Karrieretipps

Weitsicht | Vorausschauend handeln

Corinna Fröschke
18. Januar 2019
Job + Karriere, Vorbereitung
Die schnellsten Lösungen sind nicht immer die besten, schon gar nicht die nachhaltigsten. Deshalb kommen hier Tipps, wie du mit Weitsicht agierst.

Arbeitsmarktfähig bleiben

Nehmen wir die sich stark verändernde Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung. Jobs verschwinden, Jobs entstehen. Niemand weiss wohin die Reise geht. Aber wir können annehmen, dass wir uns breiter aufstellen müssen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. 

Unsere Arbeitswelt verändert sich rasend schnell. Deshalb bietet die Baloise ihren Mitarbeitenden Perspektivenwechsel – interne Jobwechsel, die dich temporär über mehrere Monate in einem anderen Bereich arbeiten lassen. Du gewinnst neue Erkenntnisse und Fähigkeiten und bist im Falle des Falles flexibler, wandlungswilliger, veränderungsfreudiger. So zu agieren, bedeutet Weitsicht im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.

Weitsicht | Ursache und Wirkung

Ein anderes Beispiel: "Nein, ich gehe heute Abend nicht auf die Party, weil ich morgen ein Bewerbungsgespräch habe."  Auch das ist Weitsicht. Du schätzt die Konsequenzen ab und gibst deshalb nicht dem verlockenden Impuls nach, feiern zu gehen. Es könnte dich eine gute Stelle kosten. Das heisst, Weitsicht ist eng mit Reflektion verbunden: Du hinterfragst kritisch – Was wäre wenn? – und entscheidest nach bestem Gewissen. Deshalb sprechen wir auch über Selbstdisziplin. Wer gern abnehmen möchte, muss Süsses möglichst weglassen. So ist das nunmal. Weitsicht ist also nicht ganz unwichtig wenn es darum geht, deine Ziele zu erreichen.

Das grosse Ganze im Blick haben

Die gute Nachricht: Weitsicht lässt sich trainieren. Je besser du dich kennst, desto einfacher wird es. Das gilt im privaten wie im beruflichen Bereich. Wenn du z.B. weisst, dass es dir schwer fällt, Menschen in die Augen zu sehen, übe es vor dem Bewerbungsgespräch mit Freunden. Wenn du Fleissarbeiten gern aufschiebst, gehe gegen dein Verhaltensmuster vor und fange umso früher an. Einmal losgelegt, ist die grösste Hürde schon genommen. Dein Training gilt der Selbstwahrnehmung: Wo bist du gut? Was fällt dir schwer? Und wann musst du gegensteuern?

Für ein grösseres Projekt beispielsweise gilt, sich immer wieder zu hinterfragen. Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Zahlt, was wir tun, auf unser Ziel ein oder haben wir uns verrannt. Wer im Tunnelblick landet, tut das ganze Gegenteil als mit Weitsicht zu agieren. Man verrennt sich.

Weitsicht und Wertschätzung

Dieses Reflektieren gewährleistet im Übrigen auch eine gewisse Qualität. Zu prüfen und sich Zeit zu nehmen, zeigt dass du nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden bist. Du wählst deine Freunde, Lebenswege, Entscheidungen usw. mit Bedacht. Du misst ihnen einen Wert bei weil du sie schätzt. Vorteil: Du erhöhst damit die Nachhaltigkeit dessen, womit du dich auseinandersetzt und ersparst dir idealerweise Enttäuschungen. Wer vorab antizipiert, kann rechtzeitig gegensteuern.

Querdenker im Vorteil

Manchmal kann man gar nicht so krumm denken, wie es kommt - und genau deshalb lohnt es sich, die Perspektiven auf etwas zu wechseln. Je besser du Bescheid weisst, je mehr Meinungen du einholst, je neugieriger du durch dein Leben ziehst – desto mehr Faktoren wirst du rund um eine Sache berücksichtigen. Engstirnigkeit und Unwissenheit stehen Weitsicht entgegen. Also, bleib offen!

Weitsicht | Komprimiertes Wissen

  • Behalte das grosse Ganze im Blick und verlier dein Ziel nicht aus den Augen.
  • Überprüfe die Qualität deiner Handlungen.
  • Bleibe offen für Veränderung und reagiere situativ.
  • Schätze die Konsequenzen ab.
  • Achte auf dich: Je besser du dich kennst, desto weitsichtiger wirst du agieren.
  • Übe dich in Selbstdisziplin und arbeite ggf. gegen deine Verhaltensmuster.
  • Schnelle Lösungen sind nicht immer die Besten. Frage dich eher: Was ist nachhaltig?
  • Bleib offen und neugierig: Je tiefer dein Wissen, je variabler dein Blick, desto grösser die Weitsicht.
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