Karrieretipps

Aus erster Hand: No Go's im Bewerbungsgespräch - Teil 2

Sandra Zehnder
21. Juni 2018
Bewerbung
Im zweiten Teil geht es nun darum, welches Verhalten du vermeiden solltest. Unsere HR Business Partner erzählen, was sie bei einem Bewerbungsgespräch irritiert oder sogar stört. Anbei gibts Tipps, wie du es besser machen kannst.

Was es zu vermeiden gilt

Du kommst ohne Erklärung zu spät.

Plane genügend Zeit für die Anreise zum Bewerbungsgespräch ein. Manchmal findet man nicht gleich das das Unternehmensgebäude, der Zug hat eine Verspätung oder du gerätst in stockenden Verkehr. Hast du noch etwas Luft in petto, musst du dein Timing nicht sofort über den Haufen werfen.

Zu früh, ist auch nicht gut

Sich 20 Minuten vor dem Termin für das Bewerbungsgespräch anzumelden, ist zu früh. In diesem Fall spaziere lieber einmal um den Block und gehe dabei nochmals in dich.

Unvorbereitet und desinteressiert

Wenn du keine Fragen zum Job bzw. zum Unternehmen stellst und auch sonst kein Interesse zeigst, stellt sich der Personalverantwortliche die Frage, weshalb du dich überhaupt beworben hast. Informiere dich daher ausreichend im Vorfeld. Das sollte eigentlich natürlicherweise aus deinem Interesse an dem Job aus dir heraus entstehen. Überlege dir Fragen, bspw. zur Unternehmenskultur, und Gründe, weshalb du dort arbeiten möchtest.

Schlechtes Erscheinungsbild

Vermeide auf jeden Fall unsaubere oder ungepflegte Kleidung. Ob ein Anzug die richtige Wahl ist oder eine gepflegte Jeans mit Hemd, ist wiederum abhängig von der Branche, dem Unternehmen und der Position, auf die du dich bewirbst. Bei Versicherungen liegst du mit einem Business Outfit, wie beispielsweise einem Anzug, immer richtig. Weitere Tipps zur Kleidung findest du hier.

Handy eingeschaltet lassen / einen Anruf annehmen

Es klingt eigentlich logisch, dass das Handy ausgeschaltet werden sollte, aber wir haben bereits erlebt, dass Bewerber sogar einen Anruf während des Gesprächs entgegengenommen haben. Es empfiehlt sich, das Handy vor dem Gespräch komplett auszuschalten - nicht nur auf "stumm". Der Vibrationsalarm lenkt dich genauso ab wie ein lautes Klingeln.

Döner zum Lunch oder Zigarette bevor es ernst wird?

Lieber nicht! Vermeide vor dem Vorstellungsgespräch Gerichte, die noch einige Zeit nach dem Essen gut zu riechen sind. Das gilt auch für die Zigarette. Der Geruch haftet in deiner Kleidung, deinen Haaren und solche unangenehmen Gerüche können dein Gegenüber vom Wesentlichen ablenken - von deinen Erfahrungen und Fähigkeiten zum Beispiel.

Lästere nicht über deinen vorherigen Arbeitgeber

Wahrscheinlich wirst du gefragt, weshalb du deinen letzten Arbeitgeber verlassen möchtest. Nutze diese Gelegenheit keinesfalls um eine etwaige Frustration loszuwerden oder sonst wie schlecht über deine alte Firma herzuziehen. Dies erweckt einen schlechten Eindruck. Versuche die Trennungsgründe möglichst sachlich und verständlich zu schildern.

Zu viele bzw. zu hohe Ansprüche

Ein Bewerber, der bereits beim Erstgespräch hohe Ansprüche an seine zukünftige Position stellt, wirkt schnell überheblich. Wird es bei einem zweiten oder dritten Gespräch konkret, kannst du durchaus Anstellungsbedingungen äussern bzw. verhandeln.

Wir hoffen, dass du nun bestens gerüstet bist, um die grössten Fauxpas zu vermeiden und beim Vorstellungsgespräch zu überzeugen. Viel Erfolg!

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