Pensionskasse – das Anlagejahr 2020 im Überblick

Pierre Boithiot
16. Februar 2021
Pensionskasse
2020 war ein extremes Jahr. Während die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzte, feierten die Aktienmärkte neue Höchststände. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, wie die Pensionskasse dieses anspruchsvolle Jahr meisterte.

Die Corona-Pandemie führte zu heftigen Kursausschlägen an den Finanzmärkten

Das Jahr 2020 startete ganz ordentlich. Die Aktienmärkte nahmen den Schwung von 2019 mit ins neue Jahr und erreichten bis Mitte Februar mancherorts neue Höchststände, ehe die sich ausbreitende Corona-Pandemie zu einem Ausverkauf an den Börsen führte. Innerhalb weniger Wochen verloren die wichtigsten Aktienmärkte rund 30% ihrer Marktkapitalisierung. Aus Angst vor einer globalen Rezession schnellten die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen in die Höhe und der Ölpreis notierte zeitweise gar mit einem negativen Vorzeichen. Die Staaten und Zentralbanken reagierten schnell und gaben mit kräftigen geld- und fiskalpolitischen Massnahmen Gegensteuer. Ab Mitte März verzeichneten Aktien und andere risikobehaftete Anlagen enorme Kursgewinne und beendeten das Jahr schlussendlich mit einer mehrheitlich positiven Performance.

Leicht höherer Deckungsgrad

In diesem turbulenten Jahr erzielte die Pensionskasse eine Performance von 2.4%. Unsere vorsichtigere Anlagestrategie hat zwar dazu geführt, dass wir im Tiefpunkt im März weniger verloren haben als andere Pensionskassen. Allerdings konnten wir, als die Aktienmärkte wieder gestiegen sind, mit der Performance der anderen Pensionskassen nicht ganz mithalten. Der technische Deckungsgrad steigt von 111.1% per Ende 2019 auf 112.4% Ende 2020 (provisorische Zahlen). Die finanzielle Lage der Vorsorgestiftung ist nach wie vor solide, wobei die Wertschwankungsreserven nicht vollständig vorhanden sind. Der Stiftungsrat hat entschieden, die Altersguthaben rückwirkend für das Jahr 2020 mit 1.5% zu verzinsen. Aufgrund der eingeschränkten Risikofähigkeit, des immer noch tiefen Zinsniveaus und der rückläufigen Inflation wurde für das Jahr 2021 kein Teuerungsausgleich für die Rentner vorgesehen.