Harmonisierung im Schweizer Zahlungsverkehr ISO 20022

Basel, 4. April 2016. Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs in der Schweiz ist ein Vorhaben des gesamten Schweizer Finanzplatzes. Schweizer Überweisungsverfahren von Banken und PostFinance werden in definierten Schritten vollständig harmonisiert und weitestgehend an europäische Standards angeglichen.

Die Vorteile der Harmonisierung im Überblick:

  • schnellere und standardisierte Abwicklung von Zahlungsaufträgen ins europäische Ausland
  • höhere Datenqualität und Verarbeitungsquote
  • weniger Belege – neu nur noch ein Einzahlungsschein
     

Um was geht es?

Neue Formate & Standards

Alle Banken in der Schweiz stellen zwischen 2016 – 2020 den Zahlungsverkehr um. Von den Änderungen sind sämtliche Kunden (Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen) betroffen.

Die Umstellung auf ISO 20022 besteht aus diesen Vorhaben:

•    Überweisungen
Das heutige DTA-File wird durch ein neues, XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard (pain-Meldungen) abgelöst.

•    Lastschriften
Das LSV und die E-Rechnung werden zusammengeführt. Der Rechnungssteller benötigt nur noch einen Einlieferungskanal.

•    Einzahlungsschein
Die roten und orangen Einzahlungsscheine werden durch den Einzahlungsschein mit Datencode abgelöst.

•    Avisierung/Reporting
Die elektronischen Gutschriftavisierungen werden auf die neuen Formate (camt-Meldungen) umgestellt. Bis zum definitiven Umstellungsdatum können die Kunden weiterhin die heutigen Verfahren und Formate einsetzen.


Wer ist betroffen?

Was muss ein Rechnungssteller unternehmen?
Betroffen sind die Debitoren- und Kreditorenprozesse wie auch die Kontoadministration mit Abstimmen und Liquiditätsbewirtschaftung oder die Lohnabwicklung. Die Kunden sollen daher frühzeitig mit ihrem Software-Partner Kontakt aufnehmen und planen die Umstellung auf die neuen Verfahren und Formate sowie auf den Einheitsbeleg.

Was muss der Rechnungsempfänger unternehmen?
Sofern ein Offlineprogramm eingesetzt wird, sollte man mit dem Software-Provider Kontakt aufnehmen und die Umstellung frühzeitig planen. Wenn die Zahlungen online in unserem SoBaNet e-banking erfasst werden, müssen die Kunden nichts unternehmen.


Was ist zu tun?

Zeitlicher Fahrplan
Der Fahrplan ist in drei Etappen gegliedert, dies soll den Übergang auf die neuen Formate, Verfahren und Belege möglichst sanft regeln.

1.    Etappe: beinhaltet die Anpassung der nationalen Zahlungsverkehrssysteme

2.    Etappe: umfasst die Anpassung der Systeme bei den Finanzinstituten auf die neuen Formate.

3.    Etappe: schliesst mit der Umstellung auf der Endkundenseite die Erneuerung des Schweizer Zahlungsverkehrs ab.
 

Zeitplan Baloise Bank SoBa:

Jahr

Bereich

Anpassung

2017

Überweisungen und Avisierungen

Einführung von pain- und camt-Meldungen

2018

Lastschriften

Einführung neues Lastschriftverfahren

2018

Einzahlungsscheine

Einführung Einzahlungsschein mit Datencode

2020

Einzahlungsscheine

Einstellung roter und oranger Einzahlungsscheine

2020

 Kontonummer

Einführung IBAN-Obligatorium

 

Wo sind weitere Informationen verfügbar?

Hier können Sie sich zusätzlich informieren
www.paymentstandards.ch


Glossar

camt Cash Management»)

camt ist ein XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard. camt-Meldungen gehören zur Kategorie Auszüge und Anzeigen und werden zum Austausch von Nachrichten zwischen Bank und Kunde eingesetzt.

Pain Payment Initiation»)

pain ist ein XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard. pain-Meldungen gehören zur Kategorie Zahlungsverkehr bei SEPA und umfassen Nachrichten in der Kunde-Bank-Beziehung sowie zugehörige Nachrichten.

ISO 20022-Standard

Dieser Standard der International Organization for Standardization (ISO) hat sich zum Ziel gesetzt, eine weltweite Konvergenz von bereits existierenden und neuen Nachrichtenstandards aus den verschiedenen Bereichen der Finanzindustrie herbeizuführen. ISO 20022 umfasst neben Nachrichten des Zahlungsverkehrs und Kontoreportings auch weitere Bereiche wie den Wertpapierhandel, den Aussenhandel oder das Treasury.

IBAN («International Bank Account Number») ist eine internationale, standardisierte Darstellung der Kontonummer. In der CH setzt sich die IBAN aus 21 Stellen zusammen. Sie enthält neben der spezifischen Kontonummer einen Ländercode und die Angabe zur kontoführenden Bank sowie eine zweistellige Prüfsumme und Prüfziffer als Sicherheitselement zur Verhinderung von Falscherfassungen.

XML, abgekürzt von Extensible Markup Language, ist eine Sprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdateien. Im Rahmen von ISO 20022 wird XML die bisherigen Daten-/File-Formate ablösen. XML wird somit zum neuen Standard für die Übermittlung von Daten.

Kontakt

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Roberto Brunazzi

Leiter Media Relations

Telefon

+41 58 285 82 14

E-Mail

media.relations@baloise.com

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'200 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieterin von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierte Finanzdienstleisterin, einer Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.

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