Baloise mit starkem Halbjahresresultat und hoher Dynamik im ersten Semester 2019

Basel, 28. August 2019. "Die Baloise bestätigt ihre hervorragende Verfassung mit einem soliden Zahlenset zum Semesterabschluss 2019. Das Ergebnis profitierte von einem buchhalterischen Steuereinmaleffekt, ist aber auch bereinigt um diesen auf einem ansprechenden Niveau. Gleiches gilt für das Prämienvolumen im Leben- und Nichtlebengeschäft. Ein Highlight ist die ausserordentliche Profitabilität im Nichtlebengeschäft, die sich mit einem exzellenten Schaden-Kosten-Satz von 87.4% zeigt. Ein schöner Erfolg war im Juli der Vollzug der Übernahme von Fidea. Die belgischen Kolleginnen und Kollegen arbeiten nun an der schnellstmöglichen Integration des Geschäfts. Neben den sehr guten operativen Resultaten im Versicherungskerngeschäft treiben wir zudem konsequent den Auf- und Ausbau unserer Ökosysteme voran, wobei der Fokus dabei auf den Lebensbereichen "Mobilität" und "Home" liegt. Für Letzteres haben wir in der Schweiz jüngst mit den Beteiligungen an Bubble Box und Devis.ch zwei neue Investitionen getätigt und somit neue Partner gefunden, die unser Netzwerk für einfache Kundenservices weiter vergrössert haben. Ein weiterer Erfolg war die Gewinnung von Drittinvestoren für unser deutsches Insurtech Friday. Die Baloise ist auf Kurs, die gesetzten Ziele der strategischen Phase "Simply Safe" zu erreichen", kommentiert Group CEO Gert De Winter den Semesterabschluss 2019 der Baloise Group.

Semesterabschluss 2019 in Kürze

  • Der Aktionärsgewinn für das erste Halbjahr 2019 liegt bei 395.0 Mio. CHF (Vorjahr: 269.7 Mio. CHF). Wie bereits am 10. Juli 2019 angekündigt, begründet sich die deutliche Gewinnsteigerung durch einen buchhalterischen Steuereinmaleffekt, der das Ergebnis mit rund 128 Mio. CHF positiv beeinflusst. Um diesen Effekt bereinigt, liegt der Aktionärsgewinn bei nach wie vor sehr guten 267.3 Mio. CHF und ist somit auf dem Niveau des Vorjahrs.

  • Das Geschäftsvolumen steigt um 10.0% auf 6’014.1 Mio. CHF (Vorjahr: 5’468.3 Mio. CHF). 

  • Gesamthaft beläuft sich das um 30.4% verbesserte Prämienvolumen des Lebengeschäfts auf 2’869.8 Mio. CHF (Vorjahr: 2’200.8 Mio. CHF). Ausschlaggebend für den starken Anstieg ist der Zuwachs im traditionellen Lebengeschäft um 669.0 Mio. CHF. Das Wachstum ist hauptsächlich auf den Rückzug des Vollversicherungsangebots eines Mitbewerbers im Geschäft mit Kollektivlebenversicherungen zurückzuführen.

  • Das Prämienvolumen des Nichtlebengeschäfts konnte auf dem guten Niveau des Vorjahrs gehalten werden. Im ersten Halbjahr 2019 stiegen die Bruttoprämien um 0.1% auf 2'263.6 Mio. CHF (Vorjahr: 2’262.3 Mio. CHF).

  • Der EBIT des Nichtlebengeschäfts normalisiert sich im Vergleich zum von Einmaleffekten belasteten Vorjahr bei 226.1 Mio. CHF (Vorjahr: 145.1 Mio. CHF). 

  • Der Schaden-Kosten-Satz netto (Combined Ratio) verbesserte sich im Vergleich zum von Reserveverstärkungen belasteten Vorjahr auf 87.4% (Vorjahr: 94.1%). Das angegebene Zielband von 90% bis 95% sollte für das Geschäftsjahr 2019 somit am unteren Ende erreicht werden.

  • Der EBIT des Lebengeschäfts verringert sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von zinsbedingten Reserveverstärkungen auf 106.3 Mio. CHF (Vorjahr: 193.6 Mio. CHF). 

  • Die Baloise zeichnet sich erneut durch eine starke Bilanz aus. Das Kreditrating gemäss Standard & Poor's liegt bei "A+". Das Eigenkapital erhöht sich auf 6'591.9 Mio. CHF 
    (31. Dezember 2018: 6'008.2).

  • Baloise Asset Management zeigt sich in anhaltend guter Verfassung und bestätigt die Nettorendite der Versicherungsgelder von 1.2% (Vorjahr: 1.2%).

  • Das Versicherungskerngeschäft wurde mit der Akquisition des belgischen Versicherers Fidea insbesondere im attraktiven Nichtlebengeschäft gestärkt.

