Future-Up: Die Baloise begrüsst sechzehn Startups mit viel Innovation im Gepäck

Fiona Egli & Katharina Hepp
28. Januar 2020
Startups, Innovation
Von Ideenreichtum und Mut: Mitarbeitende der Baloise sowie externe Interessenten lernen die Geschäftsmodelle von sechzehn Startups kennen. Am 20. Januar fand der Baloise Future-Up in den Räumlichkeiten der PwC Basel statt. Bereits zum vierten Mal organisierte die Baloise den Corporate Event in Zusammenarbeit mit F10 und räumte innovativen Ideen gebührenden Stellenwert ein.

Der Austausch mit Startups ist immer wieder sehr befruchtend und öffnet neue Perspektiven

Michael Müller, CEO Baloise Schweiz

„Der Austausch mit Startups ist immer wieder sehr befruchtend und öffnet neue Perspektiven“, betonte Michael Müller, CEO Baloise Schweiz, in seiner Begrüssungsrede. Ein voller Saal verfolgte am 20. Januar in den PwC-Räumlichkeiten die Pitches von insgesamt sechzehn Startups aus der ganzen Welt. Zusammen mit F10, dem Startup-Förderer aus Zürich, organisierte Baloise den vierten Anlass dieser Art. Zum ersten Mal war die Veranstaltung nicht nur für Mitarbeitende der Baloise geöffnet, sondern auch für externe Interessenten. Nebst den Kurzpräsentationen – von Nachwuchsunternehmen mehrheitlich aus dem Finanzsektor – stellte Tillmann Lang sein am Markt bereits etabliertes Jungunternehmen Yova vor: Eine Impact Investing Plattform, die es jedem ermöglicht, sein Geld einfach und vor allem nachhaltig zu investieren.

Referenzen und Ressourcen: Herausforderungen, denen Startups begegnen

Am Podiumsgespräch – moderiert von Deborrah Schaer, Startup Coach bei F10 – tauschten sich Julia Holzgreve, Innovation Partnerships Director der Keen Innovation AG, Dejan Juric, Mitbegründer und CEO des Startups LOLA Finance AG, sowie Philipp Marty, Leiter Produktmanagement Sach/Haft Privat bei der Baloise, aus. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde diskutierten unter anderem die Hürden rund um die Zusammenarbeit zwischen Startups und Unternehmen. Nicht selten stehen fehlende personelle Ressourcen auf Seiten des Unternehmens einem gemeinsamen Projekt im Weg. „Startups müssen begleitet werden. Die Zusammenarbeit mit einem Startup ist nicht nur Einkauf von Innovation. Vielmehr ist sie die Möglichkeit, den unternehmerischen Horizont zu erweitern und von einem unkonventionellen Standpunkt aus in die Zukunft zu blicken. Eine Zusammenarbeit mit Startups hat für unsere Mitarbeitenden einen grossen Lerneffekt, der Kreativität und Weitsicht fördert. Deshalb ist sie zeitintensiv – und das richtigerweise“, führte Marty aus.

Ein Stolperstein, dem viele Startups begegnen, sind fehlende Referenzen. „In der Schweiz funktioniert die Zusammenarbeit mit Startups ein bisschen nach dem Schneeballsystem: Kann ein Startup namhafte Referenzen vorweisen, wird eine Zusammenarbeit auch für andere Firmen interessant. Dies führt jedoch dazu, dass viel innovatives Potential unbeachtet bleibt. Gute Ideen sind es wert, geprüft zu werden“, erklärte Holzgreve, die selbst als Startup-Mentorin bei F10 tätig ist. Umso wichtiger seien Veranstaltungen wie der Baloise Future-Up, wo Startup-Gründer Kontakte knüpfen und ihren Innovationen Aufmerksamkeit verschaffen können.

Corporate Startups: Die Baloise schafft eine Kultur, in der Innovation wachsen kann

Mit eMobee fand ein Baloise internes Startup Einzug in die Pitches. eMobee soll Nutzern von Online-Services bei einem negativen Erlebnis helfen, indem es dessen Effekt abmildert. Beispielsweise will eMobee Zugfahrgästen, deren Zug verspätet ist, einen Teil des Ticketpreises zurückerstatten – automatisiert und ohne weiteres Zutun des Nutzers. Damit sollen Kundenloyalität und -zufriedenheit mit dem Anbieter des Online-Services steigen. Als Vorteile bei der Arbeit im Corporate Startup fasst Co-Founder Torsten Warnecke zusammen: „Die Arbeitsweise ist eine andere. Ich habe viel mehr Entscheidungsfreiheiten und freue mich, über den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen über Themen, die über den Versicherungsbereich hinausgehen.“ Eine Idee und den Mut, Neues zu wagen, das brauche es unter anderem für die Gründung eines Startups.

Die Baloise unterstützt Mitarbeitende wie Torsten: Mitarbeitende, die eine Geschäftsidee haben, können sich für ein Förderprogramm bewerben, das sie auf dem Weg zum Corporate Startup unterstützt. Eine interne Jury wählt die besten Ideen aus und gibt den Mitarbeitenden Mittel an die Hand, um die Ideen weiterzuentwickeln und auf ihr Potential zu testen.