Welche Fähigkeiten sind im Job der Zukunft gefragt?

Kim Berrendorf
8. Oktober 2019
Heutige Karrieren zeichnen sich nicht dadurch aus, eine bestimmte Position zu erreichen und diese dann bis zur Pensionierung zu halten. Es geht vielmehr darum ein Portfolio an Erfahrungen und Fähigkeit – vor allem auch «soft skills» - zu sammeln und dieses im Laufe der Karriere weiterzuentwickeln. Es ist ein konstantes Arbeiten an der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit. Als Arbeitgeber sind wir gefordert und stehen mitten in dieser Entwicklung.

Zeiten ändern sich – Berufe auch

Die Geschäftsmodelle in der Versicherungsindustrie werden sich grundlegend verändern. Wir wissen nicht wann, in welchem Ausmass und mit welcher Geschwindigkeit. Wir wissen aber, dass gut ausgebildete Mitarbeitende die Basis sind, um zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Zeiten, in denen man einen Beruf erlernte, in diesem Erfahrungen sammelte und mit der Zunahmen an Erfahrungen eine Karriere machte – meist ein Leben lang im selben Unternehmen – gehören der Vergangenheit an.

Future Skills Forum Rheinfelden

Ende September befasste sich die Erstausgabe des Future Skills Forum Rheinfelden mit diesen Themen. Das Forum war mit 150 Teilnehmenden restlos ausgebucht – und liefert wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Topographie der Berufswelt. Das Forum konnte bei seiner Premiere mit einem hochkarätigen Podium punkten. Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki vertrat als Rektorin der Universität Basel den Bildungssektor. Mit dem Unternehmer Valentin Vogt, der den Schweizerischen Arbeitgeberverband präsidiert, war auch einer der obersten Schweizer Wirtschaftsvertreter präsent. Danièle A. Castle bildete durch ihren Hintergrund als PR-Expertin und Verantwortliche für Education and Talent von digitalswitzerland eine Art Bindeglied. Komplettiert wurde die illustre Runde durch den international tätigen Unternehmensberater und renommierten Digitalisierungsexperten Andreas Liedtke.

Blick ins Publikum am Future Skills Forums in Rheinfelden
Vortrag von Dominik Marbet an der Future Skills in Rheinfelden

Moderne Karrierewege bei der Baloise

In einer Break-Out Session zeigte die Baloise auf, wie sie mit dem Thema «Future Skills» umgeht und wie sie versucht, zusammen mit den Mitarbeitenden diese neuen Fähigkeiten aufzubauen. Die Trainees Melanie Ridoli und Kevin Duss sowie Patrick Gysin (Asset Management) erzählten Beispiel aus ihrer Bildungs- und Berufskarriere, um anschliessend unter der Leitung von Dominik Marbet (Public Affairs & Sustainability) mit den Teilnehmenden zu diskutieren.

Soft Skills sind der Schlüssel zum Erfolg

In einem waren sich die Teilnehmenden der Session einig: In Zukunft werden sogenannte «Soft Skills» noch deutlich wichtiger. Vernetztes und bereichsübergreifendes Denken, Kommunikation, Selbstorganisation, Verkaufsgeschick – alles Fähigkeiten, die in der heutigen Hochschulbildung mit dem Bologna-System kaum noch Platz haben. Es sind daher Unternehmen, die immer häufiger diese Defizite ausgleichen müssen. Dies ist ein Grund, wieso die Baloise in die Entwicklung dieser persönlichen und sozialen Fähigkeiten investiert. Einen Beitrag kann aber auch das Milizsystem leisten. Hier motiviert die Baloise ihre Mitarbeitenden seit Jahren, sich politisch, sozial, im Sport oder in der Kirche zu engagieren. «Unser Milizsystem […]», führte auch Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt in der abschliessenden Podiumsdiskussion an, «[…] ist ideal, um sich Soft Skills anzueignen und gleichzeitig etwas für die Gemeinschaft zu tun.». Für die Baloise heisst das: wir sind auf dem richtigen Weg und werden unser Engagement in Sachen Bildung inner- und ausserhalb der Baloise weiter vorantreiben.