Rund um die Baloise

Arbeitsintegration | Jobsuche mit 60

Corinna Fröschke
8. Oktober 2019
gute Seele, Kultur, Entwicklung
Wie muss man sich fühlen wenn einem nur wenige Jahre vor der Pension der Job und damit Struktur aus dem Leben genommen werden? «Wie in einem grossen Loch», so beschreibt es Ilse Schawalder (61). «Du stehst vor absoluter Leere in der Sorge, nie wieder Arbeit zu finden. Wer nimmt dich denn noch mit 60?» Ilse wurde krank, landete im Burn Out und später bei uns auf der Generalagentur Zürich. Hier fand sie wieder Halt.

Bewerben mit Erfolg | Coaching vom RAV

«Wenn du aus dem Arbeitsalltag fällst, liegt der Tag brach vor dir. Du fühlst dich nutzlos, wertlos, weisst nicht was du mit dir anfangen sollst. Gerade im Alter verbindest du es mit der Emotion, aussortiert worden zu sein. Ich bin darüber richtig krank geworden.» Was Ilse zurück zu Struktur verhalf, waren die Massnahmen des Arbeitsamtes. 10 Bewerbungen pro Woche, sonst versiegt das Arbeitslosengeld. «Aber welche Firma stellt eine 60-jährige ein? Ich habe nur Absagen bekommen», erzählt Ilse. «Das hat meine Negativ-Gefühle nur verstärkt.» Das Gute: Ilse blieb in dieser Zeit nicht allein. Sie erhielt gezielt Unterstützung durch einen Coach, Daniel Freund von der Arbeitsintegration der Stadt Winterthur. Wöchentlich trafen sich beide zum Austausch, feilten an Bewerbungen und bemühten sich über persönliche Kontakte zu Firmen, Ilse wenigstens in Teilzeit wieder in Arbeit zu bringen.

3 Monate Baloise | RAV-finanziert

«So traf ich zum ersten Mal auf Domenico Simoni», erinnert sich Ilse. «Ein Bewerbungsgespräch für eine auf drei Monate befristete und vom RAV finanzierte Stelle führte mich in den Fachsupport Innendienst auf der Generalagentur Zürich.» «Ilses Art hat mich sofort überzeugt», sagt Teamleiter Domenico. «Sie ist präsent, motiviert, sie hat Ausstrahlung und eine Meinung. Ich wusste von Anfang an, dass sie unser Team bereichern würde.»

«Und ich», ergänzt Ilse, «habe mich im ersten Moment schon wohl gefühlt. Ein sympathisches, offenes Gespräch.» Kaum eingestellt, gab es für Ilse unheimlich viel zu lernen. Wie handhabt man sämtliche Systeme? Wie erstellt man Offerten, pflegt bestehende Daten? «Ich war anfangs heillos überfordert», gesteht Ilse ein. «Das habe ich null bemerkt», lacht Domenico. «Sie war ehrgeizig und wissbegierig und hat super schnell gelernt.»

eine Gruppe Menschen steht vor einer schwärzen Marmorsäule

Arbeitsintegration | Eine echte Hilfe

«Ich erinnere mich», sagt Ilse, «dass mir die Zeit bei der Baloise mein Selbstvertrauen zurückgegeben hat. Durch den Job habe ich wieder zu Souveränität und Sicherheit gefunden. Alle haben sich sehr um mich gekümmert, mir Zeit und stets eine Aufgabe gegeben. Das Gefühl, gebraucht zu werden, kam zurück.» Domenico schwärmt seinerseits. «Ilse hat komplexe Zusammenhänge schnell verstanden. Sie hat sich alles aufgeschrieben und mit grossem Engagement erledigt. In kurzer Zeit war sie fester Bestandteil des Teams. Sie hatte keine Berührungsängste und war fachlich wie emotional mit uns verbunden.»

Die Baloise als Sprungbrett ins Arbeitsleben

«Ich bin der Baloise wirklich dankbar», fasst Ilse diese Zeit zusammen. «Ohne die Übergangsphase hätte ich keinen neuen Job gefunden. Erst mit dem Wiedereintritt in die Arbeitswelt kamen auch die Bewerbungsgespräche

«Ich möchte explizit meinem Team danken», betont Domenico. «Sie haben Ilse unglaublich unterstützt. Es war toll, das mitzuerleben. Wir von der Generalagentur Zürich sind stolz, dass wir Ilse eine Chance geben konnten und dies sich positiv auf ihre berufliche sowie persönliche Zukunft ausgewirkt hat.»

Fazit

«Rückblickend», resümiert Ilse, «habe ich bei der Baloise sehr viel gelernt. Das Team war herzig, sehr unkompliziert und ihre Geduld bzw. Unterstützung waren sicher nicht selbstverständlich. Ich bin oft heimgekommen und habe meinem Mann gesagt: «Was die Baloise an Kultur und Miteinander bietet, war ich in dem Mass nicht gewöhnt. Das sind Welten zu vorher – wie ein Sechser im Lotto.»

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