KV-Lehre mit Austauschsemester

Imane
15. Februar 2019
Schüler, KV, Lehre, Ausbildung
Imane absolviert bei der Baloise ihre KV-Lehre und dazu gehört auch ein 6-monatiges Austauschsemester. Von Lausanne ging es nach Zürich. Eine Herausforderung!

Ich heisse Imane, bin 24 Jahre alt und komme aus Neuenburg. Meine Berufsbildung absolviere ich bei der Baloise und bin sehr glücklich, diese Chance erhalten zu haben. Warum ich in die Versicherungsbranche wollte? Weil mein Vater bei der Konkurrenz arbeitet und mir einiges bereits bekannt war. ;) Dass ich mit der Ausbildung erst in meinem 21. Lebensjahr begonnen habe, liegt am Tennis. Ich habe es lang professionell gespielt und daher später den Berufseinstieg gewählt. Heute erzähle ich euch eine tolle Geschichte, in der ich während meiner KV-Lehre ein Austauschsemester erleben durfte.

Austausch in Zürich | Meine ersten Schritte

Mein Ausbildungsort ist Lausanne, hier mache ich meine Lehre – und dazu gehört ein Austauschsemester: mein Abenteuer in Zürich. Für eine Weile konnte ich die Baloise-Welt an einem anderen Ort kennenlernen. Super toll aber auch super herausfordernd, denn ich musste dort zunächst eine Wohnung finden. Dies war alles andere als einfach. Zum Glück hat mich mein Arbeitgeber von Anfang an unterstützt.

Bevor es tatsächlich losging, habe ich einen Praktikumstag an meinem zukünftigen Arbeitsplatz absolviert. So konnte ich meine Aufgaben und das Umfeld besser kennenlernen. Anschliessend fand ich eine WG in Dietikon. Diese teilte ich mir mit meiner Mitbewohnerin, einer Portugiesin.

Austauschsemester | Erstmal ankommen

Die ersten Wochen waren kompliziert, da ich mich daran gewöhnen musste, in einer Grossstadt zu leben. Es dauerte ebenfalls eine Zeit, bis ich meinen Arbeitsweg gefunden hatte. Zunächst lief ich jeden Morgen in die falsche Richtung. Zu Beginn hatte ich auch einige Schwierigkeiten, mich in der Schule zu integrieren. Mein Altersunterschied zu den anderen Schülern war enorm. Mit der Zeit aber fand ich eine Gruppe von Mädchen, mit denen ich mich sehr gut angefreundet habe. Glücklicherweise habe ich mich bei der Arbeit schnell zurecht gefunden - dank meiner Praxisausbilderin, die mich nie allein liess und mich sofort überall mitgezogen hat.

Meine Aufgaben in Zürich

In Zürich arbeitete ich in der Baloisedirectline (BDL) und unterstützte die Generalagenturen. Dies beinhaltete das Terminieren und Erneuern von Verträgen. Zusätzlich ist die BDL erster Ansprechpartner des Kunden, wenn er Fragen zu seiner bestehenden Versicherung hat oder einen Neuvertrag online abschliesst. Die BDL ist telefonischer Kundenberater, eine Art Erleichterung für den Aussendienst. Am Anfang, musste ich mir neue Systeme erschliessen, die Unternehmensversicherung verstehen, mich mit der Motorfahrzeugversicherung, Hausratsversicherung und der Gebäudeversicherung befassen. In der Mitte des Semesters durfte ich bereits Gespräche mit den Kunden führen. Es war mit Abstand einer der herausforderndsten Schritte für mich.

Sprache, Kultur, Menschen

Die Arbeit ist der Ort, an dem ich Deutsch am besten gelernt habe und den grössten Spass an meinem Austausch hatte. Ich habe es geliebt, in diesem Team zu arbeiten, da meine Teamkollegen immer viel Geduld mit mir hatten und ich zu jeder Zeit Hilfe bekam. Das schönste Gefühl war aber, als Teammitglied und nicht "nur" als Lernende angesehen zu werden. Ich habe für mich festgestellt, dass es eine schöne Erfahrung war, so viele neue Sachen kennenlernen zu dürfen. Ich bin mit tollen Erinnerungen wieder nach Lausanne zurückgekommen und habe mich in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Ganz sicher bin ich selbständiger geworden und stolz auf mich, in in einer anderen Sprachregion dazu gelernt zu haben.

Unsere Lehrstellen

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