Rund um die Baloise

Eigene Ideen zum Leben erwecken | Baloise Kultur

Corinna Fröschke
15. November 2019
Innovation, Motivation, Schaden
Markus Metz (49) und Mischa Wanger (39) kommen aus komplett verschiedenen Unternehmensbereichen – aus der Kundenzufriedenheit und der Schadeninspektion – und doch verbindet sie ein gemeinsamer Gedanke: die Zufriedenheit unserer Kunden. Zusammen entwickeln sie ihre Vision eines elektronischen Schadeninspektors (eSi): ein simpler, digitaler Weg, einen Schaden aufzunehmen und möglichst rasch für den Kunden abzuschliessen.

Von der Idee in die Planung

«Ein Versicherungsschaden ist immer etwas Lästiges», sagt Markus aus unserem Team Kundenzufriedenheit. «Niemand beschäftigt sich gern damit, alle Dokumente zusammenzusuchen, Fotos zu machen, sich mit Gutachtern auszutauschen. Aus diesem Wissen entstand in mir der Wunsch, diesen Vorgang im Sinne unserer Kunden möglichst schnell zu vereinfachen und zu digitalisieren. Mit diesem Gedanken bin ich an einen firmeninternen Hackathon.»

«Ich wusste nicht mal, was ein Hackathon ist», lacht Mischa. «Mein Chef bat mich, teilzunehmen, um Markus bei seiner Idee zu unterstützen. Ich kenne das Thema Schadeninspektion aus der täglichen Praxis und liefere das Know-how, das ihm eventuell fehlt.»

Baloise Hackathon

Ursprünglich ein Tool aus der IT-Welt und den so called Nerds vorbehalten, sind Hackathons inzwischen eine gängige Methoden, eigene Ideen gemeinsam mit anderen Innovationswilligen auszufeilen. So entstand an einem Wochenende ein erster Prototyp für eine App, mittels der Schadeninspektoren vor Ort einen Schaden dokumentieren, einen Bericht erstellen und im Idealfall direkt abschliessen kann. Zunächst fürs Tablet, später fürs Smartphone», erinnert sich Markus. «Man geht immer wieder zum Kunden und testet die Softwarelösung vor Ort, optimiert, passt an, verwirft Designs und legt wieder von vorn los.» «Über die Zeit entstehen immer komplexere, komfortablere Lösungen», ergänzt Mischa.

Private Investitionen und Überzeugungsarbeit

«Jeder, der mal sein eigenes Projekt vorangetrieben hat, weiss wieviel Arbeit darin steckt, wieviel Einsatz und Selbstdisziplin. Sowas ist kein Selbstläufer.» Markus und Mischa nicken unisono. «Manches funktioniert nicht, du musst die Geschäftsleitung an Bord holen und halten. Manchmal rennst du gegen Windmühlen, bist frustriert und stehst kurz vor dem klinischen Tod.» Man spürt, dass beide Projekt’ler privat einiges an Zeit investiert haben. «Aber wenn es läuft», schiebt Mischa nach, «und die Schadensinspektoren happy sind, und du den Mehrwert für die Kunden siehst, weisst du, wofür du all das tust. Am Ende macht es uns allen das Leben leichter: unseren Kunden und mir als Schadeninspektor."

Einsatz und Selbstdisziplin: Ein eigenes Projekt ist kein Selbstläufer.

Markus Metz, Kundenzufriedenheit

#worklifebaloise | Extra Zeit für eigene Ideen

Je konkreter das Projekt wurde, desto mehr Zeit mussten Mischa und Markus investieren. Ab und an holten sie sich Know-how sowie Manpower aus anderen Baloise-Bereichen dazu. Markus: «Irgendwann stand unser privates Engagement in keinem Verhältnis mehr, und wir haben eine Wild Card angeboten bekommen. Es ist ein Innovations-Instrument, das die Baloise ihren Mitarbeitenden bietet: ein sogenannter Perspektivenwechsel.»

Per temporärem, internen Jobwechsel kann man sich konkret fokussiert einem Projekt widmen, um es idealerweise an den Start zu bringen. Seither sitzen beide Herren gemeinsam in einem Büro und bringen eSi voran. Eine ganze Wand ist tapeziert mit visualisierten Gedanken. Was braucht die App? Wie funktioniert sie möglichst kundenfreundlich? In welchem Design? «Täglich kommen neue Zettel dazu», erzählt Mischa. «Mit jedem weiteren Test, mit jedem neuen Austausch über die Ziellösung steigern wir das Kundenerlebnis.»

zwei Männer diskutieren vor einer Flipchart mit bunten Zetteln

Mit der Unterstützung eines ganzen Unternehmens

«Was mir wichtig ist», betont Markus, «ein Perspektivenwechsel ist kein Ferienausflug in eine andere aufregende Arbeitswelt fernab der eigenen Routine. Wir mussten viel Arbeit investieren, um nachzuweisen, dass jener Jobwechsel Wert generieren kann.» «Ausserdem sind wir täglich damit konfrontiert, dass unser Einsatz letztlich ohne Belohnung bleibt. Wir können heute nicht wissen, ob unser Konzept ein Erfolg sein wird. Es ist ein emotionales Auf und Ab», sagt Mischa.

Allerdings resümieren beide übereinstimmend, dass es immens erfüllend ist, etwas bearbeiten zu dürfen, von dem man selbst derart überzeugt ist. Mischa: «Es ist ein anderes Commitment wenn es dein Baby ist. Wir glauben an uns und unser Projekt einer schnelleren Schadenregulierung für ein besseres Kundenerlebnis.» Für Markus steht fest: «Ich weiss nicht, bei welcher anderen Firma das möglich ist. Man vertraut uns und wir bekommen viel Unterstützung aus dem ganzen Unternehmen. Das ist sicher besonders und vielleicht einzigartig. Ein grosses Dankeschön.»

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