Trainee | Ein vielfältiges Jahr bei der Baloise

Sibylle Maeder
22. Januar 2019
Ausbildung, Traineeprogramm, Trainees
Sibylle hat in 4x4 Monaten viel gesehen, wechselte in ihrer Zeit als Trainee durch vier Abteilungen der Baloise. Ihr Fazit: Wow! Mehr davon!

Herantasten an das Versicherungswesen

Hallo zusammen. Ich bin Sibylle, habe in Basel European Global Studies studiert und mich danach für das Trainee-Programm bei der Baloise entschieden. Am 2. Januar 2018 ging das Abenteuer für mich los. Seither ist nun also gut ein Jahr vergangen – ein sehr intensives Jahr, mit drei sehr unterschiedlichen Stationen, vielen tollen Erfahrungen und spannenden Begegnungen. Aber alles der Reihe nach…

Meinen Start in die Versicherungswelt hatte ich im Produktmanagement, in einem kleinen Team, das für die Entwicklung und Vermarktung von neuen Produkten im Bereich der Unfall- und Krankentaggeldversicherungen zuständig ist. In diesen ersten Monaten durchlief ich eine steile Lernkurve. Ich musste mir grundlegendes fachliches Wissen aneignen und mich gleichzeitig mit Systemen, Prozessen und den internen Strukturen der Firma vertraut machen. Für mich als absoluten Versicherungsneuling war das eine Herausforderung. Ich wurde dabei aber nicht allein gelassen, sondern konnte auf die Unterstützung meines Teams und das grosse Netzwerk an aktuellen und ehemaligen Trainees zählen. Sie habe ich mit Fragen gelöchert, sie standen mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Berlin, Berlin ich fahre nach Berlin

Meine nächste Station führte mich ins Ausland. Dank des Traineeprogramms erhielt ich die Möglichkeit, den rekordverdächtig heissen Sommer 2018 in einer meiner Lieblingsstädte zu verbringen: Berlin. FRIDAY, ein digitaler Autoversicherer, ist ein Start-up der Baloise und hat seinen Sitz in dieser lebendigen und zugleich entspannten Grossstadt. Kaum angekommen, durfte ich den Ecosystem Summit miterleben, ein Gipfeltreffen, bei dem sich FRIDAY interessierten Baloise-Mitarbeitenden aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, Liechtenstein und der Schweiz vorstellte.

FRIDAY tickt definitiv anders als der Hauptsitz der Baloise hier in Basel. Hier und da rennt ein Hund durchs Büro, ein Kollege saust auf dem Hoverboard vorbei, und wenn man mal eine Pause braucht, kann man die Kollegen zu einem Spiel am Tischfussballtisch herausfordern. Nicht nur eine entspannte Atmosphäre, sondern auch ein tolles Team, das mir schnell ans Herz wuchs.

Autoversicherung in grün

Meine Aufgabe bei FRIDAY? Eine Möglichkeit finden, das Produkt Autoversicherung "grüner", ökologischer zu gestalten. Aus dieser anfänglich noch relativ abstrakten Idee entstand innerhalb von vier Monaten das Produkt FRIDAY +ECO – eine Autoversicherung mit eingebautem Klimaschutz. Das bedeutete für mich Produktentwicklung im Schnelldurchlauf: Von der ersten Recherche und Machbarkeitsprüfung über das Abholen und die Koordination von internen sowie externen Stakeholdern (von Product, Legal und Finance bei FRIDAY über die externen Partner myclimate und Verivox) bis zur Umsetzung durch die IT, gab es gefühlt tausend Fragen zu klären und Aufgaben abzustimmen.

Für ein solches Projekt allein die Verantwortung übernehmen zu dürfen, war eine tolle Herausforderung und eine grosse Chance. Ich konnte den ganzen Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung begleiten und in dieser Zeit mit fast allen Teams in diesem Versicherungs-Mikrokosmos zusammenarbeiten. Mein Einsatz bei FRIDAY gehört definitiv zu einer der tollsten beruflichen Erfahrungen, die ich bisher erleben durfte.

Für ein solches Projekt allein die Verantwortung übernehmen zu dürfen, war eine tolle Herausforderung und eine grosse Chance.

Durch den Daten-Dschungel

Zurück in Basel verbrachte ich meinen dritten Block im Team Online & Branding, das u.a. für das Thema Markenidentität, unser Intranet, die Website baloise.com und weitere Online-Themen zuständig ist. Das Thema meines Blocks: Daten, Daten und nochmals Daten. Meine Aufgabe: mich in unsere Website-Analysetools einzuarbeiten und darauf basierend Dashboards für verschiedene Abteilungen zu bauen. Dank den Dashboards sollen diese auf einen Blick sehen können, wie ihre Inhalte bei Websitebesuchern ankommen und wo Optimierungspotential bestehen könnte.

Die Frage, welche Daten Google wann, wie und wo über uns sammelt, wenn wir im World Wide Web unterwegs sind, hat mich schon immer interessiert. Diese Station gab mir die Möglichkeit, mich intensiv in das Thema einzuarbeiten. Entsprechend motiviert stürzte ich mich in die Datenwelt von Google Analytics und absolvierte neben diversen online Schulungen auch mehrere Kurse direkt an der Quelle, nämlich bei Google in Zürich.

Basel – Antwerpen und zurück

Nachdem unser Team einen ersten Dashboard-Prototypen beim Communication Summit – einem Treffen von Kommunikationsexperten aus allen Ländergesellschaften – präsentieren konnte, meldeten auch die Kollegen aus Belgien Interesse an. So kam es, dass ich für drei Tage nach Antwerpen reisen durfte, um Workshops zum Thema zu geben und basierend auf den Bedürfnissen der dortigen Abteilungen weitere Dashboards zu bauen.

Goodbye Komfortzone

In diesem Jahr musste ich immer wieder meine Komfortzone verlassen – sei es beim Leiten des ersten Workshops oder bei der Übernahme des ersten eigenen Projekts. Dennoch – oder gerade deswegen – ist das Dasein als Trainee so spannend und abwechslungsreich. Ich konnte meine Reise durch die Baloise selbst planen, habe die Firma aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt und durfte mit vielen tollen Teams zusammenarbeiten.

Für meinen 4. und letzten Block geht es ins Grossprojekt Omni-Channel, welches das Ziel verfolgt, das Zusammenspiel unserer Vertriebsaktivitäten zu optimieren. Nochmals vier Monate Neues lernen, nochmals aus der Komfortzone heraus und dann hoffentlich hinein in eine Festanstellung, irgendwo im Baloise-Kosmos.

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