Organisationsreglement der Bâloise Holding AG

Das vorliegende Reglement ordnet, gestützt auf die §§ 23 und 26 der Statuten der Bâloise Holding AG, Organisation und Geschäftsführung der Bâloise Holding AG sowie – wo ausdrücklich vermerkt – der Baloise Group (im folgenden Konzern genannt). Es regelt die Aufgaben und Kompetenzen des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse, des Präsidenten des Verwaltungsrates, der Konzernleitung sowie des Vorsitzenden der Konzernleitung.

Das Organisationsreglegement ist gültig ab 6. September 2002 und liegt in der revidierten Fassung vom 1. April 2016 vor.

Die Verwendung der männlichen Form schliesst die weibliche Form jeweils ein.

A. Der Verwaltungsrat

A 1.   Mitglieder

A 1.1.

Der Verwaltungsrat besteht aus mindestens acht und höchstens elf durch die Generalversammlung aus dem Kreis der Aktionäre für jeweils ein Jahr, d.h. bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung, gewählten Mitgliedern. Wiederwahl ist möglich.

A 1.2.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden nach ihrer Eignung für das Gre- mium ausgewählt. Sie müssen die persönlichen Voraussetzungen in Bezug auf Fachkenntnisse, Erfahrung, Teamfähigkeit, guten Ruf, Netzwerk sowie die zeitliche Verfügbarkeit und das Fehlen von Interessenkonflikten erfüllen.

A 2. Sekretär

Der Verwaltungsrat bezeichnet einen Sekretär, der nicht Mitglied des Verwal- tungsrates zu sein braucht.

A 3. Aufgaben und Kompetenzen

A 3.1.

Dem Verwaltungsrat obliegt die Oberleitung der Gesellschaft und des Konzerns gemäss Art. 716a OR; er orientiert sich dabei an den gebräuchlichen Standards einer guten Corporate Governance.

A 3.2.

Der Verwaltungsrat überträgt die Geschäftsführung der Konzernleitung. Er ist verantwortlich für den Erlass der notwendigen Reglemente und Weisungen.

A 3.3.

Er nimmt die Oberaufsicht über die operative Führung der Gesellschaft und des Konzerns wahr, namentlich auch im Hinblick auf die Einhaltung der relevanten Gesetze (Compliance) und das Risikomanagement. Er legt Ziele und Strategie des Internen Kontrollsystems fest.

A 3.4.

Er legt die Organisation fest und erlässt ein Organisationsreglement.

A 3.5.

Er legt die langfristigen Ziele und Strategien sowie die allgemeine Unternehmens- und Personalpolitik fest.

A 3.6.

Er schlägt der Generalversammlung den Präsidenten und die Mitglieder des Vergütungsausschusses zur Wahl vor. Er ernennt den Vizepräsidenten des Verwaltungsrates, die Vorsitzenden der Ausschüsse des Verwaltungsrates sowie – mit Ausnahme des Vergütungsausschusses – die Mitglieder der Ausschüsse. Er erlässt die für die Ausschüsse erforderlichen Reglemente.

A 3.7.

Er kann aus seiner Mitte für jeweils ein Jahr oder den Teil eines Jahres ein nicht exekutives, d.h. ein nicht der Konzernleitung angehörendes, erfahrenes Mitglied als Lead Director ernennen.

A 3.8.

Er ernennt den Vorsitzenden der Konzernleitung, die übrigen Mitglieder der Konzernleitung sowie die Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten und beschliesst über deren Abberufung.

A 3.9.

Er legt die Grundsätze der Kapitalstruktur und -ausstattung fest und wacht über die Einhaltung der Solvabilitätsvorschriften.

A 3.10.

Er beschliesst die Emission von öffentlichen Anleihen im Konzern. Ferner fasst er Beschlüsse zum Aktienkapital, soweit dies nicht von der Generalversammlung zu beschliessen ist, und stellt Kapitalerhöhungen und entsprechende Statutenänderungen fest.

A 3.11.

Er nimmt periodisch Kenntnis von den bestehenden konzerninternen Dar- lehen sowie von den ausstehenden Eventualverpflichtungen (Garantien, Patronatserklärungen o.ä.) von Konzerngesellschaften.

