Medizinstudent, Strandexperte, VWL-Absolvent und Trainee

Eric Solagna
28. Mai 2019
Trainees, Traineeprogramm
Hi, ich bin Eric, 27 Jahre jung, aus Luxemburg. Als Weltenbummler mach ich gern neue Bekanntschaften und mag es, Dinge nicht zu planen. So entscheide ich privat oft nach dem Prinzip: Was macht mir Spaß? Die Antwort: Neues und Vielfalt.

Was kommt nach dem Studium?

Angefangen hat alles mit einem Wirtschaftsstudium und einem Erasmus-Semester in Neu-Kaledonien. Danach befiel mich die Weltneugierde. Also, ging's für den Master an die University of Montreal in Kanada – und wieder zurück. Im Anschluss musste ich entscheiden wo ich mich bewerbe. Schnell wurde mir klar, dass meine Karriere mit einem Traineeprogramm starten würde, um erst einmal zu erkunden was am besten zu mir passt. Ich suchte nach Traineeprogrammen, vor allem im Bankensektor, und stolperte per Zufall über das Angebot der Baloise.

Warum das Traineeprogramm der Baloise?

Wo die Traineeprogramme der Banken recht regulativ daher kommen (vorweg wird entschieden welche Bereiche man besucht abhängig von Studiengang und Stärken), bietet die Baloise Flexibilität und Spontanität. Als Trainee aus Luxemburg absolviert man zwei Einsatzblöcke in der Heimat und zwei weitere in anderen Ländergesellschaften. So begann ich zunächst im Bereich FOS (Freedom of Service): gemeint sind internationale Lebensversicherungen. Als Prozessmanager suchte ich gemeinsam mit der IT nach Möglichkeiten, unsere administrativen Prozesse zu optimieren und sie in bestehende Workflows zu integrieren. In diesen vier Monaten konnte ich mir einen guten Überblick über die verschiedenen Aktivitäten in diesem Bereich verschaffen.

Traineeprogramm | Ab nach Basel

Meine Aufgaben im zweiten Traineeeinsatz führten mich in die Organisationsentwicklung (POD) und ins HR der Baloise Schweiz. In Interviews wollten wir mehr über „selbstorganisiertes Arbeiten“ erfahren. Mitarbeitende verschiedener Abteilungen, die hier bereits Erfahrungen gesammelt hatten, erzählten von Dingen, die gut funktionieren und solchen, die sie fordern. In Abstimmung mit den HR Business Partnern suchte ich nach Tipps & Tricks, die man anderen Kollegen/innen rund um das Thema Selbstorganisation mitgeben konnte.

Generell beschäftigt sich das POD-Team u.a. mit Themen wie Leadership Development, Agilität, Learning Organisation. Anfangs tat ich mich schwer damit, zu verstehen – was wir erreichen wollen und wie – aber nach kurzer Einarbeitungsphase, sah ich den Mehrwert. Ich lernte, wie ich diesen Raum mit meinen Ideen und Gedanken füllen konnte. Eine grosse Spielwiese!

Ein junger Mann in einem Hemd sitzt an einem Arbeitsplatz.

Was jetzt?

Momentan bin ich wieder in Luxemburg und Teil des Project Management Office. Hier habe ich Einblicke in verschiedenste Projekte: So unterstütze ich zum einen das Change Management Netzwerk zum Thema "Digital Work Place“. Es geht um den Test neuer Geräte und Anwendungen. Meine Aufgabe ist es hier, Feedback einzuholen und die Tester zu bitten, andere Mitarbeitende bei dem Übergang auf die neuen Geräte zu unterstützen. Zum anderen beschäftige ich mich intensiv mit dem Projekt Work@Home für den Bereich HR Luxemburg. Juristische, steuerliche und logistische Fragen müssen geklärt werden, bevor in Luxemburg im Home Office gearbeitet werden kann.

Basel oder Luxemburg | Zwei Baloise Welten

Wo fühlst du dich wohler? Was ist anders? Diese Fragen werden mir häufig gestellt. Eine kollegiale und familiäre Atmosphäre herrscht in beiden Ländergesellschaften. Die Baloise Kultur ist ausgeprägter in Basel: Damit meine ich z.B. das Networking. Kaffeeaustausche und Lunchtermine sind hier fester Bestandteil des Arbeitsalltages. Ausserdem wird es immer selbstverständlicher, dass Mitarbeitende über Team-, Bereichs- und Hierarchiegrenzen hinaus miteinander zusammenarbeiten. Auch das Engagement der Mitarbeitenden in Basel ist gross: Open X Spaces werden von Vielen genutzt, um Informationen zu teilen und Wissen zu vermitteln.

Letztlich kann ich hier nur meinen subjektiven Eindruck widerspiegeln: Ich hatte größtenteils Kontakt mit Trainees und POD-Kollegen/innen, die hochmotiviert strategische und kulturelle Themen vorantrieben.

Aber was macht denn den Unterschied?

In der Schweiz arbeitet die IT schon über ein Jahrzehnt nach agilen Arbeitsmethoden, auch in anderen Bereich gehen Teams selbstorganisiert vor. Sie lernen immer noch, aber wagten bereits diesen Schritt. Persönlich denke ich, dass solche neuen Arbeitsmethoden die Eigeninitiative der Mitarbeitenden fördert und sie anspornt, ihre Entwicklung selbst voranzutreiben. Es gibt viele Initiativen in Basel, aber auch in Luxemburg : Netzwerke, die einen bestimmten Spirit in die Organisation tragen und andere mit ihren Ideen anstecken, mitzugestalten. Das Baloise Gen verbreitet sich viral und erreicht mehr und mehr auch uns in Luxemburg.

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