Richtig schön hier – Urlaub in der Schweiz statt in der Ferne

Kim Berrendorf
27. Juni 2019
Nachhaltigkeit
Spätestens seit der Flugscham-Diskussion ist wohl nicht nur mir klar: Fliegen schadet dem Klima enorm. Weltweit ist der Flugverkehr für 5 Prozent, in der Schweiz sogar für 18 Prozent der ausgestossenen Treibhausgase verantwortlich. Wir Schweizer/-innen sind Weltmeister im Fliegen. Kein anderes Land stösst so viel CO2 pro Kopf durch Flugverkehr aus wie wir. Im Jahr 2018 waren es 548 kg pro Schweizer/-in. Zum Vergleich: In den USA waren es 460 kg, in Schweden 363 kg und in Deutschland 221 kg pro Kopf.

Vielseitigkeit & kurze Reisedauer

Dabei haben wir hier alles, was das Ferien-Herz begehrt. Die Schweiz ist als wunderschönes und vielseitiges Ferienziel bekannt. Innerhalb kürzester Reisezeit, dank sehr gut ausgebautem ÖV-Netz, bekomme ich verschiedene Klimazonen, eine reichhalte Biodiversität und abwechslungsreiche Aussichten zu Gesicht. Ob Abenteuerferien am Aletschgletscher, fantastische Wander- und Skilandschaften in Gstaad, Zeit mit der Familie im Naturreservat Grande Cariçaie, eine ordentliche Portion Kultur in Basel oder ein Ausflug zum Grand Canyon der Schweiz im Doubs-Gebiet – die Schweiz hat für jeden etwas zu bieten. Die Ferien vor der Haustür haben noch einen weiteren überzeugenden Vorteil: Die Entspannung kann entweder schon auf der Reise, bei einer gemütlichen Zugfahrt, starten oder die Reisezeit ist so kurz, dass ich einfach mehr von meinen Ferien habe.

Ferien ganz nah – es wirkt!

Zu den vielen Vorteilen kommt hinzu, dass ich als Nicht-Flieger mein Umfeld inspiriere, indem ich das Fliegen als Normalität in Frage stelle. Sich etwas mehr Gedanken als "Yeah, endlich Ferien!" zu machen, kann durch mich als Vorbild für andere in meinem Umfeld zur Normalität werden. Oft bin ich mir meiner eigenen Wirkung zu wenig bewusst: Ich beeinflusse andere Menschen in ihrem Denken und Handeln durch mein eigenes Vorgehen und habe auch als einzelne Person eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf so grosse und schwer greifbare Prozesse wie den Klimawandel. Bei 548 kg an Treibhausgasen, die ich jährlich durch nicht-fliegen einsparen kann, wird mir meine Wirkung auf den Klimawandel schon etwas deutlicher. Wenn ich das dann noch auf eins, zwei Menschen in meinem Umfeld übertrage, die ich dazu animiert habe nicht oder zumindest weniger zu fliegen, kommt schnell ein beachtlicher Betrag an Treibhausgas-Einsparungen zusammen.

Klima schützen ohne Verzicht

Ich kann also mit meiner Ferienplanung etwas Wirkungsvolles gegen die Klimaerwärmung unternehmen. Auch als einzelne Person. Allerdings hat die Entscheidung für einen nachhaltigeren Lebensstil auf den ersten Blick oft mit Verzicht zu tun. Ja, bei den Ferien würde ich auf einen Flug verzichten. Der ist allerdings in meinen Ferien ehrlich gesagt auch noch nie das Highlight gewesen. Ferien in der Schweiz zu machen bedeutet nicht, dass ich auf atemberaubende Landschaften, kulinarische Höhenflüge, kulturellen Austausch und bereichernde neue Erfahrungen verzichten muss. Ganz im Gegenteil: Ich lerne meine Heimat in allen Facetten kennen. Vom Jura über die Alpen bis ins Tessin bietet mir die Schweiz landschaftliche, kulinarische und kulturelle Unterschiede auf kleinstem Raum, wie in keinem anderen Land.

Lass uns die Schweiz erkunden

Also, los geht’s! Du machst Ferien in deiner Heimat Schweiz? Zeig mit deinem Ferien-Foto, was für ein einmaliges Ferienland die Schweiz ist. Poste dein schönstes Ferienbild mit dem Hashtag #sonahsoschön (#sipressibeau #cosìvicinocosìbello) und gewinne mit ein bisschen Glück tolle Preise für deine nächsten Ferien – natürlich in der Schweiz.