Baloise schenkt dem mumok das 9. Werk

Basel, Vor wenigen Tagen übergab die Baloise Group dem mumok in Wien eine Auswahl an Werken der Ausstellung Pin. Die deutsche Künstlerin Jenni Tischer ist Trägerin des 15. Baloise Kunst-Preises, der ihr im vergangenen Jahr auf der Art Basel von der Baloise verliehen wurde.

Seit 1999 zeichnet die Baloise Group jährlich zwei junge Kunstschaffende mit dem Kunstpreis aus, der mit jeweils 30.000 Schweizer Franken dotiert ist und von einer international besetzten Fachjury vergeben wird. Darüber hinaus erwirbt die Baloise Group Kunstwerke beider Preisträger und macht sie zwei bedeutenden europäischen Museen zum Geschenk. Im Jahr 2013 fiel die Entscheidung auf Kemang Wa Lehulere (*1984), dessen Arbeiten in die Sammlung der Hamburger Kunsthalle überging, und auf Jenni Tischer (*1979).

Baloise VR-Präsident Andreas Burckhardt, Kuratorin Manuela Ammer, Jenni Tischer und mumok-Direktorin Karola Kraus vor zwei Schenkungen der Baloise

Wesentliches Gestaltungsprinzip der dreidimensionalen Arbeiten von Jenni Tischer ist die Kombination von Material, Farbe, Form und Text. Es finden sich Referenzen an die Kunst der Moderne, die in den Kontext ihrer eigenen Arbeit einfliessen, zugleich jedoch wieder zurückgenommen werden. Ihre Installationen gleichen bühnenartigen Einstellungen, in denen eine Fülle von Objekten Geschichten zu erzählen scheinen, die sich aber gleichzeitig einer Interpretation verschliessen. In den Arbeiten von Jenni Tischer klingen politische Themen wie Autorschaft, Produktion oder Feminismus an – dies wird vor allem in der Wahl ihrer Techniken deutlich, denn sie thematisiert typisch weibliche Tätigkeiten wie sticken, nähen oder weben und überführt diese auf sensible Weise in den Kunstkontext.

Jenni Tischer entwickelt für Pin einen Parcours, in dem die Formensprache minimalistischer Skulptur auf die Geschichte und Praxis textilen Arbeitens trifft. Wie ausgerollte Schriftrollen durchqueren farbige und variabel anpassbare Stoffsockel den Raum. Sie verschränken Wände und Boden miteinander und dienen als Bühne für eine Reihe von Skulpturen: darunter offene Kuben, die wie die Sitzflächen von Stühlen mit Geflechten bespannt sind, sowie Objekte, die in Materialität und Form an Webrahmen oder Nadelkissen erinnern.

Mit Pin wirft die in Berlin lebende Künstlerin grundsätzliche künstlerische Fragen auf: nach der Definition von Medien und den Informationen, die sie vermitteln können; danach, wie sich Arbeitsprozesse in Materialien und Oberflächen einschreiben, oder auch, weshalb das Textile in unserer durch und durch digitalen Welt als Diskurs- und Praxisfeld wieder an Bedeutung gewinnt. Zwischen „pins“ (Nadeln) und PINs (persönlichen Identifikationsnummern) steckt Tischers Ausstellung einen Raum ab, der über Materialien als Informationsspeicher und die Codierung von Identität gleichermassen nachdenken lässt.

Die Ausstellung im mumok, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, dauert noch bis 1. Februar 2015. Weitere Informationen: www.mumok.at

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'400 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.