen sinkt hauptsächlich aufgrund der restriktiven Zeichnungspolitik im traditionellen Lebengeschäft gesamthaft um 3.6% auf 5'468.3 Mio. CHF (Vorjahr: 5'671.0 Mio. CHF).
  • Verbessern konnte die Baloise das Prämienvolumen im strategischen Zielsegment mit Nichtlebenversicherungen. Im ersten Halbjahr 2018 stiegen die Bruttoprämien um 5.2% auf 2'262.3 Mio. CHF (Vorjahr: 2149.5 Mio. CHF).
  • Der Schaden-Kosten-Satz netto (Combined Ratio) verbleibt mit 94.1% auf einem soliden Niveau. Adjustiert man diesen um den genannten negativen Einmaleffekt aus dem Run-off-Portfolio im Nichtlebengeschäft, liegt er bei sehr guten 91.1% (Vorjahr: 89.7%). Besonders erfreulich: Der Schaden-Kosten-Satz netto der Basler Deutschland erreicht mit 96.4% den nachhaltig angepeilten Zielbereich von 96% bis 98%. 
  • Der EBIT des Lebengeschäfts konnte durch die sich stabilisierende Zinssituation und einen geringer werdenden Reserveverstärkungsbedarf um 68.6% auf 193.6 Mio. CHF gesteigert werden. Die Neugeschäftsmarge des Lebengeschäfts beträgt starke 46.9% dank des selektiven Underwritings und des verbesserten Businessmixes.
  • Die Bilanz der Baloise ist stark. Standard & Poor's würdigt die äusserst solide Kapitalisierung mit einer Kreditrating-Verbesserung von "A" auf "A+". Das Eigenkapital  verringert sich aufgrund von Zinseffekten geringfügig auf nach wie vor sehr gute 6'153.2 Mio. CHF (31. Dezember 2017: 6'409.2). Die SST-Quote lag per 1.Januar 2018 bei sehr guten 262%.
  • Das Asset Management zeigt sich in guter Verfassung mit einer Nettorendite der Versicherungsgelder von 1.2% (Vorjahr: 1.4%).
  • Innovationsfreude weiterhin hoch: Die Baloise lancierte im letzten Halbjahr gruppenweit jeden Monat mindestens ein neues Produkt oder gab eine neue Kooperation bekannt. Mit dem Baloise Hagelflieger hat sie zudem in der Schweiz das erste Flugzeug finanziert, das die Schweiz versucht vor Hagelschäden zu schützen. Schäden in Millionenhöhe für die Schweizer Bevölkerung und Landwirtschaft können so bestenfalls verhindert werden.

Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs

Gewinn und Geschäftsvolumen

Die Baloise erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Aktionärsgewinn von 269.7 Mio. CHF sowie ein Geschäftsvolumen von guten 5'468.3 Mio. CHF. Im Nichtlebengeschäft betrug das Wachstum des Prämienvolumens 5.2% auf 2'262.3 Mio. CHF. Positiv beeinflusst wird dieses Wachstum, neben der Steigerung des Prämienvolumens, auch von Wechselkurseffekten. Der solide Schaden-Kosten-Satz netto im Nichtlebengeschäft von 94.1% wird durch einen einmaligen Effekt, der auf die Reservierung eines im Run off befindlichen Haftpflicht-Portfolios zurückzuführen ist, um 3.0 Prozentpunkte belastet. Ohne diesen negativen Effekt lag der Schaden-Kosten-Satz netto bei sehr guten 91.1%. Die Profitabilität des Nichtlebengeschäfts zeigt sich in allen Ländergesellschaften auf einem erfreulichen Niveau.

Das Lebenergebnis lag vor Steuern und Finanzierungskosten (EBIT) bei 193.6 Mio. CHF (Vorjahr: 114.8 Mio. CHF). Hauptgrund für die Verbesserung war insbesondere das stabilere Zinsumfeld, das den Bedarf für Reserveverstärkungen im Lebengeschäft verringerte. Hiervon profitierte insbesondere das belgische Geschäft, in dem nicht mehr benötigte Zusatzrückstellungen ergebniswirksam aufgelöst werden konnten. Über die gesamte Gruppe resultierte ein positiver Einfluss auf den EBIT des Lebengeschäfts von 38.4 Mio. CHF.

Das Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen ist im Einklang mit der Strategie weiterhin rückläufig. Für das Halbjahr 2018 wurde ein Prämienvolumen von 2'200.8 Mio. CHF erzielt (Vorjahr: 2'411.8 Mio. CHF). Das Volumen im Geschäft mit Prämien mit Anlagecharakter sank auf 1'005.2 Mio. CHF (Vorjahr: 1'109.7 Mio. CHF).

Der Rückgang des konsolidierten Geschäftsvolumens um 3.6% auf 5'468.3 Mio. CHF begründetete sich hauptsächlich mit der anhaltend restriktiven Zeichnungspolitik im traditionellen Lebengeschäft. Zum Jahresabschluss 2017 wurde kommuniziert, dass sich in Deutschland ein Haftpflicht-Portfolio in Sanierung befindet. Im vergangenen Semester wurde dieses in eine separate Run off-Einrichtung überführt und vom deutschen Geschäft isoliert sowie mit zusätzlichen Reserven von 46.8 Mio. CHF (netto nach Steuern 32.4 Mio. CHF) für die Abwicklung der Verträge ausgestattet.    