A 3.12.

Er ist verantwortlich für die ordnungsgemässe Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns.

A 3.13.

Er nimmt Kenntnis von den Hochrechnungen für das laufende Jahr und genehmigt die Finanzplanung für das jeweilige Folgejahr für die Gesellschaft und den Konzern.

A 3.14.

Er erstellt zuhanden der Generalversammlung den Geschäftsbericht (enthaltend Finanzbericht mit Jahresrechnung, Jahresbericht, Konzernrechnung, Vergütungsbericht), beruft die Generalversammlung ein und stellt die Umsetzung der von der Generalversammlung gefassten Beschlüsse sicher.

A 3.15.

Er fasst Beschlüsse über wesentliche Eigenmittelzuführungen oder nachrangige Darlehen an Konzerngesellschaften sowie Investitionen und Devestitionen des Konzerns im Zusammenhang mit Erwerb und Veräusserungen von Beteiligungen, Betrieben und Betriebsteilen, die nicht aus blossen anlage-politischen Überlegungen getätigt werden. Immer als wesentlich gilt eine Kauf- oder Verkaufssumme, die CHF 40 Mio. übersteigt.

A 3.16.

Er beschliesst die Errichtung oder Auflösung strategisch relevanter Geschäftseinheiten des Konzerns.

A 3.17.

Er legt die Aufgaben und Kompetenzen des Konzern-Revisorats in einem Reglement (Audit Charter) fest.

A 4. Sitzungen

A 4.1.

Der Verwaltungsrat versammelt sich auf Einladung seines Präsidenten oder des ihn vertretenden Mitglieds oder des Lead Directors so oft es die Geschäfte erfordern, jedoch mindestens viermal jährlich.

A 4.2.

Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann beim Präsidenten oder beim Lead Director schriftlich die Einberufung einer Sitzung oder die Aufnahme von Geschäften in die Traktandenliste, jeweils unter Angabe des Grundes, verlangen.

A 4.3.

Die Einberufung soll in der Regel mindestens 10 Tage im Voraus und unter Angabe der Traktanden erfolgen.

A 4.4.

Jedes Mitglied kann in den Sitzungen Auskunft über alle Angelegenheiten der Gesellschaft sowie die Vorlage von Büchern und Akten verlangen. Wünscht ein Mitglied ausserhalb der Sitzungen Auskunft oder Einsichtnahme in Geschäftsdokumente, kann es dies im Rahmen von Art. 715a OR verlangen.

Die Protokolle über die Sitzungen der Konzernleitung stehen dem Verwaltungsrat laufend zur Einsichtnahme zur Verfügung.

A 4.5.

Zu den Sitzungen des Verwaltungsrates lädt der Präsident oder der Lead Director in der Regel die Mitglieder der Konzernleitung und von Fall zu Fall besondere Auskunftspersonen ein.

A 5. Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung

A 5.1.

Der Verwaltungsrat kann unter Vorbehalt von Ziff. A 5.4  gültige Beschlüsse nur fassen, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder persönlich anwesend ist. In Ausnahmefällen gelten die Mitglieder auch bei einer Teilnahme via Video-Konferenz oder Telefon als anwesend. Ein Präsenzquorum ist nicht erforderlich, wenn ausschliesslich die erfolgte Durchführung einer Kapitalerhöhung festzustellen und die anschliessend vorzunehmende Statutenänderung zu beschliessen ist.

A 5.2.

Mit Ausnahme von Ziff. A 5.3 und A 5.4 werden die Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit hat der Sitzungsleiter den Stichentscheid.

A 5.3.

Mit einer Mehrheit von zwei Dritteln sämtlicher Mitglieder kann der Verwaltungsrat natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften als Aktionäre mit Stimmrecht anerkennen, die direkt oder indirekt mehr als 2% des ausgegebenen Namenaktienkapitals auf sich vereinigen.

A 5.4.

