Rund um die Baloise

Case-Management | «Wenn etwas passiert, ist die Baloise da.»

Corinna Fröschke
18. August 2021
Kultur, Leistungen / Benefits, #worklifebaloise, Nachhaltigkeit
Im Sommer 2018 ist unser Kollege Markus Land (40) mit der Diagnose «Gallenblasenkrebs» konfrontiert. Um überleben zu können, muss er sich einer grossen Operation unterziehen. Erst danach wird klar, der Tumor ist gutartig. «Ich bin dem Tod sprichwörtlich von der Schippe gesprungen, war aber nie wieder derselbe. Das macht was mit dir – körperlich und seelisch. Die Baloise war in all der Zeit für mich da. Ihr Rückhalt war eine wichtige Säule.»

Gesundheitsmanagement | Wir sind für unsere Mitarbeitenden da.

«Wenn klar wird, dass eine Kollegin oder ein Kollege mehr als einen Monat aufgrund von Krankheit oder Unfall der Arbeit fern bleibt, wird das Baloise Gesundheitsmanagement (BGM) in der Regel informiert», erklärt Simon Feuz, Baloise Case Manager, «und so war es auch bei Markus.» Vertraulich natürlich. Noch im Krankenhaus nimmt Simon den Kontakt zu ihm auf.

«Unsere erste Aufgabe ist es, für unsere Mitarbeitenden da zu sein. Die Zweite beschäftigt sich mit der Anmeldung der Invalidenversicherung (IV), der Einhaltung sämtlicher Fristen sowie der Koordination aller beteiligten Partner. Die Betreuung durch das BGM ist freiwillig.

Es war einfach schon hilfreich, dass mir jemand zuhörte und sich auskannte. Genau das gab mir Sicherheit, während alles in mir wankte.

Sicherheit schenken | Wie geht es weiter?

«Ich war im ersten Moment überrascht, dass mich jemand von der Firma im Krankenhaus besuchen und unterstützen wollte – und zwar ehrlich und aufrichtig an mir interessiert, nicht rein formell.» Markus erinnert sich an das erste Aufeinandertreffen mit Simon. «Wir sind in den Park des Unispitals in Basel gegangen und haben miteinander geredet. Simon ist es gelungen, mir in einer wirklich besch.. Situation ein sehr gutes Gefühl zu geben.» Natürlich hat Markus viele Fragen und Sorgen: Wie geht es weiter in seinem (beruflichen) Leben? Simon hört aktiv zu und findet Antworten. «Es war einfach schon hilfreich, dass mir jemand zuhörte und sich auskannte. Genau das gab mir Sicherheit, während alles in mir wankte.»

In Kontakt bleiben | Für eine bestmögliche Reintegration

Markus’ Krankheit nimmt einen ungeahnt dramatischen Verlauf: Kurz nach der ersten OP bekommt er innere Blutungen, muss notoperiert werden, später erleidet er eine Blutvergiftung und liegt lang auf der Intensivstation. Ein unglaublicher Einschnitt – die mentale wie körperliche Belastung sind immens.

Simon bleibt an seiner Seite, er begleitet ihn nahtlos. «Ich wollte, dass Markus spürt, dass ich weiterhin für ihn da bin. Also, haben wir Kontakt gehalten – auch später während der Reha. All das hilft, um eine bestmögliche Reintegration zu gewährleisten.»

"Simon war immer für mich da."
Willkommen zurück!

Wie zurück? | Wiedereingliederung in den Job

Dass Simon über ein grosses Netzwerk und Erfahrungen im Bereich der IV verfügt, ist für Markus eine starke Stütze. «Die Reha Rheinfelden war Simons Empfehlung» sagt er, «sechs Wochen bin ich geblieben und Ende 2018 zu 30% in die Arbeit zurückgekehrt.»

Markus nimmt zunächst seinen alten Job als E-Commerce Manager im Marketing auf und ist überwältigt von den Willkommenswünschen seines Teams. «Es war unglaublich schön, alle wiederzusehen. Eine Zeit lang hatte ich damit nicht mehr gerechnet. Ausserdem hat es mir geholfen, zu Struktur im Alltag zurückzufinden. Im Januar habe ich bereits auf 50% erhöht.»

 

Unterstützung bedeutet auch, das richtige Tempo

«Markus hat ein ziemliches Tempo vorgelegt, während ich ihn weiter unterstützen durfte», erinnert sich Simon. «Der Druck, den man sich bezüglich des Jobs macht – Kann ich ihn noch ausüben? Werde ich gekündigt? – ist gross, und Begleitung hilft. Manchmal musste ich ihn an die medizinischen Fakten erinnern und ihn ausbremsen

Im Februar 2019 wirft Markus ein Narbenriss zurück: wieder OP, wieder fällt er aus, wenn auch nur kurz. Fakt ist, die Nachwirkungen all dessen, was er erleben musste, begleiten ihn jeden Tag. Gut, dass Simon ihn weiterhin in Coaching-Terminen unterstützt. «Psychisch leistet Markus Enormes. Er verlangt viel von sich – und wir mussten uns fragen: Willst du je wieder 100% arbeiten?»

Heute weiss ich, wenn mir etwas passiert, ist die Baloise da. Es gibt jemanden, der sich kümmert und dafür bin ich unendlich dankbar.

Wenn etwas passiert, ist die Baloise da.

Markus spürt, dass seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist, doch am Ende sind es nicht die Arbeitsprozente, an denen er schraubt, sondern sein gesamtes Setting.

«Aufgeben war und ist für mich nie eine Option – ob beruflich oder privat.» Im Januar 2021 wechselt er in den Bereich Systeme und Prozesse, fokussiert heute als Application Owner auf das Baloise Kundenportal als Schnittstelle zur IT.

«Auch bei diesem Schritt war Simon ein wichtiger Ansprechpartner. Der Kontakt zwischen uns ist geblieben, wir treffen uns heute sporadisch alle 2-3 Monate. Unsere Vertrauensbasis ist besonders. Ich wusste in all der Zeit, immer zu wem ich gehen kann. Ich hatte Unterstützung und Offenheit, einen Menschen, der Ruhe bewahrt und echt ist. Heute weiss ich, wenn mir etwas passiert, ist die Baloise da. Es gibt jemanden, der sich kümmert und dafür bin ich unendlich dankbar.»

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