Nichtleben- und Lebengeschäft

Die Baloise wächst – auch währungsbedingt – im ersten Halbjahr 2018 im Nichtlebengeschäft aller Ländereinheiten, wobei das Prämienvolumen besonders in Luxemburg und Belgien gesteigert werden konnte. Konsolidiert verzeichnet die Baloise im Nichtlebengeschäft ein Wachstum von 5.2% auf 2'262.3 Mio. CHF. Der Schaden-Kosten-Satz netto von soliden 94.1% sowie das Vorsteuerergebnis (EBIT) von 145.1 Mio. CHF (Vorjahr: 261.2 Mio. CHF) wurden gegenüber dem schadenarmen Halbjahr 2017 hauptsächlich durch die Reserveverstärkung des deutschen Run off-Portfolios sowie die schweren Winterstürme "Friederike" und "Burglind" negativ beeinflusst. Um die Reservestärkung des Run off-Portfolios bereinigt, liegt der Schaden-Kosten-Satz mit 91.1% auf sehr gutem Niveau. Alle Ländergesellschaften unterstreichen im Nichtlebengeschäft ihre Profitabilität mit einem Schaden-Kosten-Satz netto von deutlich unter 100%. Der Schaden-Kosten-Satz der Gruppe befindet sich im Zielbereich von 90% bis 95%. Besonders erfreulich ist neben der sehr guten Profitabilität des Nichtlebengeschäfts der Basler Schweiz der Schaden-Kosten-Satz netto der deutschen Einheit. Dieser befindet sich dieses Semester mit 96.4% erstmalig im gewünschten Zielband von 96% bis 98%. Der EBIT des Lebengeschäfts lag zum Halbjahresabschluss bei sehr starken 193.6 Mio. CHF (Vorjahr: 114.8 Mio. CHF). Die sich stabilisierende Zinssituation und der damit einhergehende geringer werdende Reserveverstärkungsbedarf im Lebengeschäft ist wesentlicher Treiber dieser deutlichen Ergebnisverbesserung. Insbesondere das belgische Geschäft, in dem nicht mehr benötigte Zusatzrückstellungen aufgelöst werden konnten, trug zum starken Leben-EBIT bei. Über die gesamte Gruppe resultierte aufgrund von Reserveverstärkungen beziehungsweise Auflösungen ein positiver Einfluss auf den EBIT des Lebengeschäfts von 38.4 Mio. CHF. Flankiert wird diese positive Entwicklung durch höhere Margen sowie Verbesserungen im Geschäftsmix. Die stark verbesserte Neugeschäftsmarge von 46.9% (Vorjahr: 24.8%) unterstreicht dies. Das Prämienvolumen des traditionellen Lebengeschäfts reduzierte sich strategiekonform im Vergleich zum Vorjahr um 8.7% auf 2'200.8 Mio. CHF. Auch das Prämienvolumen im Geschäft mit Prämien mit Anlagecharakter ist im Vergleich zum überdurchschnittlich starken Vorjahr mit 1'005.2 Mio. CHF um 9.4% tiefer ausgefallen (Vorjahr: 1'109.7 Mio. CHF).

Bank & Asset Management

Der  EBIT des Bankgeschäfts stieg leicht um 0.2% auf 42.0 Mio. CHF (Vorjahr: 41.9 Mio. CHF). Das Anlageergebnis auf den Versicherungsgeldern liegt aufgrund tieferer Gewinnrealisierungen mit 670.3 Mio. CHF unter jenem des Vorjahrs von 769.9 Mio. CHF. Die Versicherungsgelder rentierten netto mit 1.2% (Vorjahr: 1.4%). Die Baloise Bank SoBa (alle Zahlen gemäss lokaler Rechnungslegung) freut sich über ein starkes erstes Semester 2018. Sie setzt ihren Wachstumstrend beim Reingewinn mit 3.2% auf 13.7 Mio. CHF fort. Als sehr positiver Treiber zeigt sich das Geschäftsmodell "Versicherung und Bank": Die Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandate konnten im ersten Halbjahr 2018 um sehr starke 27% auf nun über 2'000 Mandate gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt entwickelte sich auch das Depotvolumen erfreulich, indem der Neugeldzufluss mehr als verdoppelt werden konnte.

Eigenkapital

Die Bilanz der Baloise blieb stark. Standard & Poor's würdigte die äusserst solide Kapitalisierung mit einer Kreditrating-Verbesserung von "A" auf "A+" mit stabilem Ausblick. Das konsolidierte Eigenkapital verringerte sich aufgrund von Zinseffekten geringfügig um 4.0% auf nach wie vor sehr gute 6'153.2 Mio. CHF (31. Dezember 2017: 6'409.2 Mio. CHF). Im Rahmen des im letzten Frühjahr angekündigten Aktienrückkaufprogramms von bis zu drei Mio. Aktien sind seit April 2017 bereits rund 31.0% zurückgekauft worden. Dies entspricht einem Gegenwert von 138.6 Mio. CHF. Die SST-Quote lag per 1. Januar 2018 bei sehr guten 262%.

Wichtige Daten

  • Dienstag, 28. August 2018: Konferenzen zum Semesterabschluss
    • 09:30 – 11:00 CET:   Telefonkonferenz für Medien
    • 11:00 – 12:30 CET:   Telefonkonferenz für Analysten
    • Telefoneinwahl: +41 (0) 58 310 50 00
  • Mittwoch, 14. November 2018: Zwischenmitteilung 3. Quartal 2018

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'300 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieterin von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierte Finanzdienstleisterin, einer Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.