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Vier rekordverdächtige Gemälde und ihre Geschichte
Blog Vier rekordverdächtige Gemälde und ihre Geschichte
Laura Viloria 11. Januar 2022 faktischversichert

Rekorde übertreffen sich: Einige Kunstwerke sind klein, einige unglaublich gross. Einige extrem teuer, einige sehr begehrt. Etwas haben jedoch viele Gemälde gemeinsam: Sie faszinieren ihre Betrachter aufgrund aussergewöhnlicher Maltechniken oder abenteuerlicher Hintergrundgeschichten. Wir haben vier rekordverdächtige Gemälde zusammengestellt, um euch ihre Geschichte näher zu bringen.

Das bekannteste Gemälde – «Mona Lisa» von Leonardo da Vinci

Das Porträt der Mona Lisa (77 x 53 cm), auch La Gioconda genannt, wurde zwischen 1503 und 1506 von Leonardo da Vinci gemalt und ist das wohl bekannteste Gemälde der Welt. Jeder noch so desinteressierte Kunstbanause hat mindestens schon einmal etwas von der Mona Lisa gehört. Aber warum ist das so? Nachdem Vincenzo Peruggia am 21. August 1911 das Bild der unbekannten Schönen aus dem Louvre Museum entwendete, wurde es plötzlich in jeder Zeitung abgedruckt, als Postkarte verkauft und war in ganz Europa als Poster an Häuserwänden zu sehen. Bis die spurlos verschwundene Mona Lisa nach zwei Jahren schliesslich wieder im Louvre auftauchte, kannte die ganze Welt die lächelnde Schönheit.

Das grösste Gemälde – «The Journey of Humanity» von Sacha Jafris

Sacha Jafri hatte für sein abstraktes Werk, welches insgesamt 1’600 Quadratmeter Fläche einnimmt, um Zeichnungen von Kindern gebeten, die er in seine Arbeit einfliessen lassen wollte. Kinder aus 140 Ländern folgten dem Aufruf Jafris, der sich nicht nur von den vielen Zusendungen, sondern auch von der Versteigerung seines 2020 fertiggestellten Werks überwältigt zeigte: Ein Krypto-Unternehmer aus Frankreich kaufte das komplette Kunstwerk und legte dafür eine Summe von umgerechnet  57 Millionen Schweizer Franken auf den Tisch. Auch wenn Jafris ursprüngliche Idee, das Gemälde in Teilen zu verkaufen, damit nicht aufging, konnte er dennoch sein anderes Vorhaben umsetzen: Der gesamte Erlös des Verkaufes von «The Journey of Humanity» wurde an wohltätige Organisationen – wie zum Beispiel UNICEF oder UNESCO – gespendet.

Das teuerste Gemälde – «Salvator Mundi» von Leonardo da Vinci

Ganz oben auf der Liste der teuersten Kunstwerke, die je verkauft wurden, steht das Gemälde mit dem Titel «Salvator Mundi» (lateinisch für «Erlöser der Welt») von Leonardo da Vinci. Die 65,7 x 45,7 cm grosse Tafel aus Walnussholz wurde am 15. November 2017 im Auktionshaus Christie's in New York für umgerechnet 425 Millionen Schweizer Franken verkauft – ein Rekordpreis. Der Käufer wurde allerdings nicht bekannt gegeben. Wie viele von da Vincis erhaltenen Werken, war das Gemälde nicht in neuwertigem Zustand und musste zuerst umfassend restauriert werden.

Das meistgestohlene Gemälde – «Jacques III de Gheyn» von Rembrandt

Das Bild von «Jacques III de Gheyn» ist ein in Öl auf Leinwand gemaltes Porträt des Kupferstechers Jacob de Gheyn III, welches Rembrandt im Jahr 1632 angefertigt hat. Es ist kleiner als die meisten Werke Rembrandts und misst nur 29,9 x 24,9 cm. Seine Grösse ist mit ein Grund dafür, dass das Gemälde bereits sage und schreibe vier Mal aus der Dulwich Picture Gallery in England gestohlen wurde (1966, 1973, 1981 und 1986), so dass es mittlerweile auch unter dem Namen «Der Rembrandt zum Mitnehmen» bekannt ist. Erfreulicherweise wurde es aber jedes Mal wiedergefunden und zurück nach England in die Dulwich Picture Gallery gebracht, wo es heute noch zur Besichtigung ausgestellt ist.