  • Digitaler Wandel wird dank neuer Partnerschaften und Investitionen konsequent vorangetrieben: https://www.baloise.com/innovationen
     

Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs

Überblick, Gewinn und Geschäftsvolumen

Die Baloise erzielte im ersten Halbjahr 2019 einen um 46.5% höheren Aktionärsgewinn von 395.0 Mio. CHF (Vorjahr: 269.7 Mio. CHF) sowie ein um 10.0% höheres Geschäftsvolumen von sehr guten 6'014.1 Mio. CHF (Vorjahr: 5'468.3 Mio. CHF). Beide Kennzahlen profitieren dabei von Einmaleffekten. Aufgrund von kantonalen Steuerreformen in der Schweiz wurden gemäss den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) latente Steuerrückstellungen aufgelöst, die den Gewinn im Geschäftsjahr 2019 mit 127.7 Mio. CHF einmalig positiv beeinflusst haben. Das Geschäftsvolumen profitiert in der Grössenordnung von rund 560 Mio. CHF vom Rückzug des Vollversicherungsangebots eines Mitbewerbers im Kollektivlebengeschäft.

Im Nichtlebengeschäft betrug das Wachstum des Prämienvolumens 0.1% und lag bei 2'263.6 Mio. CHF. Das Nichtlebenergebnis vor Finanzierungskosten und Steuern (EBIT) normalisierte sich nach einem durch Einmaleffekte belasteten Vorjahr auf 226.1 Mio. CHF. Der sehr gute Schaden-Kosten-Satz netto (Combined Ratio) im Nichtlebengeschäft von 87.4% ist im Wesentlichen auf ein schadenarmes erstes Halbjahr 2019 zurückzuführen. Zudem wurde das Vorjahr durch die Reservierung eines deutschen Haftpflichtportfolios mit drei Prozentpunkten belastet. Die Profitabilität des Nichtlebengeschäfts zeigt sich in allen Ländergesellschaften auf einem ansprechenden Niveau, wobei die Schweiz mit 82.6% sowie Deutschland mit 91.2% besonders überzeugen. Für das Geschäftsjahr 2019 zielt die Baloise somit auf einen Schaden-Kosten-Satz am unteren Ende des angegeben Zielbandes von 90% bis 95%.

Das Prämienvolumen des traditionellen Lebengeschäfts konnte im Vergleich zum Vorjahr um 30.4% auf 2'869.8 Mio. CHF verbessert werden. Hauptgrund ist der Rückzug der Vollversicherungsprodukte eines Mitbewerbers aus dem Schweizer Kollektivlebengeschäft. Das Lebenergebnis liegt aufgrund tiefzinsbedingter Reserveverstärkungen bei 106.3 Mio. CHF (Vorjahr: 193.6 Mio. CHF). Im Halbjahr 2018 wurde der Leben-EBIT zudem positiv beeinflusst, da Rückstellungen im belgischen Lebengeschäft ergebniswirksam aufgelöst werden konnten.

Der EBIT des Segments Asset Management und Banking stieg um 1.4% auf 42.6 Mio. CHF (Vorjahr: 42.0 Mio. CHF). 

Das Anlageergebnis der Versicherungsgelder liegt mit 670.4 Mio. CHF auf dem Niveau des Vorjahrs (670.3 Mio. CHF). Die Versicherungsgelder rentierten netto mit 1.2% (Vorjahr: 1.2%).

Geschäftsvolumen steigt um 10.0%

Nichtleben- und Lebengeschäft

Im ersten Halbjahr 2019 konnte die Baloise ein leichtes Wachstum des Prämienvolumens im Nichtlebengeschäft erzielen, wobei dieses auf das Geschäft in Belgien und Luxemburg zurückzuführen ist. In der Schweiz waren die verrechneten Prämieneinnahmen leicht rückläufig. Dasselbe gilt für das deutsche Geschäft, wobei dieses, gerechnet in lokaler Währung, um 2.0% gewachsen ist. Konsolidiert verzeichnet die Baloise im Nichtlebengeschäft ein Wachstum von 0.1% (Lokalwährung: 2.0%) auf 2'263.6 Mio. CHF. Der Schaden-Kosten-Satz netto von sehr guten 87.4% widerspiegelt die hohe Profitabilität und Qualität des Nichtlebenportfolios. Nachdem im letzten Jahr Reserveverstärkungen des deutschen Run-off-Portfolios sowie schwere Winterstürme den Schaden-Kosten-Satz negativ beeinflusst hatten (Vorjahr: 94.1%), profitierte die Baloise von einem freundlicheren Schadenumfeld im ersten Semester 2019. Dieser Normalisierung entsprechend, verbesserte sich auch der EBIT des Geschäfts um 55.8% auf 226.1 Mio. CHF (Vorjahr: 145.1 Mio. CHF). 

Zum Semesterabschluss 2019 zeigen alle Ländergesellschaften einen sehr guten Schaden-Kosten-Satz netto, wobei die Schweizer Einheit mit einer Quote von 82.6% mit Abstand die höchste Profitabilität ausweist. Erfreulicherweise zeigt auch das deutsche Geschäft einen hervorragenden Schaden-Kosten-Satz netto von 91.2%. Ähnlich profitabel ist das Geschäft in Luxemburg mit 92.0%.

