Kunstforum Baloise: Andreas Eriksson

Basel, Die Ausstellung "Erosion" zeigt bis 30. Oktober 2015 die Werke von Andreas Eriksson.

Ausstellung im Kunstforum Baloise

17. Juni – 30. Oktober 2015
Öffnungszeiten Kunstforum: Dienstag, 30. Juni und 29. September 2015 jeweils 17 Uhr im Rahmen einer Führung mit Kurator Martin Schwander oder auf Voranmeldung.

Andreas Eriksson hat an der Art Basel 2007 den Baloise Kunstpreis zugesprochen erhalten. Die Jury schrieb damals in ihrem Bericht zur Installation des schwedischen Künstlers: „Andreas Eriksson arbeitet mit unterschiedlichen Materialien. Hier in Basel sind es Malerei, Fotografie und Skulptur, mit denen er Strukturen aus der Natur aufnimmt. In der Isolation seiner Heimat, einem kleinen Ort auf dem schwedischen Land lebend, entstehen seine stillen Werke. An Cézannes berühmten Ausspruch anknüpfend arbeitet er nicht vor der Natur, sondern parallel zur Natur, etwa wenn er den malerischen Strukturen und Rhythmen einer Gruppe von Baumstämmen nachspürt…“.

Das Leben in selbstgewählter Abgeschiedenheit (ohne dabei die zeitgenössischen Kunstdiskurse ausser Acht zu lassen) und das intensive Beobachten der Natur zu allen Tages- und Jahreszeiten sind bis heute zentrale Momente zum Verständnis seines Werkprozesses. Eriksson führt dazu aus: „Meine Arbeit beruht immer auf dem Ausloten meiner Reaktionen auf meine Wahrnehmung und Erfahrung der „äusseren“ Welt, im Besonderen meiner Gefühle und Emotionen gegenüber der Natur wie auch meiner Projektionen in diese“. Dieser selbstreflexive Ansatz bedeutet zugleich auch Erikssons Distanznahme zur naturromantischen Tradition des 19. Jahrhunderts in der nordischen Landschaftsmalerei.

Für die „Rekonstruktion“ des in der Aussenwelt Wahrgenommenen greift Eriksson in seinem Atelier auf eine Vielzahl von Medien zurück: auf das Aquarell und die Malerei, auf die Plastik und das Relief, auf die Fotografie und die Druckgrafik und selbst auf den gewobenen Wandbehang, der seit der Nachkriegsmoderne in Verruf geraten war. Den inneren Zusammenhalt zwischen diesen unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmitteln beschreibt Eriksson so: „Ich probiere in meinem Atelier verschiedenen Nachbarschaften aus und schaue, wie sie funktionieren.

Die Bezüge, die ich finde, können auf einer formalen wie einer emotionalen Ebene liegen. Manchmal sind es strukturelle Korrespondenzen - in dem Sinne, dass es Parallelen oder Symmetrien zwischen den Bäumen in den Fotografien und den Linien in meinen Bildern gibt. Es können auch Ähnlichkeiten in materiellen Oberflächenqualitäten sein, oder es gibt ähnliche Assoziationen und Stimmungen. (…) Schliesslich ist jedes Bild eine Abstraktion, sei es nun ein Foto oder eine Malerei. Und andererseits gibt es ja bekanntlich diese Tendenz, in abstrakter Kunst auch immer wieder figürliche Lesarten zu entdecken.“

Andreas Eriksson wurde 1975 in Björsäter, Schweden, geboren. 1993 bis 1998 Studium am Royal University College of Fine Arts in Stockholm. Er lebt in Medelplana, Schweden.

Text: Martin Schwander, Andreas Eriksson zitiert nach: Ausstellungskatalog MUMOK, Wien 2008.

Die Baloise Group mit Sitz in Basel, Schweiz, ist ein europäischer Anbieter von Versicherungs- und Vorsorgelösungen. Sie positioniert sich als Versicherer mit intelligenter Prävention, der "Sicherheitswelt". In der Schweiz agiert sie als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Die weiteren Märkte sind Belgien, Deutschland und Luxemburg. Das Vertriebsnetz umfasst die eigene Verkaufsorganisation, Makler und weitere Partner. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum in Luxemburg. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 7'400 Mitarbeitende.