Start-ups als Strategie | Wie wir Start-ups fördern & warum wir denken, dass Zusammenarbeit lohnt

Katharina Hepp
3. Mai 2019
Kooperationen, Agilität, Strategie
Als Unternehmensmitglied am F10 in Zürich, einem Start-up Incubator und Accelerator, sprich Brutstätte und Beschleuniger, lud die Baloise am 28. März 2019 an einem Corporate Event im eigenen Hause zu einem offenen Austausch zwischen Start-ups und Mitarbeitenden ein.

Die Baloise fördert die Start-ups nicht nur in ihrer individuellen Entwicklung,...

...sie fördert auch die Zusammenarbeit im Unternehmen, dort wo sie Mitarbeiter für möglich und sinnvoll halten.

Präsentiert wurden neun Start-ups aus dem aktuellen Programm: advAIsor, Blocknify, Blockstate, Ex indiciis, iBex, InterlockLedger, Jacob, Oper und Reportix sowie F10-Alumni Qimble und das bereits am Markt etablierte Fasoon.

Zusammenarbeit anbahnen

Es ist Donnerstagmorgen, 8:30 Uhr. Nach und nach finden sich Start-ups und Mitarbeitende der Baloise in den Räumen des Baloise-Hauptsitzes in Basel ein. Ein gemeinsames Frühstück lädt zum ungezwungenen Austausch untereinander ein. Und noch bevor sich die jungen Unternehmen im grossen Rahmen vorstellen, werden die ersten Kontakte geknüpft.  
Doch woher rührt das Interesse der Baloise als etablierter Finanzdienstleisterin an Start-ups, an Unternehmen in der Gründungsphase? Was macht eine Zusammenarbeit attraktiv? 
 

Warum wir mit Start-ups zusammenarbeiten

Die Zusammenarbeit mit einem Start-up – und sei es mit einem internen Corporate Start-up – ist grundsätzlich ein Innovationskatalysator, der Neuerungen anstösst und vorantreibt. Start-ups geben Impulse und liefern Inspiration. Sie sind nah an zukünftigen Trends und helfen uns, einen Bedarf an Veränderungen zu erkennen und somit auch neue Tätigkeitsfelder zu erschliessen. 

So stellten am Corporate Event die Jungunternehmer ihre Prototypen in kurzen Vorträgen – sogenannten "Pitches" - vor und Baloise-Mitarbeitende prüften, ob sie die Verwendung der vorgestellten Produkte  in ihrem Tätigkeitsbereich für sinnvoll halten. Beim Apéro wurde sich im Anschluss unverbindlich ausgetauscht und, falls Interesse bestand, eine Zusammenarbeit angebahnt. 

Aber nicht nur, was das technische Know-how angeht, kann eine Kooperation mit einem Start-up einen Mehrwert bieten. Auch der Unternehmenskultur tut sie gut. So können Mitarbeitende Vieles vom Start-up Spirit lernen.

F 10 Start-up Event Louis de Montmollin

Start-ups bringen frischen Wind ins Unternehmen

Der Umgang mit Start-ups fördert eine positive Unternehmenskultur, in der Dinge offen diskutiert, ausprobiert und gemeinsam weiterentwickelt werden. Thibaut vom Six-eigenen Nachwuchsunternehmen "Jacob" fügt hinzu: "What companies can learn from Start-ups? Try for cheap. That`s what they do. They are very creative with that." Unternehmen und Mitarbeiter können demnach lernen, Ideen mit möglichst wenig Aufwand in einer sicheren Umgebung umzusetzen. Simply Safe also.

... so sind sich beide Seiten stets nah.

f10 Start-up Event Austausch

Vorteile aus der Kooperation mit F10

Entscheidende Vorteile, um das für die Baloise passende Start-up zu finden, bietet die Zusammenarbeit mit dem Start-up Förderer F10 in Zürich.

Als Unternehmensmitglied bei F10 hat  die Baloise exklusiven Zugriff auf interessante Nachwuchsunternehmen aus dem Fintech-, Insurtech- und Regtech-Bereich, das heisst Start-ups, die im Banken- Versicherungs- und Regulierungssektor agieren. 

Sich bei F10 nach Start-ups umzusehen lohnt sich: Die Jungunternehmen stammen nicht nur aus der passenden Branche, auch stimmt die Qualität dieser Auswahl. Denn nicht jeder schafft es zu F10. Wer in die Start-up Schmiede aufgenommen wird, hat so schon eine Vorselektion durch die F10-Mitarbeiter und -Mitglieder überstanden und verspricht Potential.

Zur Qualität der Start-ups zählt auch, wie relevant die Themen für uns sind, mit denen sie sich beschäftigen. Wo besteht der Mehrwert für uns als Baloise, als Bank und Versicherer? Diese Anreize, sprich die für uns als F10-Mitgliedsunternehmen interessanten Fragestellungen, werden den jungen Unternehmen in sogenannten Trendworkshops nähergebracht. 

So sind sich beide Seiten stets nah: Die Start-ups erfahren mehr über geschäftsrelevante Themen ihrer Investoren und diese wiederum verfolgen den Lern- und Entwicklungsprozess der Nachwuchsunternehmen unmittelbar mit. 

Diese Nähe bietet den Vorteil, dass die Start-ups in der Anfangsphase, in der sie sich befinden, unterstützend geführt und gelenkt werden können. Die Bedürfnisse des Investors können so in idealer Weise abgedeckt werden.

Lohnt sich die Investition in Start-ups?

Jede Investition, die Unternehmen tätigen, will gut überlegt sein, denn schliesslich soll am Ende der Nutzen den (finanziellen) Aufwand überwiegen. Die Baloise sieht in der Kooperation mit Start-ups grosses Potential. 

Start-ups sind für uns eine Quelle der Inspiration, liefern Anregungen, unsere Produkte, aber auch unsere Kultur fortlaufend zu verbessern. Sie helfen uns, aktuelle Trends aufzugreifen, nicht stehenzubleiben und sind richtungsweisend für die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells.

Gleichzeitig erweist sich die Zusammenarbeit mit ihnen als einfach und unkompliziert und die Mitgliedschaft bei F10 ermöglicht eine individuell-passgenaue Zusammenarbeit mit qualitativ hochwertigen Nachwuchsunternehmen. Durch den engen Kontakt und die gegenseitigen Inputs lernen Start-up und Unternehmen voneinander und bringen sich gegenseitig voran.

Die Investition in Start-ups wird gelebte Nachhaltigkeit.

Wir sehen in Start-ups die Zukunft. Und so unterstützen wir nicht nur externe Jungunternehmen in ihrer Entwicklung, sondern sind auch von Corporate Start-ups überzeugt. Mit Qimble setzen wir auf ein eigenes Corporate Start-up, wodurch sich zusätzliche Vorteile ergeben. 

Dem Aufwand, in Start-ups sowohl Zeit als auch Geld zu investieren, stehen also viele Chancen und Nutzen gegenüber, die uns als Unternehmen langfristigen Erfolg versprechen. Die Investition in Start-ups wird gelebte Nachhaltigkeit. Und Nachhaltigkeit lohnt sich.