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GoMore | Burcu Biçer, Marktverantwortliche Schweiz,
im Interview
Blog GoMore | Burcu Biçer, Marktverantwortliche Schweiz,
im Interview
Fiona Egli 28. Januar 2022 Startups, Mobilität

23 Stunden pro Tag steht es durchschnittlich still – die Rede ist vom eigenen Auto. Seit Oktober 2021 haben Autobesitzerinnen und -besitzer in der Schweiz jedoch die Möglichkeit, ihr Auto über die Plattform von GoMore ganz einfach an Privatpersonen zu vermieten. Burcu Biçer, Marktverantwortliche Schweiz bei GoMore, blickt im Interview auf die ersten vier Geschäftsmonate zurück und verrät, wie die Schweiz in Sachen «Auto-Sharing» tickt.

Burcu, GoMore ist seit Oktober 2021 nebst Dänemark, Schweden, Finnland und Spanien nun auch in der Schweiz tätig. Wie seid ihr gestartet?

Der Start ist gut gelungen. Die Schweiz ist der am schnellsten wachsende Markt, das heisst: In keinem der anderen Länder, in denen wir tätig sind, standen in so kurzer Zeit so viele Autos auf unserer Plattform zur Verfügung. Insgesamt sind nach nur vier Monaten bereits fast 500 Autos registriert. Der Erfolg scheint ein wenig der teils vorherrschenden Meinung zu widersprechen, in der Schweiz würde Privatbesitz ungern geteilt.

Wo in der Schweiz wird denn am liebsten geteilt?

Mit unseren Marketingaktivitäten haben wir uns bisher auf die Deutschschweiz konzentriert. Stand heute verzeichnen wir sowohl die meisten registrierten Autos als auch die meisten Mieten im Kanton Zürich. Danach folgen Basel und Bern.

Wie sieht es mit der Westschweiz aus?

Seit Kurzem ist unsere Plattform nun auch auf Französisch verfügbar. Wir freuen uns, dass wir damit in der Romandie nun noch stärker Fuss fassen können.

Gibt es Eigenheiten im Mietverhalten eurer Kundinnen und Kunden in der Schweiz?

Im Vergleich zu den anderen Märkten, in denen wir tätig sind, werden in der Schweiz deutlich mehr high-end Autos – wie beispielsweise Teslas – über unsere Plattform gemietet. Die Gründe für die Miete eines eher teureren Autos sind ganz unterschiedlich, wie aus dem Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden hervorgeht: Dazu gehören Probefahrten, Geburtstagsüberraschungen oder komfortable Wochenend-Roadtrips.

Wie sieht es in Bezug auf die Mietdauer aus – für wie lange werden Autos bei euch gemietet?

Wenige Stunden bis mehrere Wochen – die Mietdauer ist sehr individuell. Im Schnitt wird ein Auto in der Schweiz aber für drei bis vier Tage am Stück gemietet. GoMore gibt keine Mindestmietdauer beziehungsweise -vermietdauer vor. Damit ermöglichen wir unseren Mitgliedern grösstmögliche Flexibilität.

Und wie ist es eigentlich, wenn ich als Mieterin oder Mieter am Auto aus Versehen einen Kratzer mache oder sogar ein Unfall passiert?

Man schliesst bei Vertragsschluss über unsere Plattform eine Versicherung bei der Baloise ab, welche allfällige Schäden übernimmt. 

Autos, E-Bikes, E-Trottinette – mittlerweile gibt es viele verschiedene Sharing-Anbieter im Bereich Mobilität. Was zeichnet GoMore aus und für wen ist eure Plattform geeignet?

GoMore verfolgt einen ressourcenschonenden Ansatz. Da wir keine eigene Flotte besitzen, wurde kein Fahrzeug eigens für unsere Plattform produziert. Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in der Schweiz eine Fülle von schlecht ausgelasteten Autos. Unser Ziel ist es, den Individualverkehr nachhaltiger zu gestalten. Wir wollen mit weniger Autos mehr Mobilität erreichen. Die naheliegendste Möglichkeit dafür ist das Teilen von Autos mit Menschen in der Nachbarschaft. Im Gegensatz zu E-Bikes oder E-Trottinetten, die insbesondere für den städtischen Nahverkehr geeignet sind, ermöglichen Autos, auch längere Distanzen zurückzulegen.

Um die Vermietung für unsere Mitglieder möglichst einfach zu gestalten, bieten wir Keyless-Boxen an. So kann der Mieter das Fahrzeug über die GoMore-App öffnen und verschliessen. Eine persönliche Schlüsselübergabe durch den Vermieter ist nicht nötig.

gomore.ch