Pensionskasse – das Anlagejahr 2021 im Überblick

Pierre Boithiot
26. April 2022
Pensionskasse
Trotz steigender Corona-Infektionszahlen, weitreichenden Kontaktbeschränkungen, Lockdowns und weltweiten Logistikproblemen haben die Börsen ein grossartiges Jahr 2021 hinter sich. Erfahren Sie hier wie sich die Pensionskasse in diesem Umfeld geschlagen hat.

Wirtschaftliche Erholung und stark steigende Aktienkurse

Nach einem holprigen Start ins Jahr 2021 ging es an den Aktienmärkten ab März steil nach oben. Im September erfolgte eine kurze Korrektur, ehe viele Märkte im vierten Quartal neue Rekordstände erreichten. Die meisten Börsenindizes erzielten eine Jahresrendite von über 20%. Da die Produktionskapazitäten vieler Unternehmen im Zuge der Pandemie noch stark eingeschränkt waren, konnte die Angebotsseite oftmals nicht mit der starken Nachfrage mithalten. Dies führte insbesondere in den USA und Europa zu einem deutlichen Inflationsanstieg und höheren Zinsen. Folglich mussten die Obligationenmärkte Rückschläge hinnehmen. Insgesamt überwog an den Kapitalmärkten aber eine positive Stimmung, wovon auch die Pensionskasse profitieren konnte. 

Höherer Deckungsgrad

Dank einer Performance von 6.8% ist der technische Deckungsgrad von 112.4% auf 115.4% gestiegen. Die finanzielle Lage ist damit solide, die Wertschwankungsreserven vollständig geäufnet und die Pensionskasse verfügt über freie Mittel. Der Stiftungsrat hat entschieden für das Jahr 2022 keinen Teuerungsausgleich an die Rentner auszurichten. Die Teuerung ist im 2021 zwar angestiegen, der Index notiert aber immer noch auf dem Stand von 2008. Neben der Verzinsung der Altersguthaben der Mitarbeitenden von 4.0%, wurden zusätzliche Rückstellungen, u.a. für die Senkung des technischen Zinssatzes auf 1.0%, gebildet. Dadurch braucht die Pensionskasse in Zukunft weniger Rendite, um die Rentenverpflichtungen sicherzustellen. Der hohe Anlageertrag wird somit zu einem wesentlichen Teil für die Sicherstellung der Rentenverpflichtungen genutzt.