Mobilitätstrend | E-Bikes erobern die Schweizer Strassen

Fiona Egli
10. Juni 2020
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Es existiert länger als man denkt, so richtig an Beliebtheit hat es jedoch erst in den letzten Jahren gewonnen – das E-Bike. 2019 war mehr als jedes dritte in der Schweiz verkaufte Velo ein Elektrofahrrad. Grund genug, diesen Mobilitätstrend etwas genauer zu betrachten.

Eine lange Geschichte: Bereits 1895 meldete der US-amerikanische Erfinder Ogden Bolton Jr. sein «Electrical Bicycle» – ein Velo mit einem Radnabenmotor – als Patent an. Während sein Modell noch eher einem Motor- als einem Fahrrad glich, tüftelten Erfinder über die nächsten Jahre weiter an der Vision eines Fortbewegungsmittels, das die Menschen schnell und leicht voranbringen sollte. Leichtere Modelle, die Elektromotor und Pedalantrieb kombinierten, sowie eine verbesserte Reichweite der Batterie, halfen dem Elektrofahrrad schliesslich zum Durchbruch. Heute, 125 Jahre nach seiner «offiziellen Erfindung», hat sich das E-Bike in der Schweiz zum regelrechten Trendfortbewegungsmittel entwickelt. 

Bequem und schnell

Der Elektromotor eines E-Bikes startet, sobald der Velofahrer in die Pedale tritt, wodurch sich weite Strecken schnell zurücklegen und Höhendifferenzen bequem überwinden lassen. Diese Vorteile machen Elektrofahrräder für verschiedene Personengruppen interessant: E-Bikes ermöglichen beispielweise Senioren den Erhalt ihrer Mobilität oder werden vermehrt von Menschen für den täglichen Arbeitsweg genutzt – gerade in Zeiten wie der aktuellen Gesundheitskrise auch als gesundheitsschonende Alternative zum öffentlichen Verkehr. Gemäss einer Statistik von Velosuisse war 2019 mehr als jedes dritte in der Schweiz verkaufte Fahrrad ein E-Bike. Während 2009 in der Schweiz insgesamt 23'886 Elektrovelos verkauft wurden, waren es 2019 bereits 133'033.

Ungewohnt und schwer einzuschätzen

Der Motor von «langsamen» E-Bikes unterstützt das Treten bis zu 25km/h, derjenige von «schnellen» gar bis zu 45 km/h. Letztere werden auf der Strasse deshalb in die Kategorie der Motorfahrräder gerechnet. Diese neu gewonnene Geschwindigkeit ist es denn auch, die das Elektrovelo für alle Verkehrsteilnehmenden schwer einschätzbar macht und von den herkömmlichen Fahrrädern unterscheidet: Überholmanöver der Autofahrer dauern länger, der Bremsweg des E-Bikes ist länger. Laut dem Bundesamt für Strassen gab es 2019 schweizweit 4'685 Verkehrsunfälle, an denen Velos beteiligt waren. Gerade bei den E-Bikes ist die Zahl der schwerverunfallten Personen erneut gestiegen. Mitunter ein Grund dafür ist ebendiese im Verkehr noch immer ungewohnte und unterschätzte Geschwindigkeit des Elektrofahrrads. Ein sicheres Verhalten im Strassenverkehr und vorausschauendes Fahren sind für eine Fahrt mit dem E-Bike unabdingbar.

Das passende E-Bike ist entscheidend

Mittlerweile gibt es zahlreiche Elektrovelo-Modelle, die verschiedene Bedürfnisse abdecken. Für welchen Zweck will man das Elektrovelo nutzen? Welche Reichweite soll der Akku des E-Bikes haben? Welche Geschwindigkeit soll es erreichen? Vor dem Kauf eines E-Bikes, lohnt es sich, diese Fragen zu klären, um das passende Modell für einen zu finden.

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