Raus aus der Routine | Immer weiterkommen

Corinna Fröschke
7. Juni 2019
Berufserfahrene
Martin Iseli ist 55 Jahre alt. Sein Job nennt sich Leiter Gebäudemanagement Aussenstellen. Das heisst, er sorgt dafür, dass in sämtlichen Generalagenturen der Baloise sowie in allen Büros ausserhalb des Hauptsitzes in Basel alle einen Arbeitsplatz haben.

To Do's im Gebäudemanagement

Für uns als Mitarbeitende scheint es völlig selbstverständlich, dass wir Büroräumlichkeiten haben, in denen wir arbeiten, dass diese eingerichtet sind und uns wohlklimatisiert bzw. illuminiert, eine Spielwiese für unseren täglichen Job bieten. Selbstverständlich ist all das natürlich nicht. Es muss jemanden geben, der Flächen anmietet, Möbel bestellt, Büros ausstattet – und das ist bei uns Martin. Er koordiniert eventuelle Arbeiten mit Architekten, lässt Räume ausbauen bzw. anpassen, bearbeitet Mietverträge. All das gehört zu seinen Aufgaben. Und wie wird man so jemand?

Ich habe den schönsten Job bei der Baloise.

Karriere in die Breite, nicht in die Tiefe

"Auf wenig geradlinigem Weg", lacht Martin. "Ich hab immer zugesehen, dass ich weiterkomme. So bald ich Routine empfand, musste ich raus aus meinem Alltag und Neues lernen." So kam es, dass Martin aus einer Treuhandlehre, die sich mit Buchhaltung, Steuern und Revision beschäftigte, in den Aussendienst der Baloise in Zollikofen rutschte. Das war vor 30 Jahren. "Allerdings musste ich schnell feststellen, dass dies nicht der Job war, der zu mir passt. Deshalb bin ich nur ein Jahr in der Kundenberatung geblieben und danach als Sachbearbeiter im Bereich Personenversicherung in den Innendienst gewechselt." Das Praktische: beides Wissen baute wunderbar aufeinander auf.

Ein Mann steht mit verschränkten Armen an einen Locker gelehnt da.

Vom Sachbearbeiter zum EDV-Koordinator

Nach nur zwei Jahren schlug Martin den nächsten Haken in seiner Karriere. "Damals kam die Informatik in den Aussendienst und es wurden EDV-Koordinatoren gesucht. Also, liess ich mich umschulen." Wiederum für weitere zwei Jahre. Danach wurde Martin zunächst Leiter im Innendienst der Generalagentur Lyss, etwas später Leiter Logistik in Bern: sein erster Touchpoint mit dem Bereich, in dem er heute arbeitet. "Ich musste mir Vieles neu aneignen, aber dieses Prinzip hatte ich durch meine vielen Wechsel in den Jahren zuvor schon verinnerlicht. Ich mache mir keine Sorgen. Es kommt alles mit der Zeit learning by doing.

"Ich habe den schönsten Job bei der Baloise"

Inzwischen ist Martin seit 20 Jahren in diesem Bereich tätig. Das ist erstaunlich, weil er doch zuvor ständig die Veränderung suchte. "Jein", sagt er selbst, "inzwischen bringt der Job selbst so viel Veränderung mit sich, dass ich neue Herausforderungen permanent in meinem eigenen Umfeld finde. Ich würde für mich sagen, ich habe den schönsten Job bei der Baloise. Ich treffe unzählige, verschiedene Menschen, habe Budgetverantwortung und darf in diesem Rahmen meine Themen und Projekte selbständig bearbeiten." Für Martin geht es darum, Bedürfnisse zu befriedigen und darum, die beste Option in einem bestimmten finanziellen Spielraum zu finden.

"Klar, alle Wünsche rund um Büroflächen und Einrichtung kann man nie erfüllen, doch ich habe dabei etwas gelernt. Ich muss nicht von jedem geliebt werden – aber respektiert – und ich glaube, das habe ich mir über die Jahre erarbeitet."

Ich muss nicht von allen geliebt, aber respektiert werden.

Ehrenamtlich in der Mitarbeitervertretung

Seit 1988 ist Martin bei der Baloise, über 30 Jahre. Er kennt das Unternehmen, die Mitarbeitenden, hat den Kulturwandel und die Arbeitswelt vor wie während der Digitalisierung erlebt. Das kommt ihm entgegen in seiner Funktion als Vertreter der Baloise Mitarbeiterkommission. In diesem Ehrenamt ist er Vertrauenspartner für Ängste und Sorgen der Kollegen/-innen. "Oft reicht es schon zuzuhören. Die Leute wollen meist vor allem loswerden, was sie beschäftigt und wenn ich für sie da bin, ihnen meine Zeit schenke, bringt uns das alle bereits einen grossen Schritt weiter." Die Veränderungen in der Arbeitswelt momentan sind enorm. Manch einen versetzt das in Unruhe. "Allerdings geht es sicher nicht nur darum, die Leute in Watte zu packen. Ich fordere sie ebenso, frage nach, wie sie sich selbst einbringen, um Neues adäquat anzupacken. Wir dürfen nicht nur darauf warten, entwickelt zu werden. Es liegt auch in unserer Verantwortung, und dahingehend versuche ich zu unterstützen."

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