Im Lebengeschäft wurde im ersten Semester 2019 ein EBIT von 106.3 Mio. CHF erzielt (Vorjahr: 193.6 Mio. CHF). Das ausserordentlich starke Vorjahr profitierte von der stabileren Zinssituation 2018. In Belgien konnten deshalb nicht mehr benötigte Zusatzrückstellungen aufgelöst werden. Das Fehlen dieses Einmaleffekts sowie die im Jahr 2019 erneut verschärfte Zinssituation und der daraus resultierende Reservestärkungsbedarf haben zum EBIT-Rückgang geführt. 

Das Prämienvolumen des traditionellen Lebengeschäfts konnte deutlich gesteigert werden und liegt mit 2'869.8 Mio. CHF um 669.0 Mio. CHF über jenem des Vorjahrs. Von den 669.0 Mio. CHF stammen rund 560 Mio. CHF von Kunden, die aufgrund des Ausstiegs eines Mitbewerbers aus dem Geschäft mit Vollversicherungslösungen dazugewonnen werden konnten. Um diesen Effekt bereinigt, wächst das Prämienvolumen des traditionellen Lebengeschäfts strategiekonform nur leicht aufgrund einer Steigerung des Bestandsvolumens in der Schweiz (Vorjahr: 2'200.8 Mio. CHF). 

Das Prämienvolumen im Geschäft mit Prämien mit Anlagecharakter ist im Vergleich zum Vorjahr mit 880.7 Mio. CHF um 12.4% tiefer ausgefallen (Vorjahr: 1'005.2 Mio. CHF). Grund für diese Entwicklung ist die allgemeine Marktsituation für diese Produkte in Luxemburg. 

Die Neugeschäftsmarge im Lebengeschäft liegt im Halbjahr 2019 bei guten 34.2%.

Schaden-Kosten-Satz netto (Combined Ratio) verbessert sich auf 87.4%

Asset Management & Banking

Der EBIT des Geschäfts im Asset Management & Banking stieg um 1.4% auf 42.6 Mio. CHF (Vorjahr: 42.0 Mio. CHF). Das Anlageergebnis auf Versicherungsgeldern ist mit 670.4 Mio. CHF fast identisch mit jenem des Vorjahrs (Vorjahr: 670.3 Mio. CHF). Das Zinsumfeld wurde im ersten Halbjahr 2019 abermals herausfordernder. Das für Versicherungsgelder erwirtschaftete Anlageergebnis entspricht einer Nettorendite von 1.2% und ist identisch mit jener des Vorjahrs (Vorjahr: 1.2%). Die Baloise Bank SoBa (alle Zahlen gemäss lokaler Rechnungslegung) konnte auch im ersten Semester 2019 überzeugen. Der Reingewinn liegt mit 12.6 Mio. CHF etwas unter dem Vorjahresniveau. Erfreulich ist auch die Entwicklung der Vermögensverwaltungsmandate durch das duale Geschäftsmodell "Versicherung und Bank". Im ersten Halbjahr konnten diese um mehr als 10% auf nun 2'366 Mandate gesteigert werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Börsenhöchststände ist dies ein schöner Erfolg und zeigt, dass die gemeinsame Positionierung von "Versicherung und Bank" mit dem strategischen Fokus auf Vorsorge & Vermögen ein echtes Kundenbedürfnis anspricht.

Steigerung von Mandaten um mehr als 10%

Eigenkapital

Die Baloise zeichnet sich erneut durch eine starke Bilanz aus. Von Standard & Poor's hält die Baloise ein "A+"-Kreditrating. Das Eigenkapital erhöht sich aufgrund der tieferen Zinsen und der daraus resultierenden Höherbewertung von jederzeit verkäuflichen Vermögenswerten auf 6'591.9 Mio. CHF (31. Dezember 2018: 6'008.2). Die SST-Quote lag per 1. Januar 2019 bei sehr guten 242%.

"A+"-Kreditrating, sehr gute SST-Quote

Konferenzen zum Semesterabschluss

Mittwoch, Mittwoch, 28. August 2019

  • 09:30 – 11:00 CET: Telefonkonferenz für Medien 
  • 11:00 – 12:30 CET: Telefonkonferenz für Analysten
  • Telefoneinwahl: +41 (0) 58 310 50 00

Die Baloise Group ist mehr als eine traditionelle Versicherung. Im Fokus ihrer Geschäftstätigkeit stehen die sich wandelnden Sicherheits- und Dienstleistungsbedürfnisse der Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Die rund 7'200 Baloise Mitarbeitenden fokussieren sich deshalb auf die Wünsche ihrer Kunden. Ein optimaler Kundenservice sowie innovative Produkte und Dienstleistungen machen die Baloise zur ersten Wahl für alle Menschen, die sich einfach sicher fühlen wollen. Im Herzen von Europa mit Sitz in Basel, agiert die Baloise Group als Anbieterin von Präventions-, Vorsorge-, Assistance- und Versicherungslösungen. Ihre Kernmärkte sind die Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg. In der Schweiz fungiert sie mit der Baloise Bank SoBa zudem als fokussierte Finanzdienstleisterin, einer Kombination von Versicherung und Bank. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibt die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum von Luxemburg aus. Die Aktie der Bâloise Holding AG ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert.

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