 Ein Beschluss kann auch auf dem Weg der schriftlichen Zustimmung der Mehrheit aller Mitglieder zu einem gestellten Antrag gültig gefasst werden, sofern nicht ein Mitglied die mündliche Beratung verlangt. Solche auf dem Zirkulationsweg gefassten Beschlüsse sind in das Protokoll der nächsten Sitzung aufzunehmen. 

B. Der Präsident des Verwaltungsrates

Der Präsident hat die nachfolgenden Aufgaben und Kompetenzen:

B 1.

Er beruft die Sitzungen des Verwaltungsrates und des Präsidialausschusses ein und leitet diese.

B 2.

Er formuliert zuhanden des Verwaltungsrates und unter Einbezug des Vorsitzenden der Konzernleitung Anträge zu den langfristigen Zielen und der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns.

B 3.

Er sorgt im Zusammenwirken mit der Konzernleitung für eine rechtzeitige Information des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse über alle für die Willensbildung und die Überwachung erheblichen Aspekte der Gesellschaft und des Konzerns. Bei ausserordentlichen Vorkommnissen informiert er den Verwaltungsrat unverzüglich.

B 4.

Er leitet die Generalversammlung.

B 5.

Er nimmt die Aufsicht über den Vorsitzenden der Konzernleitung wahr.

B 6.

Er vertritt die Gesellschaft nach aussen.

B 7.

Er ernennt im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikoausschusses den Leiter des Konzern-Revisorats, das ihm unterstellt ist.

B 8.

Der Präsident des Verwaltungsrates und – sofern ein solcher bestimmt ist – der Lead Director kann den Sitzungen der Konzernleitung jederzeit beiwohnen.

B 9.

 Im Falle der Verhinderung des Präsidenten des Verwaltungsrates übernimmt einer der Vizepräsidenten die Stellvertretung. 

C. Die Ausschüsse

C 1. Bestellung

C 1.1.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Mitglieder des Vergütungsausschusses zur Wahl vor.

Er bestellt aus seiner Mitte die folgenden Ausschüsse:

  • Präsidialausschuss (Chairman’s Committee)
  • Prüfungs- und Risikoausschuss (Audit and Risk Committee)
  • Anlageausschuss (Investment Committee)

und erlässt entsprechende Reglemente.

Der Verwaltungsrat kann weitere Ausschüsse bilden.

C 1.2.

Die Ausschüsse erstatten dem Verwaltungsrat laufend Bericht über ihre Tätigkeit.

C 2. Mitglieder

C 2.1.

Die Ausschüsse bestehen aus mindestens drei Mitgliedern, welche jährlich vom Verwaltungsrat – bzw. im Falle des Vergütungsausschusses von der Generalversammlung – neu gewählt werden. Wiederwahl ist möglich. Die Vorsitzenden der Ausschüsse werden vom Verwaltungsrat bestimmt.

C 2.2.

Der Präsident und der Vizepräsident bzw. die Vizepräsidenten des Verwaltungsrates gehören dem Präsidialausschuss von Amtes wegen an. Der Präsident des Verwaltungsrates kann nicht Mitglied des Prüfungs- und Risikoausschusses sein.

C 3. Präsidialausschuss

C 3.1.

Dem Präsidialausschuss obliegt die Beratung wichtiger Geschäfte des Verwaltungsrates, insbesondere im Hinblick auf bedeutende strategische und personelle Entscheide.

C 3.2.

Der Präsidialausschuss tagt auch als Nomination Committee und bereitet dort personelle Fragen zuhanden des Verwaltungsrates vor.

C 3.3.

Er kann über alle Angelegenheiten beschliessen, welche nicht von Gesetzes wegen oder durch die Gesellschaftsstatuten anderen Gesellschaftsorganen übertragen sind und die der Verwaltungsrat sich in diesem Reglement nicht selbst vorbehalten oder auf andere Organe übertragen hat.

C 4. Prüfungs- und Risikoausschuss

C 4.1.

Der Prüfungs- und Risikoausschuss unterstützt den Verwaltungsrat in seinen nicht delegierbaren Aufgaben für Oberaufsicht und Finanzkontrolle (Art. 716a OR), indem er sich ein eigenes Urteil bildet über

     a) die Organisation und das Funktionieren des internen und externen Kontrollsystems mit Einbezug des Risikomanagements

     b) den Stand der Einhaltung der Normen (Compliance) in der Gesellschaft

     c) die Jahres- und Konzernrechnung.

