Baloise Digitale Pfadfinder an der Berufsinfo-Messe in Olten

Debora Moos
7. September 2020
Nachhaltigkeit
Auch die «Digital Natives» können in Sachen Cybersecurity und Digitalisierung noch dazulernen: Deshalb waren die Baloise Digitale Pfadfinder als einer von 72 Ausstellern vom 1. bis 3. September an der Berufsinfo-Messe in Olten vertreten. Das Ziel: Jugendliche für die Gefahren der digitalen Mediennutzung sensibilisieren und die Werbetrommel für die Schulungsangebote der Pfadis rühren.
Zahlreiche Schüler schauen beim Quiz zu

Hoch im Kurs: Das Digital Survival Quiz

Welche Gefahren bergen Smart Home Komponenten? Wann wurde Apple gegründet? Sein Haustier, neuer Arbeitgeber oder nächstes Ferienziel – was ist am wenigsten riskant, um auf den sozialen Medien zu posten? Es waren Fragen wie diese, denen sich die Besucher der Berufsinfo-Messe am Stand der Baloise Digitale Pfadfinder im Digital Survival Quiz stellen konnten.

«Der Andrang war sehr gross», freut sich Steven Tirrito, Verantwortlicher Baloise Digitale Pfadfinder. Tatsächlich bildeten sich vor dem Messestand zeitweise lange Warteschlangen. Die Jugendlichen konnten beim Digital Survival Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen und eine Stoffmaske gewinnen. «Auffallend war, dass auch bei den Digital Natives noch einige Wissenslücken und damit Aufklärungsbedarf besteht – und genau da kommen wir ins Spiel», erklärt Steven Tirrito.

Angebot stösst auf Anklang

Immer wieder kamen Lehrer an den Messestand, um sich über die Ausbildungsangebote der Pfadis zu informieren. Viele zeigten sich sehr interessiert, ist der richtige Umgang mit digitalen Medien heute wichtig wie nie zuvor. «Ich bin mir sicher, dass wir mit unserem Angebot einen Nerv getroffen haben und sich einige Lehrer für eine von uns durchgeführte Unterrichtsstunde melden werden», so Steven Tirrito abschliessend.

Mehrere SchülerInnen befragen einen Pfadi am Messestand

Auffallend war, dass auch bei den Digital Natives noch einige Wissenslücken und damit Aufklärungsbedarf besteht – und genau da kommen wir ins Spiel.

Steven Tirrito, Baloise Digitale Pfadfinder

Vier Fragen an Urs Blaser, Geschäftsführer Berufsinfo-Messe Aareland

Steven Tirrito und Urs Blaser

72 Aussteller, rund 5'400 BesucherInnen: Was ist ihr Fazit nach den drei Messetagen?

Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Messe erfolgreich abschliessen konnten. Für die Ausbildner und Schüler ist die Messe jedes Jahr eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und ein erstes «Matching» vorzunehmen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation waren die Bedingungen zwar erschwert, jedoch haben Aussteller wie auch Besucher die Massnahmen sehr gut umgesetzt.

Apropos Massnahmen: Das Konzept, dass die BesucherInnen in Gruppen eingeteilt werden und jeweils für einen bestimmten Timeslot in jedem Sektor sind, kam sehr gut an bei den Ausstellern.

Das stimmt, das ist ein positiver Aspekt der Schutzmassnahmen: In einem normalen Jahr hätten wir uns wohl keine Gedanken über ein neues Konzept gemacht. Nun kann darüber diskutiert werden, diese Aufteilung auch ein anderes Mal wieder vorzunehmen. Die Vorteile: Die Lehrer bleiben zusammen mit ihren Klassen und können diese besser betreuen. Zudem verteilt sich der Besucheransturm besser auf die verschiedenen Stände.

Die Besucher sind grösstenteils SchülerInnen auf Lehrstellensuche. Wie weit sind diese in dem Prozess und welchen Nutzen bringt ihnen der Messebesuch?

Dies ist zweigeteilt: Einerseits gibt es Schüler, die sich in ihrer Berufswahl noch unsicher sind. Diese holen sich an der Berufsmesse erste Impulse. Andere wissen hingegen schon genau, wohin es gehen soll und können an den Ständen schon konkrete Kontakte zu potenziellen Ausbildnern knüpfen.

Welche Trends liessen sich an der diesjährigen Messe ausmachen?

Für mich war auffallend, dass insbesondere die technischen Berufe mit einem guten Mix an verschiedenen Ausbildungsangeboten vertreten waren. Die klassischen Handwerksberufe profitieren von der Digitalisierung, so stehen ihnen immer mehr und bessere technische Hilfsmittel zur Verfügung.