Faszination Marktforschung | «Ich interessiere mich für Menschen.»
Karriereblog Schweiz Faszination Marktforschung | «Ich interessiere mich für Menschen.»
Corinna Fröschke 8. Dezember 2021 Haltung / Einstellung, Weiterentwicklung

Wie kommt ein Produkt beim Kunden an? Welcher Speiseplan schmeckt unseren Mitarbeitenden? Und wie soll unsere Arbeitswelt in Zukunft aussehen? Mit solchen und ähnlichen Fragestellungen beschäftigt sich unsere Marktforschung, und genau in diesem spannenden Bereich arbeitet Melanie Funk (33) als Market Research Managerin. Was sie daran fasziniert? Lies mal!

«Wir lernen durch Kundenfeedback.»

«Marktforschung hat mit Menschen zu tun», beschreibt Melanie. «Es steckt viel Psychologie dahinter. Marktforschung hört zu und hält sich selbst raus. Sie nimmt den Mensch in den Fokus und lässt ihn erzählen. Das ist, was mir an meiner Arbeit gefällt. Wenn du möglichst vorurteilsfrei zuhörst, kannst du viel lernen.»

Melanies Job als Market Research Managerin bei der Baloise beschäftigt sich sowohl mit Fragestellungen an Kunden/innen sowie deren Feedback (z.B. zu Produkten), als auch mit Mitarbeitenden: «Wir fragen z.B. wie wir jetzt und zukünftig arbeiten wollen», erklärt Melanie. «Wir erstellen Fragebögen und interpretieren das gewonnene Feedback. Gemeinsam mit den Fachbereichen entdecken wir Verbesserungsmöglichkeiten und finden Wege, aktiv Veränderungen anzugehen.» Melanie steckt in vielen Meetings mit reichlich Abstimmungsbedarf. Sie berät aus Marktforschungssicht und erstellt Schulungen.

«Marktforschung hat mit Menschen zu tun. Es steckt viel Psychologie dahinter.»

«Die Psychologie verbindet mein Privat- mit meinem Berufsleben.»

«Mein Werdegang folgte nie einem fertigen Plan. Vieles hat sich wunderbar ergeben», erinnert sich Melanie. «Der rote Faden durch mein Leben ist meine Neugier rund um die Psychologie. Ich habe ein ehrliches Interesse an Menschen. Hier verbinden sich mein Beruf und mein Privatleben.»

Zunächst studiert sie BWL/ Markt- und Kommunikationsforschung an der Uni in Pforzheim, beschäftigt sich mit empirischen Methoden, Datenanalyse, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. «Auch haben wir damals gelernt, wie man Fragebögen so aufsetzt, dass sie bei einer Umfrage relevante Ergebnisse liefern. Das ist nicht so trivial, wie man meinen könnte.» Im Studium bereits kommt sie für ein Praxissemester zur Baloise.

«Ich habe gelernt, zuzuhören und aktiv nachzufragen.»

«Es ist erstaunlich, wie schnell man sich mit Menschen verbinden kann, wenn man ihnen tatsächlich zuhört», versucht Melanie ihre Faszination für Marktforschung in Worte zu fassen. «Nach der Uni habe ich in der Sozialforschung gearbeitet. Da ging es um emotionale Themen im Alltag alleinerziehender Eltern oder um städtische Hilfsprogramme. Ich wurde mit sehr essentiellen Grundbedürfnissen konfrontiert. Das ermöglichte mir andere Perspektiven auf meine Arbeit: Dass wir den Menschen zuhörten, gab ihnen eine Stimme. Sie wurden gehört. Seither höre ich anders zu, frage aktiver nach und lerne.»

2015 kehrt Melanie zur Baloise zurück, steigt in die Marktforschung ein und hat diesen Weg bis heute nicht verlassen. Allerdings verzweigt er sich seit einiger Zeit immer noch weiter, in ganz verschiedene Lebensbereiche.

«Es ist erstaunlich, wie schnell man sich mit Menschen verbinden kann, wenn man ihnen tatsächlich zuhört. Das ist, was mir an meiner Arbeit gefällt. Wer vorurteilsfrei zuhört, kann viel lernen.»

«Zuhören und voneinander lernen ist Teil unserer Business Transformation.»

«Das ist das Erstaunliche», sagt Melanie heute. «Verschiedenes klickt ineinander. Eines ergibt das Andere und alles gehört zusammen.» Zunächst hat sie sich mit Unterstützung der Baloise zu einem psychologischen Coach ausbilden lassen. Der nächste Schritt führt sie nun ins Agile Coaching. Beides versetzt Melanie z.B. in die Lage, Baloise Mitarbeitende bei unserer Business Transformation zu unterstützen. Hier geht es um den Wandel unserer Arbeitswelt.

«Eine grosse Herausforderung für uns alle! Wir entwickeln gemeinsame Werte und Aufgeschlossenheit den Veränderungen gegenüber. Es geht darum, wie wir uns miteinander weiterentwickeln und dadurch noch besser zusammenarbeiten. Auch in der Change-Begleitung muss man gut zuhören, um Pain Points zu erkennen.»

In ihrer Zeit bei uns hat Melanie u.a. ein System entwickelt, bei dem alle Baloise Kundinnen und Kunden direkt nach einem Kontakt mit uns eingeladen werden, Erfahrungen und Feedback zu hinterlassen. Hat etwas nicht gut funktioniert, erhalten die entsprechenden Baloise-Mitarbeitenden umgehend eine Benachrichtigung und können ggf. sofort Kontakt aufnehmen. So lassen sich eventuelle Konflikte schnell aufspüren und adressieren, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Bring deine Ideen ein!
«Ich will weiter. Mein Bauchgefühl treibt mich an.»

Melanie ist jemand, die mit offenen Augen durch ihr Leben geht und mitunter einem Bauchgefühl folgt, wenn sich etwas stimmig anfühlt. «Bei der Baloise führen wir regelmässig Entwicklungsgespräche. Ich spreche offen an, wenn ich gefühlt feststecke oder mir etwas fehlt. Gemeinsam finden wir dann zu neuen Perspektiven und entwickeln Lösungen. Manchmal weiss man zu Beginn noch nicht, wohin diese Ideen führen werden. Meinem Bauchgefühl zu folgen, hat mich aber stets weitergebracht.»

In ihre neue Rolle als Agile Coach hat Melanie bereits schnuppern können. Die Baloise bietet interne, temporäre Jobwechsel an: «Zu sehen, wie sehr Menschen aufblühen, wenn sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich agieren können, motiviert mich für meinen eigenen Weg. Veränderung braucht Zeit, aber es lohnt sich, mit Mut und Neugier darauf zuzugehen."

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