C-Level Insights

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Carsten Stolz
Leiter Konzernbereich Finanz

Carsten Stolz, Leiter Konzernbereich Finanz

2 Mrd. CHF Cash in der Holding. Dieses Ziel haben wir am Investorentag 2016 für die strategische Ausrichtung "Simply Safe" der Baloise bis 2021 definiert und bereits angefangen, viele Hebel in Bewegung zu setzen. Hierzu gehört aus meiner Sicht, in den nächsten fünf Jahren – ganz nach dem Credo der neuen Strategie – auch eine Vereinfachung bei der Rapportierung, eine Erhöhung der Transparenz bei der Cash-Generierung sowie eine Optimierung der Steuerungsprozesse zu erreichen. Der Konzernbereich Finanz soll noch stärker zu einem sogenannten Business Enabler werden, der aber jederzeit seinen Auftrag, die treuhänderisch sorgfältige Verwaltung des durch die Aktionäre zur Verfügung gestellten Kapitals, gewissenhaft im Auge behält.

Was bedeutet dies nun konkret für laufende und kommende Projekte? "Simply Safe" basiert auf drei Pfeilern: Optimierung des Kerngeschäfts, Investition in Mitarbeitende und Erweiterung des Geschäftsmodells in Marktbereiche, die über das traditionelle Versicherungsgeschäft hinausgehen. Gemeinsam haben diese drei Pfeiler, dass sie in den drei Zielen der Baloise münden, bis 2021 insgesamt 2 Mrd. CHF Cash für die Holding zu generieren, zu einem der besten Arbeitgeber in der Branche zu werden und 1 Million zusätzliche Kunden zu gewinnen. Vor allem das erstgenannte Ziel hat direkten Einfluss auf die Geschäftssteuerung. Konsequenterweise visieren interne Messgrössen neu die operative Barmittel-Generierung an. Der Fokus wird somit stärker auf Cash- und weniger auf buchhalterischen Gewinnen liegen. Mit der Investition in Initiativen, die über das klassische Geschäftsmodell hinausgehen, geht auch die Anpassung des Entscheidungs- und Controlling-Frameworks Hand in Hand. Hier müssen die Prozesse einfacher und schneller werden, damit der Konzernbereich Finanz die Kollegen im operativen Geschäft optimal unterstützen kann.

Der Konzernbereich Finanz soll noch stärker zu einem Business Enabler werden, der aber jederzeit seinen Auftrag, die treuhänderisch sorgfältige Verwaltung des durch die Aktionäre zur Verfügung gestellten Kapitals, gewissenhaft im Auge behält.

Um auch die Transparenz nach aussen zu erhöhen, arbeiten wir kontinuierlich an einer Verbesserung unseres Disclosures. Mit dem diesjährigen Halbjahresabschluss konnten wir bereits mehrere Ankündigungen vom letztjährigen Investorentag einlösen. Wir zeigen erstmals eine Gewinnquellenanalyse für unser Lebengeschäft und veröffentlichen mehr Informationen zu Garantien im Leben sowie zur Entwicklung unseres Bilanz- beziehungsweise Neugeschäftsmixes. Zum Schweizer Solvenztest weisen wir Sensitivitäten aus, die aufzeigen, dass wir selbst in Stresssituationen wie einem Aktieneinbruch um 50% oder einem weiteren Zinsrückgang um 100 Basispunkte immer noch eine Quote von über 140% aufweisen. Die weitere Entwicklung bei den SST-Modellen, insbesondere den Aufbau eines neuen Standardmodells für das Schweizer Kollektivlebengeschäft, verfolgen wir eng und konzernbereichübergreifend. Ein erweitertes Cash-Disclosure folgt mit dem kommenden Jahresabschluss.

Bei der Optimierung der Cashflows ist auch unser Kapitalmanagement eine wichtige Komponente. Hier zielen wir darauf, Möglichkeiten zu verfolgen, die unsere Eigenkapitalkosten senken und zu einer möglichst effizienten Finanzierungsstruktur führen. Hierbei stellen wir den Liquiditäts- und Solvabilitätsbedarf sicher, den die Projekte und Initiativen der Simply Safe-Strategie benötigen.