Krafttraining für die Karriere | «Ich wollte stärker werden»

Corinna Fröschke
25. Februar 2020
Ausbildung, Bank, Entwicklung, flexible Arbeitszeitmodelle, Kultur
Karin Isenschmid ist erst 27 Jahre jung, beeindruckt mich aber bereits mit einem sehr klaren Gefühl für sich selbst und ihre Bedürfnisse. Zielstrebig erzählt sie mir von ihrem Berufsweg, der für seine kurze Zeit erstaunlich viele verschiedene Stationen aufweist und Verknüpfungen bis ins Privatleben zeigt, die Karin selbst zunächst gar nicht bewusst sind.

KV-Lehre bei der SoBa

«Ich habe nach der Schule nicht sofort gewusst, was ich wollte», sagt Karin, «und bin deshalb unzählige Male KV-Luft schnuppern gegangen in diversen KMU. Das hat sich aber nie richtig angefühlt. Erst bei einem Infonachmittag der Berner Kantonalbank habe ich gedacht «Das mach ich». Das Bankengeschäft bot so viel mehr Mensch und Dienstleistung. Das hat mir gefallen. So bin ich nach einigen Bewerbungen bei der Baloise Bank SoBa gelandet. Ich kann hier aktiv unterstützen, unsere Kunden happy zu machen. Das motiviert mich.»

Kundenbetreuerin Serviceline

Während ihrer KV-Lehre rotierte Karin durch mehrere Stationen der SoBa und wusste  nach drei Ausbildungsjahren dennoch nicht so recht, wo sie bleiben möchte. «Nichts hat mich so richtig gepackt», sagt sie. «Die SoBa aber hat sich sehr um mich bemüht, wollte mich halten und als eine Stelle als Kundenbetreuerin an der Serviceline frei wurde, habe ich sie angenommen. Der Vorteil: Man hat mit allen denkbaren Anliegen zu tun, gewinnt ein breites Bankwissen und vernetzt sich quer durch die SoBa.»

eine junge dunkelhaarige Frau sitzt in einem schwarzen Ledersessel

Ein halbes Jahr Kanada

Die Motivation ins kanadische Ausland zu gehen, entsprang dem Wunsch, die Welt zu entdecken und besser Englisch sprechen zu können. «So landete ich nach zehn Wochen Sprachschule vor Ort auf einer Farm irgendwo im Nirgendwo». Karin unterstützte die Familie, die dort lebt, und lernte nicht nur die Sprache sondern auch fürs Leben. «Ein fremdes Land, fremde Menschen, eine fremde Kultur – ich kam viel selbständiger und eigenverantwortlicher in die Schweiz zurück.»

Andere Unternehmen kennenlernen

Nach ihrer Rückkehr blieb Karin weitere drei Jahre an der Serviceline, danach hatte sich «meine Motivation für speziell diesen Job abgeschliffen», gesteht sie. «Es fordert einen, auf die vielen unterschiedlichen Kunden, Wünsche und Stimmungen permanent adäquat zu reagieren.»

Sie suchte nach etwas Neuem und wechselte zu einem Bankennetzwerk. Dort war sie vielfach gefordert. Sie rutschte in einen vollkommen anderen Job als man ihr angeboten hatte und erlebte zum ersten Mal in ihrem Berufsleben wie es sich anfühlt wenn ein ganzes Team mit viel Druck umgehen muss. «Ich habe mich ständig unter Spannung gefühlt, geriet hier und da zwischen die Fronten, konnte mir aber mit Anfang 20 nicht in dem Mass Gehör verschaffen, wie ich es gewollt hätte.» Keine leichte Zeit, aber wieder eine persönliche Weiterentwicklung und die Erkenntnis. «Hier bleibe ich nicht.»

Porträt einer jungen dunkelhaarigen Frau vor einer Glaswand

Fünf Wochen Südafrika

Karin kündigte ohne die Sicherheit eines neuen Jobs und ging zunächst nach Südafrika, dort in ein Reservat – in eine Auffangstation für Tiere, die sich nicht mehr auswildern lassen. «Ich war gerade mal zwei Tage dort, als ich einen Anruf der Baloise Bank SoBa bekam. Eine Stelle im Kreditkartenbereich war frei und man bot sie mir an. Ich musste nicht lang überlegen. Die Zeit bei meinem letzten Arbeitgeber hatte meinen Blick auf meine Jahre bei der SoBa mit noch mehr Dankbarkeit ausstaffiert. Wertschätzung, Freundlichkeit, Förderung meiner Entwicklung, Unterstützung meiner Wünsche. Direkt am Telefon sagte ich zu.»

 

Krafttraining für die Karriere

Bis heute arbeitet Karin in der Kundenbetreuung der Baloise Bank SoBa, prüft Anträge für Kreditkarten, macht Mutationen und Abklärungen, ist ein bisschen «das Sekretariat unseres Kreditkartenanbieters.» Sie lacht: «Aber das macht Spass».

Privat entscheidet sie sich 2015, mit Freihantel-Training anzufangen. «Warum?», frage ich sie. Rein optisch bin ich überrascht, dass sich diese junge Frau ausgerechnet Kraftsport aussucht. «Weil ich stärker werden wollte», sagt sie. «Körperlich oder mental?», entgegne ich. «Körperlich», meint Karin ohne nachzudenken. Als ich anmerke, dass ihr Wunsch nach Stärke zu jener Zeit aufkam, in der sie sich zwischen mehreren Fronten nicht durchzusetzen vermochte, ist sie selbst überrascht. Die Motivation für ihr Krafttraining war wohl doch auch mentaler Natur.

«Die SoBa meint es gut mit mir»

Wenn man sich Karins Werdegang so anschaut, muss man sagen: Die SoBa hat sie bei allem unterstützt. Ein halbes Jahr Kanada mit der sicheren Rückkehr in den eigenen Job, der offene Umgang, die Wertschätzung und das «erneute Anwerben» nachdem sie den Arbeitgeber gewechselt hatte. «Ich spüre grosses Vertrauen», sagt die heutige Vize-Teamleiterin im Kundenservice. «Die Erwartungen an mich sind gross, aber ich werde ebenso gefördert, habe Mentoren und einen tollen Chef. Der Umgang untereinander ist ehrlich und menschlich. Ich sage immer, ich habe Glück! Die SoBa meint es gut mit mir.»

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