C 4.2.

Er lässt sich regelmässig über die Tätigkeit und Ergebnisse des Konzern-Revisorats informieren.

C 5. Vergütungsausschuss

C 5.1.

Der Vergütungsausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge über die Struktur der Vergütungen.

C 5.2.

Der Vergütungsausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat zu Handen der Generalversammlung Vorschläge über die Höhe der Vergütungen des Verwaltungsrates und der Konzernleitung.

C 5.3.

Der Vergütungsausschuss legt die Vergütung der Konzernleitung im Rahmen der von der Generalversammlung vorgegebenen Maximalsumme fest.

C 5.4.

Er bestimmt die Höhe der Gesamtsumme der variablen Vergütungen (Gesamtpool).

C 6. Anlageausschuss

C 6.1.

Der Anlageausschuss genehmigt jährlich die Anlagepolitik des Konzerns (strategischer 5-Jahres-Benchmark und die für das Folgejahr gültigen Bandbreiten pro Anlagekategorie) unter Berücksichtigung der Risikofähigkeit der Einheiten und des Konzerns.

C 6.2.

Der Anlageausschuss nimmt zweimal jährlich die Berichte zur Anlagetätigkeit ab.

C 6.3.

 Er genehmigt ferner Investitionen für Liegenschaften im Eigengebrauch am Konzernsitz. 

D. Der Vorsitzende der Konzernleitung

Der Vorsitzende der Konzernleitung hat die nachfolgenden Aufgaben und Kompetenzen:

D 1.

Er erarbeitet zuhanden des Verwaltungsrates die langfristigen Ziele und die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns, einschliesslich der hierfür erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen, und sorgt im Rahmen der Genehmigung für deren Umsetzung.

D 2.

Er ist verantwortlich für die operative Führung der Gesellschaft und des Konzerns, soweit der Verwaltungsrat diese Befugnis in diesem Reglement oder mittels separatem Beschluss nicht sich selbst, seinem Präsidenten oder einem seiner Ausschüsse vorbehalten hat oder sich eine abweichende Zuständigkeit aus dem Gesetz ergibt. Der Vorsitzende der Konzernleitung kann die operative Führung soweit zweckmässig an die Mitglieder der Konzernleitung und weitere Führungskräfte delegieren.

D 3.

In Abstimmung mit dem Präsidenten des Verwaltungsrates, den er bei ausser- ordentlichen Vorkommnissen unverzüglich informiert, ist der Vorsitzende der Konzernleitung für eine rechtzeitige Information des Verwaltungsrates und dessen Ausschüsse über alle für die Willensbildung und die Überwachung erheblichen Aspekte der Gesellschaft und des Konzerns zuständig und informiert insbesondere über den Geschäftsgang, wichtige Projekte sowie die Risikosituation der Gesellschaft und des Konzerns. Er veranlasst und überwacht die Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrates.

D 4.

Der Vorsitzende der Konzernleitung legt in Abstimmung mit den Mitgliedern der Konzernleitung Führungsorganisation, Führungsinstrumente sowie Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Mitglieder der Konzernleitung fest und überwacht deren Tätigkeit.

D 5.

Der Vorsitzende der Konzernleitung wirkt mit bei der Auswahl der Mitglieder der Konzernleitung und der Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten. Er ernennt seinen Stellvertreter. Er ernennt ferner – mit Ausnahme des
Leiters – die Mitglieder der Geschäftsleitung der Strategischen Geschäftseinheiten.

D 6.

Der Vorsitzende der Konzernleitung ist direkter Vorgesetzter der Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten im Ausland.

D 7.

 Der Vorsitzende der Konzernleitung lädt die Konzernleitung zusammen mit den Leitern der Strategischen Geschäftseinheiten in der Regel vier Mal pro Jahr zu gemeinsamen Sitzungen ein. Zweck dieser Sitzungen ist die Entwicklung und Umsetzung von konzernübergreifenden strategischen Themen. Dieses übergreifende Gremium trägt die Bezeichnung "Group Strategy Board". Es hat ausschliesslich beratende Funktionen. 

