Smart Responsive City: Die Bürger sind König

Lukas Jöhri
29. Juli 2020
Innovation, Strategie
In Zukunft passt sich die Stadt gemäss dem Trend «Smart Responsive City» automatisch den Bedürfnissen der Bewohner an und fördert so ein einfaches Zusammenleben. Gemeinsam mit dem Trend «Social Participation», werden Bürger zudem immer mehr in selbstorganisierten Systemen leben und arbeiten. Durch diese beiden Trends verändert sich unser Alltag stark. In diesem Blog zeigen wir dir einige Beispiele, wie das funktionieren und aussehen könnte.

Baubewilligung und Einsprachen ganz einfach via App erledigen

Wenn unser Alltag immer digitaler wird, muss das irgendwann auch unsere Umgebung. Stell dir eine komplett digitale und mehrheitlich selbstorganisierte Stadtverwaltung vor: Statt langwieriger Bewilligungs- und Ausschreibungsverfahren hat jeder Bürger eine App mit zahlreichen Rechten und Pflichten, die den Alltag erleichtern und gleichzeitig Ressourcen sparen: 

  • Stell die Strassenlaternen an, wann und wo du sie brauchst.
  • Informiere deine Nachbarn direkt über Geburtstagsfeiern und andere Lärmemission – und hole gleichzeitig deren Bewilligung ein.
  • Stelle dein Bauvorhaben auf die App und alle Nachbarn sehen sofort, was du vorhast. Die geltenden Regeln werden automatisch überprüft. Einwände von Nachbarn werden digital direkt abgearbeitet. Du bist nicht von einer weiteren Verwaltung abhängig, sondern direkt von deinen Nachbarn und im Streitfall von unabhängigen, nicht involvierten Bürgern.
  • Mach Fotos von Orten, wo etwas nicht stimmt oder wo Anpassungen benötigt werden. Das Gras ist zu hoch? Müll am Strassenrand? Es brennt? Eine Parkbank ist kaputt? Du hast einen medizinischen Notfall? In kürzester Zeit werden automatisch die richtigen Arbeiter oder Helfer benachrichtigt.
  • Du stehst im Stau? Auch das regelt die Stadt für dich, indem sie die Reise vorberechnet und dir mit einer Abfahrtszeit die ideale Zeit berechnet und die Ampeln in Echtzeit an das Verkehrsaufkommen anpasst, sodass alle so schnell wie möglich nach Hause kommen. 

Die Stadt passt sich automatisch an die Bedürfnisse ihrer Bewohner an. Investitionen werden wie auf Crowdfunding-Plattformen, wie zum Beispiel Kickstarter, durch die Bevölkerung im vorhandenen Budget freigegeben. Wer braucht schon einen Bürgermeister, wenn alles dezentral gelöst werden kann? Auch dieses Szenario könnte zahlreiche Implikationen auf die Baloise haben. So könnten zum Beispiel in intelligenten Städten Brände schneller erkannt, die Wege durch grüne Ampeln freigeräumt und das Feuer so schneller gelöscht werden. Auch neue Bauvorhaben könnten weniger lange blockiert werden, was Zeit und Geld sparen würde. Gemeinsam mit den anderen Trends wie «Social Participation» und «selbstorganisierte Systemen» verändert dies unsere Lebensweise und somit die von Kunden nachgefragten Produkte. 

Alle sozialen Trends und die vollständigen Ausführungen dazu findest du auch von Seite 33 – 52 im Future of Mobility Trend Report

Die «Future of Mobility» Blogreihe

Die Zukunft der Mobilität | Ein Blick auf das Jahr 2040

Der Future of Mobility Trend Report

Wie die Welt zur Gründung der Baloise im Jahr 1863 aussah

Maschine ersetzt Mensch

Ein Leben ohne Arbeitsweg – neue soziale Identitäten verändern unseren Alltag

Anywhere, somewhere und X-where