Nachhaltigkeits-Kommunikation

Kim Berrendorf
4. April 2019
Berufserfahrene
Hi, ich bin Kim, 31 Jahre alt und seit kurzem Kommunikationsspezialistin für das Thema Nachhaltigkeit bei der Baloise. Was ich in meinem Job so mache? Diese Frage habe ich seit meinem Start sehr oft gehört – und beantwortet.

Nachhaltigkeits-Management

Beim Nachhaltigkeitsmanagement geht es nicht nur darum herauszufinden, wo die Baloise im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich steht und sich verbessern könnte, sondern auch um die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Handlungen und Massnahmen. Hier liegt der Knackpunkt: Nicht alles, was auf den ersten Blick nachhaltig scheint, ist es auch wirklich.

Das Pappbecher-Beispiel

Da kann sich jeder an die eigene Nase fassen: Wie oft nehmen wir uns einen Coffee to Go und schmeissen den Becher danach weg? Pappbecher sind für die Umwelt ein Graus – nicht kompostierbar aufgrund der Beschichtung und des verwendeten Leims und deshalb offensichtlich keine ökologisch nachhaltige Lösung.

Wie stehts um Tassen? Tun wir uns hier etwas Gutes? Fast. Damit die Tasse wirklich umfassend ökologisch sinnvoller ist als der Pappbecher, sollte sie nicht nach jedem Benutzen gespült werden. Das Spülen verbraucht Energie und Wasser. Ein Pappbecher wird letztlich verbrannt und trägt zur Energiegewinnung bei. Und die Tasse? Je öfter du spülst, desto schlechter deine Bilanz.

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Und wie macht's die Baloise?

Wir verwenden zwar noch Papp- sowie Plastikbecher, doch der Trend geht auch bei uns zur eigenen Tasse bzw. Flasche. Das ist so sicherlich noch keine perfekte Lösung aber das möchte ich gern ändern. Die ersten Ideen zur Verbesserung gibt es schon.

Nachhaltigkeit aufspüren, ausbuddeln und antreiben

Meine Aufgabe besteht nun zunächst darin, ein Nachhaltigkeits-Netzwerk aufzubauen. Was nehmen wir uns warum in Zukunft vor und wie kommunizieren wir das? - So spreche ich zum Beispiel mit dem Asset Management über verantwortungsvolles Investieren, mit dem HR über Diversität oder mit der Logistik über unsere Ökobilanz.

Verantwortungsvolles Investieren?

Wer hätte gedacht, dass das Anlegen von Versicherungs- und Drittgeldern bestimmte Nachhaltigkeits-Kriterien erfüllen muss?

Diversität?

Hier strengen wir uns gerade richtig an, fördern mehr Durchmischung der Geschlechter auf Führungsebene (zugegeben, da müssen wir sowas von besser werden), unterstützen unser LGBTQ-Netzwerk, bringen Generationen zusammen, stärken unsere Kolleginnen im Aussendienst und finden neue Arbeitsmodelle für ältere Mitarbeitende.

Ökobilanz?

Das umfasst u.a. unseren Energie- und Wasserverbrauch, sowie die Abfallmengen, - arten und unseren Geschäftsverkehr, also die Auto-, Flug- und Bahnreisen, die wir aufgrund von Meetings unternehmen.

Dranbleiben und nachhaltig kommunizieren

Wir haben Optimierungsbedarf, sind aber auf dem Weg. Letztlich ist es mein Job, hier Aufmerksamkeit und Bewusstsein zu schaffen, Möglichkeiten aufzuzeigen und Ideen bereichsübergreifend voranzutreiben.

Hier stosse ich selbst an einen Nachhaltigkeitsanspruch. Damit meine Themen überall verinnerlicht werden, muss ich sie so oft wie möglich wiederholen. Immer wieder erinnern, immer wieder bohren und beharrlich bleiben. Ausserdem muss ich Nachhaltigkeit sichtbar machen. Eine echte Herausforderung! Wie mache ich das? Indem ich darüber spreche, erfolgreiche Projekte intern wie extern präsentiere, das Thema in Workshops und Foren aufzeige. Ich habe viel vor und halte euch auf dem Laufenden. Drückt mir die Daumen!

Kim

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