E. Die Konzernleitung

E 1.Zusammensetzung

E 1.1.

Die Konzernleitung besteht grundsätzlich aus dem Vorsitzenden und den Leitern der Konzernbereiche:

  • Schweiz
  • Asset Management
  • Finanz
  • Corporate Center.

Der Verwaltungsrat kann weitere Mitglieder der Konzernleitung ernennen.

E 1.2.

Die Leitung von zwei Konzernbereichen (inkl. Vorsitz der Konzernleitung) in Personalunion ist in besonderen Fällen zulässig.

E 2. Aufgaben und Kompetenzen

E 2.1.

Die Mitglieder der Konzernleitung sind für die operativen Ziele und die opera- tive Führung ihrer Konzernbereiche im Rahmen der strategischen Gesamt-Zielsetzungen je einzeln verantwortlich.

E 2.2.

Sie sorgen für eine sachgerechte Organisation und eine angemessene personelle Ausstattung ihrer Konzernbereiche.

E 2.3.

Die Mitglieder der Konzernleitung unterstützen den Vorsitzenden der Konzernleitung bei der Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Strategie und der Antragstellung und Berichterstattung gegenüber dem Verwaltungsrat.

E 2.4.

Sie wirken mit bei der Erarbeitung der Hochrechnungen für das laufende Jahr, der Finanzplanung für das Folgejahr und dem Jahres- und Konzernabschluss.

E 2.5.

Die Mitglieder der Konzernleitung sorgen für eine angemessene, zeit- und sachgerechte Information des Vorsitzenden und der übrigen Mitglieder der Konzernleitung über den Geschäftsgang ihres Konzernbereiches.

E 2.6.

Wichtige Geschäfte und solche, die Wirkungen über ihren Konzernbereich hinaus entfalten, legen sie dem Vorsitzenden der Konzernleitung zum Entscheid vor. Sie werden vor dem Entscheid in der Konzernleitung diskutiert und vom Vorsitzenden abschliessend entschieden.

E 3. Sitzungen

E 3.1.

Die Mitglieder der Konzernleitung treffen sich regelmässig zu gemeinsamen Sitzungen unter der Leitung des Vorsitzenden der Konzernleitung oder seines Stellvertreters.

E 3.2.

Hauptfunktionen der Sitzungen der Konzernleitung sind:

  • die Schaffung der Voraussetzungen für eine gemeinsam getragene Konzernpolitik und -strategie durch regelmässige, umfassende gegenseitige Information und Koordination,
  • die Koordination von Umsetzungsmassnahmen im strategischen und operativen Bereich,
  •  die Erörterung der Hochrechnungen für das laufende Jahr, der Finanzplanung für das Folgejahr sowie der Jahres- und der Konzernrechnung. 

F. Übrige Bestimmungen

F 1. Ausstand

Die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung sind verpflichtet, in den Ausstand zu treten, wenn Geschäfte behandelt werden, die ihre eigenen Interessen oder die Interessen von ihnen nahestehenden oder von ihnen vertretenen natürlichen oder juristischen Personen berühren.

F 2. Geheimhaltung

Die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung sind verpflichtet, über die ihnen in Ausübung ihres Amtes zur Kenntnis gelangenden vertraulichen Tatsachen Stillschweigen zu bewahren. Die Geheimhaltungspflicht gilt über das Amtsende hinaus.

F 3. Vertretungsbefugnis und Zeichnungsberechtigung

F 3.1.    Mitglieder des Verwaltungsrates

Die Mitglieder des Präsidialausschusses sind befugt, die Gesellschaft kollektiv zu zweien gegenüber Dritten zu vertreten.

Die übrigen Verwaltungsratsmitglieder haben keine Vertretungsbefugnis.

F 3.2. Weitere Zeichnungsberechtigte

Der Verwaltungsrat bestimmt die Personen, deren Zeichnungsberechtigung (kollektiv zu zweien) für die Gesellschaft im Handelsregister eingetragen wird.