Weihnachtswünsche zum Pflücken

Cornelia Ineichen, Valeria Gurri
22. Dezember 2021
Während zwei Wochen hängten an grossen Weihnachtsbäumen am Hauptsitz der Baloise wieder Wünsche, die darauf warten, erfüllt zu werden. Die Geschenke kommen Frauen und Kinder im Frauenhaus beider Basel zugute.

Rund 180 Wunschzettel haben Sandra und Tanja, Mit-Organisatorinnen der Wunschbaum-Aktion, an die beiden Weihnachtsbäume gehängt. «Vor zwei Jahren wurde die Aktion mit dem Frauenhaus zum ersten Mal durchgeführt und wir waren von der Aktion begeistert. Schön zu sehen ist natürlich auch, dass die Aktion bei den Mitarbeitenden im 2019 sehr gut angekommen ist. Daher mussten wir nicht lange überlegen und haben mit grosser Freude die Aktion für dieses Jahr geplant.»

Wünsche zum Pflücken

Frauen und Kinder des Frauenhauses haben ihre Wünsche auf Zettel geschrieben, die an den Weihnachtsbaum gehängt wurden. Auch sind vereinzelt Wünsche vom Betreuenden-Team zu finden, das sich Utensilien für das Frauenhaus wünscht. Mitarbeitende der Baloise konnten dann einen Wunschzettel «pflücken», das Geschenk besorgen und direkt unter den Baum legen. «Die Wünsche reichen von warmen Socken über ein Kinderbuch bis hin zu einer Yoga-Matte», so Sandra. Das zeige einmal mehr, dass Vieles nicht so selbstverständlich sei, wie es scheine. Die beiden Holzbäume wurden übrigens mit viel Geschick in der hauseigenen Schreinerei vom Kollegen Daniel gefertigt.

Wir haben uns mit Sandra, Tanja, Mejreme und Corinne über die Wunschbaum-Aktion unterhalten. Mejreme arbeitet auf der Generalagentur Basel und Corinne am Welcome Desk am Hauptsitz. Beide sind uns durch ihren grossen Einsatz für die Aktion aufgefallen.

Weihnachtsbaum aus Holz mit Christbaumkugeln
Mitarbeiterin der Baloise mit den Wunschzetteln in der Hand

Corinne, was war deine Motivation dich bei dieser Aktion zu beteiligen?

Ich habe das Glück, gesund zu sein, eine wundervolle Familie und Freunde zu haben sowie einer Arbeit nachzugehen, die mir jeden Tag Spass macht. Was will ich mehr? Darum gebe ich gerne etwas zurück.

Mejreme, nach welchen Kriterien hast du die Wünsche ausgesucht?

Ich habe eine Handvoll der Zettelchen in die Hand genommen und ging direkt ins Büro zu meinem Team. Dort habe ich die Wünsche vorgelesen und alle haben sich einen Wunsch ausgesucht. Die restlichen Zettelchen habe ich dann für mich genommen. Dann bin ich los, um alle Geschenke zu kaufen, habe sie verpackt und unter den Baum gelegt.

Sandra, warum habt ihr euch für das Frauenhaus als Empfängerin der Geschenke entschieden?

Die Aktion hat 2019 sehr grossen Anklang bei den Mitarbeitenden gefunden und das Frauenhaus hat sich sehr über die Geschenke gefreut. Daher wollten wir diese Aktion nach zwei Jahren mit dem Frauenhaus wiederholen. Wir sind der Meinung, dass letztendlich der Gedanke zählt, unabhängig davon, welche Institution dahintersteht. Zukünftig werden wir auch andere Institutionen in Betracht ziehen. Für Ideen und Empfehlungen haben wir immer ein offenes Ohr.

Tanja, reicht deiner Meinung nach dieser Effort hinsichtlich Corporate Social Responsibility (CSR)  aus?

Ich würde behaupten, dass dies ein toller Effort der Mitarbeitenden ist. Die Baloise macht länderübergreifend sehr vieles hinsichtlich CSR, von Geldspenden über Sachspenden bis hin zur Organisation und Durchführung von Events mit sozialem Engagement. Eine Zusammenfassung der gruppenweiten Aktivitäten findet ihr hier. Leider hat uns Corona die letzten zwei Jahre einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir hoffen, dass wir bald wieder aktiver sein und mehr Aktionen, bei denen Mitarbeitende involviert sind, durchführen können. Die nächste Aktion, die geplant ist, findet im Tessin statt.

Was würde auf eurem persönlichen Wunschzettel stehen?

Mejreme: Ich habe alles was ich brauche und bin sehr dankbar dafür.

Sandra: Gesundheit und ein friedliches Miteinander, das würde auf meinem Wunschzettel stehen. 

Tanja: Ein geschnitzter Weihnachtsbaum aus Holz von Daniel.

Corinne: Gesundheit und Glück. Zudem wäre es schön, wenn sich die Menschen auch während des Jahres öfters an den Gedanken des «Zurückgebens» besinnen.

geschenke eingepackt in geschenkspapier
2 Leute übergeben sich die Geschenke

Die Bescherung vor Weihnachten

In der Woche vor Weihnachten wurden die Geschenke an Bettina Bühler, Geschäftsführerin des Frauenhauses, übergeben: «Die Kinder und Frauen sitzen im Frauenhaus gerade wie auf Nadeln. Sie freuen sich unglaublich auf die Geschenke. Wir durften schon vor zwei Jahren von der Wunschbaum Aktion der Baloise profitieren und schätzen es umso mehr, nun auch wieder dabei sein zu dürfen. Diese Aktion bedeutet den Kindern, Frauen und mir sehr viel – herzlichen Dank an alle Baloise-Mitarbeitenden.»

Michael Müller, CEO Basler Schweiz, hat ebenfalls einige Wunschzettel gepflückt und meint: «Wir freuen uns sehr über die erneute Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus beider Basel. Es ist schön zu wissen, dass wir den Frauen und Kindern eine kleine Freude bereiten können und dass die Geschenke ankommen und gebraucht werden. Ich bin stolz auf die Mitarbeitenden der Baloise, die mitgeholfen haben, diese Aktion wieder zu einem Erfolg zu machen.» Stefan Heizmann, Präsident der Mitarbeiterkommission ergänzt: «Es war schön zu sehen, wie sich der Wunschbaum mit Geschenken füllt. Die Bereitschaft der Baloise-Mitarbeitenden, Frauen und Kinder in einer sehr schwierigen Situation einen kleinen Wunsch zu erfüllen, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit. Wir hoffen, dass mit diesen Geschenken die Weihnachtstage im Frauenhaus ein wenig heller und fröhlicher werden.»

Über das Frauenhaus beider Basel

Das Frauenhaus beider Basel ist seit 40 Jahren eine der wichtigsten stationären Einrichtungen in der Region für Frauen mit oder ohne Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. An aktuell drei anonymen Standorten finden jährlich durchschnittlich 70 Frauen und 50 Kinder Schutz, Unterkunft und Beratung.

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