Basler Fasnacht – ein kleiner Reiseführer

Nicole
7. März 2019
Die Basler Fasnacht – von den Baslern auch liebevoll "die drey scheenschte Dääg" genannt, lockt Besucher aus aller Welt an. Seit 2017 gehört die Basler Fasnacht zudem zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die besondere Mischung aus Heiterkeit und Melancholie fasziniert jedes Jahr aufs Neue. Im Folgenden eine kleine Auswahl der zurzeit im Internet beliebten Fragen, inklusive Antworten. Die Baloise wünscht allen: "e scheeni Fasnacht"!

Wie lange dauert die Basler Fasnacht?

Die Basler Fasnacht dauert genau drei Tage, von Baslern auch als "die drey scheenschte Dääg" – die drei schönsten Tage – bezeichnet. Zwischen dem "Morgestraich" am Fasnachtsmontag um 4:00 in der Früh bis zum "Ändstraich" am Donnerstag um 4:00 liegen demnach exakt 72 Stunden. Während dieser Zeit steht die ganze Stadt kopfüber und spielt so ziemlich verrückt.

Was passiert am "Morgestraich"?

Den Auftakt zur Basler Fasnacht bildet traditionsgemäss der "Morgestraich". Am Fasnachtsmontag kurz vor 4 Uhr in der Früh herrscht in Basel denn auch eine ganz besondere Stimmung der Vorfreude und Aufregung. Sobald die Lichter um Punkt 4 Uhr ausgehen, verwandeln sich die Strassen in ein buntes Lichtermeer der "Kopflatärnli" der Piccolo-Spieler und Trommler. Sobald die Lichter ausgehen, heisst es "Morgestraich, vorwärts, marsch!". Nach Bestaunen dieses Spektakels geht es zum Frühstück der besonderen Art: ein Kaffi fertig, ein Gläschen Weisswein oder ein Bier bei einer guten "Mählsuppe", einer "Ziibele-" oder "Kääswaihe". Das liefert Energie bis zum Sonnenaufgang!

Wer schaltet eigentlich das Licht am Morgestraich aus?

Wenn die Basler Uhr punkt 4:00 Uhr schlägt, gehen in der Basler Innenstadt alle Lichter aus. Dafür sind die IWB (Industrielle Werke Basel) verantwortlich. Seit nun über 30 Jahren wird dazu ein zentraler Schalter von Hand betätigt, der die gesamte öffentliche Beleuchtung der Innenstadt augenblicklich ausschaltet. Der "Morgestraich-Schalter" funktioniert übrigens auch nur am Morgestraich!

Welche Begriffe sollte man tunlichst vermeiden?

Um vehemente Reaktionen der eingefleischten Fasnächtler zu vermeiden, wird dringend empfohlen, Begriffe wie "Konfetti" zu vermeiden. Die richtige Bezeichnung dafür ist "Räppli", in Anlehnung an die 1-Rappen-Münzen. Auch der offizielle Fasnachtsumzug am Montag- und Mittwochnachmittag heisst mit korrekter Bezeichnung "Cortège". Auch trägt man keine "Maske" auf dem Kopf, sondern eine "Larve"! Die "Blagedde" als "Festabzeichen" zu bezeichnen ist dann eindeutig zu viel des Guten. Wer übrigens keine trägt, dem ahnt Böses: "Blagedde"-lose werden mit einer gute Ladung Räppli "gestopft".

Gilt die Basler Fasnacht als Feiertag?

Gemäss dem Amt für Wirtschaft und Arbeit gilt der Fasnachts-Montag und -Mittwoch nicht als Feiertag, obgleich er als "Spezialfall" bezeichnet wird. Wie die Baloise geben manche Unternehmen in Basel den Montag- und Mittwochnachmittag frei. Damit können Mitarbeitende dem traditionellen "Cortège" beiwohnen.