Kunstforum Baloise: John Skoog

Basel, Die Ausstellung "Palace" zeigt bis 3. Juni 2016 die Arbeiten von John Skoog.

Ausstellung im Kunstforum Baloise

26. November 2015 – 3. Juni 2016
Öffnungszeiten Kunstforum: Dienstag, 8. Dezember 2015 und 12. April 2016 jeweils 17 Uhr im Rahmen einer Führung mit Kurator Martin Schwander oder auf Voranmeldung.

Der schwedische Künstler John Skoog wurde an der Art Basel 2014 für seine Film-Installation Reduit (Redoubt), 2014, mit dem Baloise Kunst-Preis ausgezeichnet. Die «ruhigen, cineastisch anmutenden Bildeinstellungen» seines schwarz-weissen Films beeindruckten die Jury, die in ihrem Bericht besonders hervorhob, dass Skoog «an alltäglichen Orten nach den Spuren von Menschen und Erinnerungen sucht. Dokumentarische und filmische Fiktion gehen dabei ineinander über». Die im Kunstforum Baloise präsentierte Fotoserie Palace, 2010-2015, steht in einem engen inhaltlichen Zusammenhang mit einem anderen, auch 2014 entstandenen 16mm schwarz-weiss Film mit dem Titel Shadowland, der eine vielschichtige Reflexion über das Medium Film und dessen Geschichte darstellt: Der Film wurde an Orten in der Umgebung von Los Angeles gedreht, die der Hollywood-Filmindustrie einst als Set für Filme dienten, die in Afghanistan, in der Sahara oder in den Französischen Alpen spielen. Shadowland ist der «subtile Nachvollzug von Topografie und Filmgeschichte des Westens der Vereinigten Staaten. Der Film setzt die ikonische Qualität und die atmosphärische Aura von Orten fort, deren geografische Bedeutung von älteren Filmen mitkonstruiert wurde.» (Ausst.katalog John Skoog, MMK, Frankfurt a. M./ MUMOK, Wien, 2015).

In der 26-teiligen Fotoserie Palace porträtiert Skoog in atmosphärisch gesättigten Farbbildern den heutigen Zustand von Filmpalästen, in denen in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts im Midwest die aufwändigen Hollywood-Produktionen ihre Premiere feierten. Das pompöse Dekor und der verführerische Zauber dieser riesigen Filmpaläste hat in den meisten Fällen die Zeit nicht überdauert. Kommt hinzu, dass viele dieser Lichtspielhäuser heute als Spielkasinos, Kirchen oder Flohmarkthallen genutzt werden. Damit wird deutlich, dass diese Foto-Serie ein weiteres Puzzleteil in Skoogs Suche nach Spuren von Menschen und Erinnerungen an alltäglichen Orten darstellt. Gleichzeitig stellt die Palace-Serie auch eine melancholische Reflexion über die Geschichte des Mediums Film dar: Während in den ersten Jahrzehnten der Filmindustrie Tausende von Menschen in den glitzernden Filmpalästen zusammenkamen, um sich in fremde Welten entführen zu lassen, geben sich heute viele Menschen damit zufrieden, Filme zu Hause, im Flugzeug oder in der Strassenbahn auf ihrem IPhone zu konsumieren.

Text: Martin Schwander

 

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'400 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieter von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.