Kunstforum Baloise: Jenni Tischer

Basel, Die Ausstellung Meeting Point zeigt bis 28. Oktober 2016 die Arbeiten von Jenni Tischer.

Ausstellung im Kunstforum Baloise

15. Juni 2016 – 28. Oktober 2016
Öffnungszeiten Kunstforum: Dienstag, 20. September 2016 um 17 Uhr und 25. Oktober 2016 um 12.30 Uhr im Rahmen einer Führung mit Kurator Martin Schwander oder auf Voranmeldung

Die deutsche Künstlerin Jenni Tischer präsentierte an der Art Basel 2013 am Stand der Galerie Krobath, Wien, eine Gruppe von fi ligranen, grösstenteils farbig gefassten Objekten. Für diese austarierte Installation wurde Tischer mit dem 15. Baloise Kunstpreis ausgezeichnet. Die Jury hebt in ihrem Bericht an ihren Werken folgendes hervor: «Wesentliches Gestaltungsprinzip der dreidimensionalen Arbeiten von Jenni Tischer ist die Kombination von Material, Farbe, Form und Text. Es fi nden sich Referenzen an die Kunst der Moderne, die in den Kontext ihrer eigenen Arbeit einfl iessen, zugleich jedoch wieder zurückgenommen werden. (…) In den Arbeiten von Jenni Tischer klingen politische Themen wie  Autorschaft, Produktion oder Feminismus an – dies wird vor allem in der Wahl ihrer Techniken deutlich, denn sie thematisiert typisch weibliche Tätigkeiten wie stricken, nähen oder weben und überführt diese auf sensible Weise in den Kunstkontext.»

Für ihre jetzige Ausstellung im Kunstforum Baloise hat Tischer den Titel Meeting Point gewählt. Sie versteht den Begriff in diesem Kontext folgendermassen: «Meeting Point einmal als Treffpunkt und auch als Berührungsort, Begegnungsort. Die Defi nition des Raumes in der Baloise als Ort für die MitarbeiterInnen, BesucherInnen und als Ausstellungsort. Also die Berührung zweier unterschiedlicher Funktionen des Raumes.» Der Titel Meeting Point ist zugleich auch ein Schlüssel zum Verständnis der Kunstwerke, die Tischer im Kunstforum Baloise ausstellt. In der Ausstellung treten Innenraum (die für das Kunstforum Baloise geschaffenen Objekte und Papierarbeiten) und Aussenraum (die in einem Innenhof platzierte Bodenskulptur) in einen unmittelbaren inhaltlichen und formalen Dialog. In den Kunstwerken selbst verbinden sich die «männlich» geprägte Kunst der Moderne und alltägliche «weibliche» Tätigkeiten, Zwei- und Dreidimensionalität, Linie und Körper, und ebenso Abstraktion und Dekoration, komplexe Ornamentik und repetitive Muster.

Tischer bezieht sich dabei in Werken mit Titeln wie Pattern Recognition und Recognition auf das Ornament an einem Fassadenrelief, auf das sie an einem ehemaligen Baloise Gebäude (Aeschengraben 25) gestossen ist. In den Spiegelobjekten dekorieren und fragmentieren feine Muster die Gesichter und Körper, die sich darin spiegeln. Diese facettierte Selbst- und Gegenstandswahrnehmung versteht Tischer auch als Refl ektion auf durch Algorithmen erstellte «Pattern».

Tischer kreiert auf diese Weise fein ziselierte, auf das Wesentliche reduzierte Kunstwerke, die kunstfernen Materialien und Techniken Ernsthaftigkeit und Würde verleihen.Darin manifestiert sich eine Haltung, zu der Tischer in einem Gespräch mit der Kunsttheoretikerin Ines Kleesattel folgendes  ausführt: «Die Formen sind angelehnt an verschiedenste Gerätschaften, wie Webstühle, Webrahmen, Spindeln, aber auch Messinstrumente etc., die in ihrer Grösse immer Bezug nehmen auf den Körper, der das Gerät benutzt. (…) Die Langsamkeit der Entstehung meiner Objekte, die formale Reduktion und die Auswahl meiner Materialien und Farben basieren selbstverständlich auch auf Haltungen, die wiederum auf Ausserkünstlerisches übertragbar sind. Für mich ist es produktiver darüber nachzudenken, wie ich produziere und die Dinge mache, als etwa tagespolitische Themen explizit in meine Arbeit einzubringen».

Text: Martin Schwander

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'400 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.