Rund um die Baloise

Freiwilligeneinsatz | Freiheit schenken

Kim Berrendorf
30. September 2016
Einen Tag ermöglichen wir vier Kindern und jungen Erwachsenen mit Mehrfachbehinderung eine Wanderung in unvergesslicher Landschaft. Mit dabei: die so genannte Joëlette, eine moderne und fahrbare Sänfte, die sich für alle Behinderungstypen eignet. Dazu eine grosse Portion Freiwilligen-Engagement.

Freiwilliger Einsatz im Gebiet Neuenburg – Creux du Van

Der zweite Freiwilligeneinsatz der Baloise des Jahres fand im September im Gebiet Creux du Van statt und hatte eine, im wörtlichen Sinne, bewegende Mission:

Die Joëlette

... braucht zwei Personen, um funktionstüchtig zu sein: eine vorn zur Steuerung, eine zweite hinten, um – wenn notwendig – die Trommelbremse zu betätigen. Durch den eingebauten kleinen Motor muss man kein Sportler sein, um an diesem wunderschönen Ausflug teilzunehmen. Wichtig: Während der Wanderungen war immer eine dritte Person direkt neben den Joëlette. Es ging darum, füreinander aufmerksam, miteinander zu reden und, wie der Titel des Einsatzes schon sagt, ein Lächeln zu schenken.

Die Stiftung "Just for smiles"

2004 wurde Just for Smiles als Non-Profit-Organisation gegründet und ist seit 2008 eine gemeinnützige Stiftung. Sie ermöglicht Personen in einer mehrfachbehinderten Situation Sport- und Freiheitsaktivitäten zu erleben, Spass zu haben und einfach Lachen zu können. Die Stiftung bietet die sportlichen Aktivitäten und die damit verbundene Betreuung  kostenlos an. Seit Beginn des Projektes konnten mehr als 20'000 Menschen mit schweren Behinderungen von den Leistungen profitieren. 2015 wurden 12 Smile Days durchgeführt. Seit der Gründung zeichnet sich für die Stiftung durch einen konstanten Anstieg ihrer Dienstleistungen grosser Erfolg durch wachsende Bekanntheit ab.

Unser Einsatz

Nach der Ankunft im Einsatzgebiet und einer ersten Stärkung wurden die Mitarbeitenden mit den "Joëlettes" vertraut gemacht und halfen, diese zusammen zubauen. Danach haben die Teilnehmer die Personen mit reduzierter Mobilität kennengelernt, bevor es dann auf den gemeinsamen Wanderausflug ging. Hier ging es nicht nur darum, dem Kiesel, den Löchern im Boden oder dem Kuhdung auszuweichen, sondern auch die Natur zu geniessen, eine gute Zeit zusammen zu haben und kleine Gesten der Freude mit Menschen zu teilen, die diese oft zu selten diese Freuden erfahren.

Vor dem Abstieg und dem Schlussspurt

... zum Grand-Vy, der Ausgangspunkt des vierstündigen Rundwegs war, durfte ein gemeinsames Picknick auf der Wanderstrecke natürlich nicht fehlen. Nach der Rückkehr wurden Erinnerungsfotos mit den Teilnehmenden gemacht, um einen einmaligen Tag festzuhalten.

Stimmen der Teilnehmer

"Der ganze Tag, die Vorbereitung und Instruktion vor Ort, sowie die Wanderung, mit den mehrfachbehinderten Menschen, war hervorragend organisiert. Für mich einmal mehr beeindruckend wie alle als Team zusammen gearbeitet haben und wie kurzweilig der Anlass war. Beeindruckt und auch sehr dankbar bin ich für das uns entgegengebrachte Vertrauen der Personen - ich erachte dies nicht unbedingt als selbstverständlich gegenüber Drittpersonen."

Stefan Blaser

"Ich finde es eine gute Sache, dass den Jugendlichen die Möglichkeit eines solchen Ausflugs geboten wird, auch wenn ich nicht direkt beurteilen kann, wie stark sie davon profitieren. Gestaunt habe ich allerdings schon über den Aufwand: insgesamt waren 22 Erwachsene im Einsatz, um für 4 Jugendliche eine Wanderung durchzuführen. Dies zeigt aber auch: ohne uns wäre dies gar nicht möglich gewesen."

Laurens de Bever

"Cette journée restera gravée dans ma mémoire. J'ai souhaité participer à cette action en donnant un peu de mon temps à des personnes handicapées en sachant que j'allais certainement recevoir plus encore en retour. Et cela a bien été le cas. Je remercie la Bâloise de m'avoir offert l'occasion de vivre ce  moment unique et magique de simple humanité trop souvent oublié dans notre quotidien. Que ces valeurs puissent trouver écho dans notre activité de tous les jours."

Christophe Pont

"Den Einsatz habe ich gut erlebt, es war ein wenig anstrengend und zum Teil beinahe unheimlich (zB die Strecke über die vielen Steine und Wurzeln), doch den Jugendlichen hat es Spass gemacht. Die Besatzung - neben uns Baloise Mitarbeitenden - war ideal (4 Betreuer plus 2 Guides sowie Stiftungsmitglieder), bei den Teilnehmern hätte der Frauenanteil noch höher sein dürfen. Alles in allem hat es aber sehr viel Spass gemacht, das Mittagessen war liebevoll zubereitet und die ganze Organisation war top!"

Sarah Restelli

Vielen Dank für euren Einsatz!

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