17. Baloise Kunst-Preis an der Art Basel 2015 vergeben

Basel, Der mit CHF 30'000.- dotierte Preis wird im Sektor Statements von einer mit internationalen Fachleuten besetzten Jury vergeben. Die Jury hat sich für die britische Künstlerin Beatrice Gibson und den französischen Künstler Mathieu Kleyebe Abonnenc entschieden. Zusätzlich erwirbt die Baloise eine Werkgruppe der Preisträger und schenkt diese Kunstwerke zwei bedeutenden europäischen Museen, dem MMK, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M., und dem MUDAM, Luxemburg.

Der Jury gehören dieses Jahr an: Marie-Noëlle Farcy, Kuratorin/Leiterin der Sammlung, MUDAM, Luxemburg; Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M.; Joanna Mytkowska, Direktorin, Museum of Modern Art, Warschau; Professor Wilhelm Schürmann, Herzogenrath und Martin Schwander, künstlerischer Berater der Baloise, Vorsitzender der Jury.

Beatrice Gibson wird für die experimentelle Dimension der narrativen Struktur ihrer Videoarbeit mit dem Baloise Kunst-Preis ausgezeichnet. Darin untersucht sie die vielschichtige, semantische Komplexität kultureller und gesellschaftlicher Konflikte. Ihr Film stellt die Zusammenarbeit mit Schülern  einer progressiven Bildungsstätte vor Ort dar, und zwar während eines viertägigen experimentellen Musik-Workshops, den sie zusammen mit dem Komponisten  Anton Lukoszevieze organisierte. Die Künstlerin geht das Risiko ein, einen offenen, kreativen Prozess anhand von fünf historischen Aufführungen von Fluxus-Künstler George Maciunas und anderen zu entwickeln.

Die unorthodoxe Art ihrer Filmproduktion erlaubt Gibson, die von der Wirtschaftskrise bedingte, in Grossstädten wie London gegenwärtig verbreitete Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Der scheinbare Anarchismus der kinematischen Konstruktion widerspiegelt die Turbulenzen der heutigen Gesellschaft.

Beatrice Gibson, *1978,  lebt und arbeitet in London

Mathieu Kleyebe Abonnenc' Werkgruppe steht im Kontext einer breiter angelegten biografischen Forschung des Künstlers über eine Sammlung ethnografischer Objekte seines Grossvaters Emile Abonnenc. Inspiriert durch die ethnografischen Theorien von Michel Leiris legte er diese in den frühen 1930er Jahren an.

In seiner Basler Installation konzentriert sich der Künstler auf die Analyse einer monumentalen Statue von Victor Schœlcher in Französisch-Guyana. Diese heroisiert den französischen Kolonialbeamten als Befreier der Sklaven. Der Künstler macht durch subtile ästhetische Eingriffe die vielschichtigen Beziehungen zwischen Patronisierung und Fetischisierung sichtbar. Anhand visueller Analysen verschiedener kolonialer und postkolonialer Artefakte zeigt Abonnenc in seinem Werk die vielfältigen Beziehungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen persönlicher und kollektiver Geschichte.

Mathieu Kleyebe Abonnenc, *1977 in  Französich-Guyana, lebt in Metz, Frankreich

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'400 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.