Karrieretipps

Jobwechsel + Umzug = absolut machbar

Corinna Fröschke
27. Juni 2017
Job + Karriere
Ich darf mal aus der Erfahrung plaudern? Ich bin neu bei der Baloise und ziehe gerade von Deutschland in die Schweiz. Das ist nicht nur eine kulturell spannende Erfahrung, sondern auch eine logistische. Aber ich versichere: Sie ist keine, über die einem graue Haare wachsen müssten. Viele vor dir haben das erfolgreich geschafft: Ein neuer Job ist der häufigste Grund für einen Umzug!

Struktur ist alles

Klar, es gibt unheimlich viel zu tun. Lauter Dinge, die du nicht vergessen DARFST, weil sie dir zu einem geregelten Umzug verhelfen. Der folgende Tipp ist nicht neu, aber hilfreich: Mach dir eine Liste und hake ab. Ich verspreche, jedes Häkchen wird dich glücklich machen!

Die Basics

  • Abmelden am alten Wohnort
  • Anmelden am neuen Wohnort
  • Lohnkonto eröffnen

Die beiden letzten Punkte nimm bitte unbedingt in der genannten Reihenfolge in Angriff. Keine Bank gibt dir ein Konto ohne Meldeadresse.

Wer bezahlt den Umzug?

Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind die Umzugskosten! Du unternimmst Reisen in deine neue Heimat, um nach einer Wohnung zu suchen, du brauchst ein Speditionsunternehmen, du hast möglicherweise doppelte Mietzahlungen: Hallelujah, da kommt einiges auf dich zu. Glücklich ist, wessen Arbeitgeber den kompletten Wohnungswechsel finanziell übernimmt.

Jedoch gilt grundsätzlich: deine neue Firma muss gar nichts.

Wer was zahlt, ist Verhandlungssache. Grosse Unternehmen beteiligen sich häufiger an den Umzugskosten ihrer Mitarbeiter, oder übernehmen sie gar ganz. Falls dir dieser tolle Umstand nicht vergönnt ist, frag aber unbedingt nach, ob dein neuer Arbeitgeber vielleicht günstige Konditionen bei Speditionen hat oder ob er dich bei der Wohnungssuche unterstützen kann. Ich zum Beispiel habe mich im Bewerbungsgespräch grob informiert. Jede helfende Hand ist eine dankbare und fragen kostet nix! ;)

Nimm dir Zeit

Deine To Do-Liste zu schreiben ist die eine Sache, genug Zeit einzuplanen – die andere. Wenn du kannst, vereinbare 1 – 3 Monate bis zu deinem Jobwechsel. Dein Kopf wird es dir danken! Du wirst an so vieles denken müssen: an die Kündigung deiner Wohnung sowie deiner Versicherungen, an einen Nachsendeantrag, an das Beenden von Strom- und Internetverträgen und das Anmelden all dieser Dinge am neuen Wohnort.

Je mehr Ruhe du dir nimmst, desto weniger wirst du vergessen

... und es vor allem als nicht sooo stressig empfinden. Wichtig: bestimmte Vertragsmodalitäten benötigen Zeit. Praktisch: viele Ummeldungen funktionieren völlig unproblematisch online. Das erspart dir Rennerei!

Für Zuzügler aus dem Ausland

Vergiss nicht, den Zoll zu besuchen. Es ist wichtig, dass du mit deinem gesamten Hausstand vorstellig wirst und nachweisen kannst, dass dir all die Dinge, mit denen du umziehst, seit mehr als einem halben Jahr gehören. Ansonsten werden Einfuhrzölle fällig. Informier dich einfach hier über die Bestimmungen. Funktioniert easy, und du kommst tip top über die Grenze!

Umzug / ÜbersiedelnFAQs Umzugsgut 

Zollveranlagung von Übersiedlungsgut vorgängig Formular 18.44

Soziale Kontakte sichern

Mit diesem Umzug lasse ich natürlich viele Freunde, meine Familie und alte Kollegen zurück. In der Schweiz kenne ich noch so gut wie niemanden, aber das soll sich bald ändern. Ich persönlich bin jemand, dem es nicht so schwer fällt, auf andere zuzugehen. Ich habe mich im Sportverein angemeldet und obendrein das Glück, tolle, neue Kollegen gefunden zu haben. Sicher ergibt sich schnell der ein oder andere private Kontakt.

Wenn du jedoch eher schüchtern bist

... und dich nicht traust zu netzwerken, musst du bitte ganz schnell raus aus deiner Komfortzone. Zu jedem Job gehört ein Feierabend, und der soll dir auch Spass bringen in deiner neuen Welt. Überleg dir, was du gern machst: Musik, Sport, Kultur. Dort triffst du sicher spannende Leute. Auch eine Fremdsprache zu lernen, birgt die Chance auf Kontakte. Oder du suchst dir deine potenziellen neuen Freunde in der Mittagspause. Mach einen Aushang mit deiner Nummer oder Mail, verabrede dich zum Blind-Lunch. Ich weiss, das verlangt Mut und vielleicht gehen Gespräche auch in die Hose, aber a) hast du danach was zu erzählen :-) und b) ist irgendwann vielleicht doch wer dabei, der deine Wellenlänge teilt und ein Freund wird.

Auf geht’s!

Corinna

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