Von der KV-Lehre ins Studium … und bei der Baloise bleiben

Corinna Fröschke
29. Oktober 2019
Berufseinstieg, Entwicklung, Lehre, Werkstudent, Schüler, KV
Als Sannie (22) Ende 2015 ihre Matura abschloss, fragte sie sich: Was will ich studieren? - und fand ihre Antwort in der KV-Lehre. Überraschend wie schlüssig und letztlich ausgelöst durch ein Gespräch in der Berufsberatung. Die Praxis nach der Schule tat ihr gut: 3 Jahre lang erlebte sie verschiedene Bereiche der Baloise. Und nun? Geht’s doch ins Studium. «Das Schöne», sagt Sannie, «ich kann begleitend bei der Baloise bleiben – als Werkstudentin.»

Ist KV-Lehre für Maturanden ein Rückschritt?

«Ganz klar nein», betont Sannie. «Ich gestehe, es fühlte sich erst genau so an, weil ein Studium nach der Matura einfach der klassische Weg ist, aber für mich war die Lehre ein ganz toller Einblick ins Berufsleben. Was will ich? Was kann ich? Was macht mir Spass?» Während der Ausbildung im E-Profil durchlief Sannie sechs Abteilungen: den Einkauf und die Logistik, sie sah unser Ausbildungszentrum, war bei den Immobilien, im Marketing, im Bereich HR und in der Buchhaltung. «Ein Privileg», sagt sie heute. Man bekommt ein Gesamtverständnis für das Unternehmen und findet heraus, wohin man sich weiterentwickeln möchte.» Heute weiss sie, dass sie ihr Wissen in der Betriebsökonomie vertiefen möchte. Nun besucht sie sie die Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel.

Baloise als Ausbildungsbetrieb | «Sofort wohlgefühlt»

«Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl», so beschreibt es Sannie. «Das Bewerbungsgespräch hat mir sofort ein familiäres Umfeld gespiegelt. Ich hab mich als Mensch wahrgenommen gefühlt und echtes Interesse gespürt. Die Entscheidung pro Baloise fiel mir entsprechend leicht.» Sannie lacht. Die KV-Lehre führte sie neben den praktischen Aufgaben im Unternehmen auch in die Berufsschule: in den ersten beiden Lehrjahren an zwei Tagen pro Woche, im dritten an nur noch einem. «Für mich waren es offen gestanden bekannte und deshalb leichte Unterrichtsinhalte. Vieles wiederholte sich aus der Matura. Ein bisschen gewöhnen musste ich mich daran, dass ich mit 19 Jahren doch spürbar älter war als die meisten anderen Lernenden. Aber wir haben uns gefunden.»

Nach der KV-Lehre ins Studium

Nachdem Sannie nun ihren Kopf etwas durchlüftet und neue Eindrücke gesammelt hat, ist sie bereit, in Vorlesungen zu sitzen. «Ich habe wieder Lust, Theoretisches in mir aufzunehmen und mein Wissen zu vertiefen.» Seit Herbst 2019 studiert sie BWL in Basel. «Das Praktische ist, dass ich bei der Baloise bleiben konnte und nun nebenbei Geld verdiene. Durch meine Vernetzung im Unternehmen habe ich eine Stelle als Werkstudentin im Gesundheitsmanagement übernommen. In meiner Arbeitsgestaltung bin ich flexibel, je nachdem wieviel Zeit ich neben dem Studium an der Fachhochschule erübrigen kann.»

eine junge Frau sitzt vor blauem Hintergrund auf einem grünen Stuhl

Fazit

«Wenn ich zurückblicke, war der vermeintliche Umweg über die KV-Lehre (vor dem Studium) sehr bereichernd. Meine persönliche Entwicklung hat im Umgang mit den Kollegen/innen Fahrt aufgenommen. Ich bin mit sehr verschiedenen Persönlichkeiten konfrontiert worden und das schult.» Sannie beschreibt sehr wohlwollend, dass sie in jedem Bereich während der KV-Lehre stets Mentoren an ihrer Seite hatte, die Praxisausbilder. «Sie holen dich an Bord, sind Vertrauenspartner und Unterstützer – das hilft, gerade wenn man oft die Abteilung wechselt. Du bist nie allein, übrigens auch nicht nach der Lehre. Man schaut, dass man uns Lehrlinge im Unternehmen hält und dort unterbringt, wo es individuell passt. Die Baloise hat eine besonders wertschätzende, familiäre Kultur. Da bleibt man einfach gern.»

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