New Work | Work-Life-Balance neu definiert

Lukas Jöhri
14. August 2020
Innovation, Strategie
Noch immer definieren hierarchisch und oft von Männern geführte Unternehmen und Konzerne die Geschäftswelt. Immer mehr verändern sich diese Unternehmen auf Druck von Start-Ups und einer neuen Generation an Arbeitnehmenden hin zu neuen Arbeitsmodellen.

Die neuen Technologien ermöglichen ein komplett anderes Arbeiten als noch vor ein paar Jahren. Während man früher oft entweder den Karriere- oder Familienpfad einschlagen musste, geht heute beides gleichzeitig. Zahlreiche neue Arbeitsmethoden ermöglichen es, problemlos temporär oder auch längerfristig virtuell und aus Distanz zusammenzuarbeiten. Dies beweisen auch die immer mehr vorhandenen Remote-Jobs, wo man in einem Unternehmen angestellt wird, das gar kein physisches Büro besitzt oder dieses nicht zur Pflicht macht. Die zunehmende Flexibilität ermöglicht ein Arbeiten während man andere Hobbys oder Lebensformen pflegt, die früher nicht möglich waren. Den ganzen Sommer über am Strand sein? Leistungssport ausüben? Back-Packing? Du fühlst dich gerade nicht gut? Auf Kinder aufpassen? Eltern pflegen? Alles kein Problem, solange du Internet hast und dich dennoch zeitweise der Arbeit widmen kannst und diese rechtzeitig erledigst. Es heisst nicht mehr «entweder A oder B» sondern oft «A und B».

Laptop vor Panoramafenster mit Aussicht auf Hügel.
Frau sitzt mit einem Laptop bei Sonnenuntergang auf ihrem Balkon mit Blick auf die Stadt.

Mögliche Veränderungen in der Baloise

Dies hat zahlreiche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Baloise. Schon heute arbeiten wir daran, mehr Mitarbeitende in Teilzeit einzustellen sowie Home Office und flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen. Wenn wir nun New Work und der Trend anywhere, somewhere, x-where kombinieren, könnte die Zukunft so ausschauen, dass die Mitarbeitenden ihre Arbeit von der ganzen Welt aus zu ihrer lokalen Zeit verrichten. Spätestens dann gehören Öffnungszeiten zur Vergangenheit! Schon heute gibt es zahlreiche Dienstleister, die den sogenannten Follow-the-sun-Ansatz verfolgen. Nach diesem Ansatz wird weltweit überall bei Sonnenschein gearbeitet und am Ende des Arbeitstages erfolgt die Übergabe an die nächste Schicht, eben dort wo die Sonne jetzt zu scheinen beginnt. So können zum Beispiel Software-Systeme rund um die Uhr und somit deutlich schneller entwickelt werden. Ähnliche Ansätze bestehen aber auch schon im weniger von anderen Schichten abhängigen Kundendienst: So können Kunden jederzeit das Unternehmen kontaktieren und werden innerhalb von Minuten bedient. Egal, ob dies zu unserer Zeit nach 22 Uhr oder an einem Sonntag ist.

Mit dem geänderten Arbeitsverhalten verändert sich natürlich auch der Alltag unserer Kunden nachhaltig von Arbeits- zu Freizeitmobilität. Dies hat einen Einfluss auf die Wahl, Art und Nutzung der Verkehrsmittel, was sich in unseren Produkten widerspiegeln muss. So könnte es zum Beispiel sein, dass nur noch öffentlich zugängliche Fahrzeuge unterwegs sind und Privatpersonen gar keine Fahrzeugversicherung mehr benötigen.

Alle sozialen Trends und die vollständigen Ausführungen dazu findest du auch von Seite 33 – 52 im Future of Mobility Trend Report

Die «Future of Mobility» Blogreihe

Wie die Welt zur Gründung der Baloise im Jahr 1863 aussah

Maschine ersetzt Mensch

Ein Leben ohne Arbeitsweg – neue soziale Identitäten verändern unseren Alltag

Anywhere, somewhere und X-where

Smart Responsive City: Die Bürger sind König

Stell dir eine komplett digitale Stadtverwaltung vor.